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Jahr der Wissenschaft 2014

Karlsruher KIT identifiziert 9 Megatrends für die digitale Gesellschaft

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Trend 5: Humanoide Roboter

Tamim Asfour, Professor für Anthropomatik an der Fakultät für Informatik am KIT, und ein humanoider Roboter.
Tamim Asfour, Professor für Anthropomatik an der Fakultät für Informatik am KIT, und ein humanoider Roboter.
(Bild: KIT)
Menschenähnliche Roboter wie C-3PO aus „Krieg der Sterne“ sind längst keine Science Fiction mehr. Ziel der Forscher am KIT ist es, Systeme zu entwickeln, die dem Menschen noch ähnlicher sind, was ihre Vielseitigkeit und die Fähigkeiten zum kontinuierlichen Lernen und zur natürlichen Interaktion angeht.

Den Tisch zu decken und Saft oder Müsli aus dem Schrank zu holen, beherrscht der Roboter ARMAR bereits mühelos. Er kann Sprachkommandos verstehen und selbstständig umsetzen. Was einfach aussieht, ist technisch eine hochkomplexe Handlung: „Ein Roboter, der im Haushalt hilft, muss seine Umgebung wie ein Mensch wahrnehmen und interpretieren und sich an neuen Situationen anpassen“, sagt der Informatikprofessor Tamim Asfour.

„Über Kamera-Augen und Sensoren kann ARMAR sich orientieren – und durch Beobachtung des Menschen lernen, wie man etwa die Spülmaschine ausräumt.“ Die Forschung an humanoiden Robotern am KIT hat das Erschaffen vielseitiger Robotersysteme zum Ziel, die ihre Aufgaben als Helfer im Alltag und in der Produktion verrichten.

Trend 6: Technikfolgenabschätzung

„Ob Robotik, intelligente Energienetze oder neue Informations- und Kommunikationstechnologien: Die Entwicklung muss immer den Menschen als Technikgestalter und Techniknutzer im Blick behalten“, sagt Professor Armin Grunwald. Der Experte für Technikfolgenabschätzung befasst sich mit den Wechselwirkungen zwischen technischem Fortschritt, gesellschaftlicher Entwicklung und kulturellem Wandel.

Ein wesentlicher Teil dieses Wandels ist gerade die fortschreitende Digitalisierung, die nahezu alle Bereiche der Gesellschaft betrifft, so Grunwald: „Sie eröffnet neue Möglichkeiten der Kommunikation und der Wertschöpfung, ja sogar der politischen Mitbestimmung und Partizipation (E-Democracy). Aber sie erlaubt Unternehmen und Geheimdiensten auch immer stärker das Eindringen in die Privatsphäre“. Den digitalen Fortschritt in diesem Spannungsfeld konstruktiv mitzugestalten, ist eine der Aufgaben der Technikfolgenabschätzung.

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