Kommentar von Rainer Graefen zum Big Data Hype respektive einer neuen Dimension der Datenspeicherung

Je größer die Datenmenge, desto kleiner der Informationsgehalt

16.09.2011 | Redakteur: Rainer Graefen

Viele neue Technologien drängeln sich am „Berg aufgeblasener Erwartungen“. (Quelle: Gartner)
Viele neue Technologien drängeln sich am „Berg aufgeblasener Erwartungen“. (Quelle: Gartner)

Der Sprung von der Quantität zu einer neuen Qualität wird beim Thema Big Data in Anschlag gebracht. Allein die Benutzung der bislang unbekannten Byte-Einheiten Zetta und Yotta ändert weder an den Speicheranforderungen noch an der Analysetechnik etwas. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema „Massendatenhaltung“.

Unser aller Wortschatz wird zunehmend um die Begriffe Exa und Zetta erweitert, und wahrscheinlich kommt die Menschheit auch nicht daran vorbei, über Datenmengen im Yotta-Bereich zu staunen. Wachstum allerorten also, was die Datenmengen betrifft. 24 Nullen hinter der führenden 1 sind das naheliegende Schicksal, das das „Wissen der Menschheit“ in Kürze erleiden wird.

Ungeklärt ist einerseits, wie viele dieser Nullen Kopien von Kopien sind. Andererseits könnte man auch darüber nachsinnieren, welcher Anteil schon dedupliziert wurde und damit eigentlich eine zehn- bis hundertfach größere Datenmenge darstellt als die belegte Rohkapazität.

Das stecken Informationen drin

Ungeachtet solcher kleinlichen Überlegungen, in dem Datenberg stecken sehr viel Stecknadeln, die, wenn man sie fände, viele Erkenntnisse bringen könnten. Seltene Kankheiten, die meist nur individuelle Schicksalschläge sind, könnten mithilfe dieses riesigen Datenuniversums die notwendige statische Relevanz erlangen, sodass sich zu guter Letzt ein Medikament finden ließe.

Sergey Brin, einer der Google-Gründer, versucht diesen Ansatz, um der Parkinson-Krankheit einige Geheimnisse zu entreißen. Allgemeiner werden ähnliche Zielsetzungen in dem vielleicht nächsten Hype-Thema Big Data adressiert.

Während gegenwärtig die Datensammelwut öffentlicher und privater Auftraggeber für einen immensen Speicherbedarf sorgen, auch dies ein Thema von Big Data, erklären die Datenanalytiker die Inhalte der Big Data zu ihrem Gegenstand. Und natürlich ist in Gentechnik und Wissenschaft auch der wachsende Speicherbedarf einzelner Dateien ein Riesenthema für alle, die über Big Data reden.

In einem Atemzug: Cloud und Big Data

Auf dem EMC Forum 2011 in Frankfurt nahmen sich viele Redner liebevoll des Themas an. Da die Wegweiser aller Plakate gleichzeitig auf die Cloud und auf Big Data zeigten, allerdings nicht in derselben Richtung, scheint es noch gewisse Unterschiede zu geben. Vielleicht die: In der Cloud soll man die vielen Daten ablegen und bei Big Data jammert man über das Datenwachstum.

„Die naheliegenste und am meisten diskutierte Erweiterung ist das drastische Daten- und Informationswachstum. Dabei gibt es in der Big-Data-Definition keine festen Grenzen: Die Entwicklung wird von Terabyte über Petabyte und Exabyte zu Zettabyte und Yottabyte gehen – dies hat uns die Erfahrung der letzen Jahre gelehrt“, ist im Newsletter der Experton Group zu lesen.

Was ist daran besonderes? Das sagt die Branche schon seit Jahren. Wohingegen jeder Privatmensch feststellt, dass er gar nicht weiß, wie er eine Terabyte-Festplatte, geschweige denn eine Vier-Terabyte Festplatte füllen soll.

weiter mit: Datenberg, Metadaten, Datenrecherche und Analyse

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2052831 / Branchen/Mittelstand/Enterprise)