Langzeitarchivierung für die Weltraumforschung

Jena-Optronik nutzt Sansymphony Bulk als Archiv

| Redakteur: Tina Billo

Mit der Einbindung von Sansymphony Bulk verfügt Jena-Optronik über eine hochverfügbare Lösung für die Archivierung der Produktions- und Entwicklungsdaten seiner Hochleistungs-Sensoren. Gleichzeitig lässt sich auf Projektdaten mit einer Aufbewahrungsfrist von über 20 Jahren schnell zugreifen.
Mit der Einbindung von Sansymphony Bulk verfügt Jena-Optronik über eine hochverfügbare Lösung für die Archivierung der Produktions- und Entwicklungsdaten seiner Hochleistungs-Sensoren. Gleichzeitig lässt sich auf Projektdaten mit einer Aufbewahrungsfrist von über 20 Jahren schnell zugreifen. (Bild: Jena-Optronik GmbH)

Geht es um den Bau optischer Präzisionsinstrumente für Weltraumanwendungen gilt Jena-Optronik als eine der ersten Adressen am Markt. Für die langfristige Aufbewahrung der Produktions-, Entwicklungs- und Projektdaten kommt die Sekundärspeicherlösung Sansymphony Bulk von Datacore zum Einsatz.

Die 1991 gegründete Jena-Optronik GmbH, deren Wurzeln auf den VEB Carl Zeiss Jena zurückgehen, zählt auf dem Gebiet der multispektralen Weltraumforschung und bei 3D-Aufnahmesystemen zu den Pionieren. Zum Angebot der Thüringer zählen Sensoren für die Lageregelung von Satelliten und Sonden, Rendevous- und Dockingsensoren sowie optoelektronische Subsysteme, die bei Instrumenten zur Erdbeobachtung und Erkundung des Weltraums Verwendung finden.

Neben vielen Raumfahragenturen bauen nahezu alle großen Raumfahrtsystemfirmen in Asien, Europa und Nordamerika auf die Lösungen des Unternehmens. So liefert Jena-Optronik heute im europäischen Programm zur Umwelt- und Sicherheitspolitik Copernicus wichtige Komponenten für die Sentinel-Missionen. Auch die neue Satellitenplattform SmallGEO wird in Zusammenarbeit mit der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Komponenten ausgerüstet.

Breiter Anforderungskatalog

Für die langfristige Archivierung der Fertigungs- und Entwicklungs- sowie von den Sensoren übermittelten Daten, suchte Jena-Optronik nach einer Lösung. Zu den Anforderungen zählte neben Hochverfügbarkeit und Datenredundanz, dass sich bei der Erd- und Planetenbeobachtung eingesetzte Projektdaten mindestens zwanzig Jahre lang vorhalten lassen. Dennoch sollte auf diese jederzeit schnell zugegriffen werden können, da Daten älterer Projekte regelmäßig aufgearbeitet und angepasst werden müssen. Aufgrund dessen kam ein Bandsystem für das Unternehmen nicht in Frage, sondern es sollte ein Online-Speicher sein. Auf ein Dokumentenmanagementsystem ließ sich unter anderem aufgrund der unterschiedlichen Dateitypen und Ablagestruktur verzichten.

Neben herkömmlichen Archiv- und Storage-Lösungen zog Jena-Optronik ebenso unterschiedliche Cloud-Lösungen in Betracht und unterzog die zur Auswahl stehenden Optionen mehrwöchigen Tests. Doch während erstere aufgrund des Preises ausfielen, erwiesen sich die Remote-Lösungen als zu langsam.

Datacore macht das Rennen

Da bei Jena-Optronik im Produktionsbereich bereits eine leistungsstarke und hochverfügbare Speicherinfrastruktur auf Basis der SDS-Lösung Sansymphony von Datacore in Betrieb ist, entschied man sich letztlich dafür, diese um das von dem Hersteller angebotene Sekundärspeichersystem Sansymphony Bulk zu erweitern. Dieses erfüllt das Kriterium, dass sich große Datenmengen über einen langen Zeitraum hinweg sicher aufbewahren lassen und punktete ebenso in Sachen Hochverfügbarkeit, Leistung und Kosteneffizienz.

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"Für unsere Anforderungen erschienen andere Lösungen ungeeignet. Da Datacores softwaredefinierte Speicherplattform SANsymphony bereits seit 2005 erfolgreich in unserer Produktivumgebung im Einsatz ist, lag die Entscheidung für Sansymphony Bulk nahe. Neben dem Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugte uns ebenso, dass sich die Lösung nahtlos in die bestehende Systemlandschaft integrieren ließ", erläutert Reiner Pohl, Abteilungsleiter IT bei der Jena-Optronik GmbH.

Die Systemlandschaft im Detail

Im Produktivbetrieb werden in einer redundanten Infrastruktur zwei SANsymphony­Knoten auf HPE-Servern (Proliant DL380) und MSA-Plattenshelfs in getrennten Brandabschnitten eingesetzt. Serverseitig laufen die Applikationen weitestgehend auf Cisco UCS-Hardware. Neben MS Cluster File Servern, MS DSS und weiteren sind die Applikationen weitestgehend virtualisiert.

Hierzu versorgen 12 VMware ESX-Hosts mehr als 100 virtuelle Maschinen, auf denen Anwendungen wie Exchange, Sharepoint oder SQL-Datenbanken laufen. Kritische Systeme sind dabei insbesondere SAP-Instanzen sowie das Produktentwicklungssystem PTC Windchili, das besondere Anforderungen an Performance und Ausfallsicherheit stellt.

Die bestehende 8-Gb-Fibre-Channel-lnfrastruktur wurde zu Archivzwecken in analogem Aufbau um zwei SANsymphony BULK-Server erweitert. Diese dienen mit günstigerer, aber kapazitätsstarker Speicherhardware, in diesem Fall D2600-Plattenshelfs mit jeweils 6 TB HDDs, als Archiv.

Die BULK-Server bieten den geforderten Online-Zugriff auf den Storage mit ausreichender Performance sowie eine Vielzahl auch im Produktivumfeld genutzter Speicherdienste, darunter die synchrone Spiegelung für Hochverfügbarkeit. Dabei ist DataCores Lizenzierungsmodell für großvolumige Archive optimiert und erlaubt eine flexible und vergleichsweise kostengünstige Erweiterung in 100-Terabyte-Schritten,

Zukunftssichere Infrastruktur

Heute betreibt Jena-Optronik eine homogen aufgebaute, effiziente und kostengünstige Infrastruktur. Der Software-defined-Ansatz ermöglicht den Einsatz kostengünstiger Standardkomponenten, sowohl in der Produktion als auch für die Archivierung. Je nach Anforderung kann herstellerunabhängig eine Erweiterung im laufenden Betrieb erfolgen, sowohl durch On-Premise-Hardware als auch durch Cloud-Ressourcen. Ein weiterer Pluspunkt ist das zentrale Management der Umgebung und die einfache Bedienbarkeit.

"Wir konnten mit SANsymphony BULK nicht nur die akuten Anforderungen an ein Archiv erfüllen", fasst Reiner Pohl zusammen. "Dank der Hardwareunabhängigkeit der DataCore-Lösung verfügen wir heute zudem über eine flexibel ausbaubare Infrastruktur, deren Erweiterungskosten kalkulierbar sind. Wir können neue Speichertechnologien integrieren und sind für die nächsten 20 Jahre gewappnet."

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