Quantum DXi Deduplizierungs-Appliances im Praxiseinsatz

Lindner Group zentralisiert Backup & Recovery

| Redakteur: Tina Billo

Die Lindner Group führt weltweit Projekte rund um Isoliertechnik, Gebäudehülle oder Innenausbau wie hier in der Elbphilharmonie aus. Das massiv ansteigende Datenvolumen erforderte einen neuen, zentralen Datensicherungsansatz. Diesen realisierte das Unternehmen mit Quantum DXi Deduplizierungs-Appliances.
Die Lindner Group führt weltweit Projekte rund um Isoliertechnik, Gebäudehülle oder Innenausbau wie hier in der Elbphilharmonie aus. Das massiv ansteigende Datenvolumen erforderte einen neuen, zentralen Datensicherungsansatz. Diesen realisierte das Unternehmen mit Quantum DXi Deduplizierungs-Appliances. (Bild: Lindner Group)

Die international tätige Lindner Group replizierte in der Vergangenheit an ihren Standorten gesicherten Daten in die Unternehmenszentrale. Dort wurden sie in einer virtuellen Bandbibliothek und im Anschluss in einer physischen Tape-Library gespeichert. Da die Lösungen mit dem rasant ansteigenden Datenvolumen nicht Schritt halten konnten, entschied sich das Unternehmen für die Einführung von Deduplizierungs-Appliances.

Die 1965 gegründete Lindner Group mit Hauptsitz im bayrischen Arnstorf ist Hersteller und Bauspezialist für Gebäudehülle, Innenausbau und Isoliertechnik. Rund 7.100 Mitarbeiter weltweit arbeiten täglich an 2.500 Projekten in über 20 Ländern, zu denen beispielsweise der Innenausbau des Bundeskanzleramtes und der Elbphilharmonie oder der Wiederaufbau des Wembley-Stadions in London zählten.

In punkto Datensicherung ist ein Unternehmen dieser Größenordnung auf einen automatisierten, zuverlässigen Backup-Workflow angewiesen, mit dem sich die ständig wachsenden Datenmengen effizient beherrschen lassen.

Dezentrale Sicherung auf Band erwies sich als Schwachstelle

Die Lindner Group betreibt eine komplexe Serverinfrastruktur mit physischen und virtuellen Systemen auf Linux- und Windows-Plattformen. Jede Niederlassung ist mit einem Server ausgestattet, einige Großbaustellen verfügen zudem über eine eigene IT-Infrastruktur. In der Vergangenheit wurden die Daten an den einzelnen Standorten auf lokalen Bandlaufwerken gesichert. Dabei trat jedoch das Problem auf, dass ab und an die falschen Bänder eingelegt oder diese nicht gewechselt wurden - Datenverluste waren die Folge.

Daher beschloss die Lindner Group, das Backup zu zentralisieren. Die Daten der einzelnen Standorte wurden hierfür per Distributed File Systems Replication (DFSR) von Microsoft an die Konzernzentrale in Arnstorf übermittelt, dort mit Commvault-Software in eine virtuelle Bandbibliothek geschrieben und anschließend in einer physischen Tape-Library gesichert. Allerdings geriet die Kapazität der Systeme aufgrund der zunehmenden Datenmengen schon bald an Grenzen.

Deduplizierung ist zwingend

Die IT-Verantwortlichen von Lindner mussten daher eine neue Lösung finden, die mit dem aktuellen Datenvolumen zurechtkommt und künftige Kapazitätsanforderungen ebenso bedienen kann. Zum Funktionsumfang der neuen Systeme sollte daher in jedem Fall Deduplizierung zählen, um den verfügbaren Speicherplatz bestmöglich nutzen zu können.

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Wovon Lindner heute profitiert

Nach eingehender Evaluierung infrage kommender Lösungen entschieden sich die IT-Verantwortlichen von Lindner dafür, die DXi Deduplizierungs-Appliances von Quantum parallel zu dem bisher genutzten Backup-Verfahren im Testbetrieb einzusetzen. Einzelne Datensätze wurden zusätzlich auf einer DXi6700-Appliance gesichert, um einen Eindruck vom Deduplizierungsverhältnis und der Durchsatzrate zu gewinnen. Die Ergebnisse stellten das IT-Team zufrieden. "Vor allem die Deduplizierung und die Flexibilität bei der Erstellung virtueller Laufwerke überzeugte uns", so Florian Heindl, IT-Administrator bei der Lindner Group.

Bessere Kapazitätsauslastung

Infolgedessen entschied sich das Unternehmen zunächst für den Einsatz einer Quantum DXi6700. Um die wachsenden Datenmengen zu bewältigen und die daraus resultierenden Leistungsanforderungen zu erfüllen, kam kurz darauf noch eine DXi6900 hinzu.

"Dank der neuen Lösungen ist unser Festplattenspeicherbedarf von 2 Petabyte auf nur noch 150 Terabyte gesunken und die Kapazitäten der beiden DXi-Geräte sind noch lange nicht erschöpft", resümiert Heindl. Dies ermöglicht dem Unternehmen nun alle wöchentlichen und die letzten drei vierteljährlichen Sicherungen sowie das letzte jährliche Backup auf Festplatte aufzubewahren - das war mit der vorherigen Lösung nicht möglich.

Ausgelegt auf Wachstum

Lindner benötigte zudem eine erweiterbare Lösung, um dem aus der Einbindung neuer Standorte oder der Integration zugekaufter Unternehmen resultierenden wachsenden Datenvolumen begegnen zu können. Die Festplattenkapazität der Systeme sollte jederzeit skalierbar sein, so dass beispielsweise selbst zusätzliche ungeplante vollständige Backups nicht gleich den gesamten Speicherplatz belegen.

Für Notfälle gewappnet

Heute profitiert die Lindner Group von einem integrierten, zentralen Backup- und Disaster-Recovery- (DR) Prozess. Alle bis auf zwei Standorte, in denen noch lokal auf Band gespeichert wird, replizieren Daten in Echtzeit in das Rechenzentrum nach Arnstorf.

Dort werden sämtliche Sicherungen in die DXi-Appliances geschrieben - vollständige Backups an jedem Wochenende und differentielle Backups an jedem Wochentag - und parallel direkt auf Band gespeichert. Für zusätzlichen Schutz sorgt, dass die wöchentliche Bandsicherung an einem externen, geschützten Standort in einem Safe aufbewahrt wird.

Einfachere Backup- und Recovery-Prozesse

Der jetzt gewählte Ansatz gestaltet die Wiederherstellung von Daten deutlich einfacher und weniger zeitaufwändig als bisher: "Die Sicherung aller Daten auf Band, bedeutete früher, dass wir im Recovery-Fall erst die richtigen Tapes finden mussten", erklärt Heindl. "Mit den Quantum DXi Deduplizierungs-Appliances können wir nun die Backup-Daten vieler Monate auf Festplatte speichern. Ist der Zugriff auf diese erforderlich, werden sie nun zunächst vom DXi auf den jeweiligen DFSR-Server in Arnstorf zurückgespielt und dann über DFSR an den jeweiligen Standort übertragen. Dadurch stehen Mitarbeitern, gleich an welchem Standort sie tätig sind, jederzeit die zentral im Rechenzentrum gespeicherten Daten für ihre Arbeit zur Verfügung.

Auch die Performance der Lösungen erfüllte die Erwartungen. "Mit dem Einsatz der Quantum-Systeme erzielen wir heute eine bessere Backup-Leistung und können unser aktuelles Datenvolumen problemlos bewältigen", sagt Heindl.

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