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Forschungskooperation Langzeitarchive dank Blockchain, Deep Data und Cloud

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Diplom-Betriebswirtin Tina Billo

Der Hamburger Blockchain-Experte Deepshore hat eine Forschungskooperation mit dem Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB) geschlossen. Ziel des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Projekts sei die Entwicklung von IT-Infrastrukturen, in denen Blockchain- und Big-Data-Technologien zusammenkommen.

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Das Forscherteam (v.l.n.r.): Falk Borgmann, Michael Brünker, Thorsten Römer (alle Deepshore), Dr. Florian Schintke, Robert Schmidtke (beide ZIB) und Mario Christ (Deepshore) vor dem Berliner Büro von Deepshore.
Das Forscherteam (v.l.n.r.): Falk Borgmann, Michael Brünker, Thorsten Römer (alle Deepshore), Dr. Florian Schintke, Robert Schmidtke (beide ZIB) und Mario Christ (Deepshore) vor dem Berliner Büro von Deepshore.
(Bild: Deepshore)

Im Rahmen der Zusammenarbeit konzentrieren sich Deepshore und das ZIB auf alternative Verfahren zur Speicherung und Verarbeitung von Transaktions- und Belegdaten. Zu diesem Zweck entwickeln die Kooperationspartner eine sichere Cloud-Langzeitarchivierung für elektronische Daten.

Die Lösung soll auch Revisionen durch Wirtschafts- oder Steuerprüfer nach GoBD-Vorgaben ("Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff") standhalten können.

Kombination verschiedener Techniken

Als technische Grundlage für das System soll eine offene, horizontal skalierbare und kostengünstige IT-Infrastruktur dienen. Das Verfahren an sich basiere auf einer Kombination aus Blockchain-Mechanismen, Big-Data-Datenbanken und einem hochverfügbaren verteilten Dateisystem. Dies soll die Basis für einen in dieser Form vollständig neuen und am Markt bislang noch nicht angebotenen dezentralen logischen Archivservice stellen.

Insbesondere die Verbindung von ECM- (Enterprise Content Management) Archiven und Data Warehouses sei aus finanzieller Sicht von Vorteil, dadurch ließen sich Betriebskosten senken.

Langzeitarchiv als Cloud-Service

Deepshore und das ZIB wollen somit erstmals ein von spezifischen Infrastrukturen oder einem einzelnen Provider unabhängiges Langzeitarchiv als reinen Cloudservice realisieren. Durch den Einsatz von Big-Data-Datenbanken ließen sich auf lange Sicht zudem weitere Dienstleistungen anbieten, beispielsweise archivierte Daten analysieren.

Deepshore betont, dass es sich bei dem neuen System nicht um ein Archiv im klassischen Sinne handeln solle. Vielmehr stelle das Projekt einen zukunftsweisenden Datenservice dar, der GoBD-Anforderungen erfüllt und zudem als multifunktionsfähige, skalierbare und preiswerte Datenquelle innerhalb einer IT-Infrastruktur dienen könne.

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