Fujitsu Eternus DX600 S3 mit Extreme Cache im GKL-Rechenzentrum

Marktforscher GKL stellt strategisch wichtige Infos nun blitzschnell bereit

| Redakteur: Rainer Graefen

(Fujitsu)

Durch den Einsatz des Fujitsu Eternus DX600 S3 Speichersystems ist bei GKL Marketing-Marktforschung die Vision von Real-Time-Computing Wirklichkeit geworden.

Das Geschäftsfeld der GKL Marketing-Marktforschung (GKL) dreht sich um drei Buchstaben, mit denen praktisch jeder Verbraucher tagtäglich zu tun hat: Gemeint ist die EAN, die European Article Number, auch bekannt als Global Trade Item Number (GTIN). So lautet die offizielle Bezeichnung des „Strichcodes“ auf den Verpackungen von Waren aller Art.

Das Berliner Unternehmen GKL liefert Marktforschungsdaten von SB-Warenhäusern in Deutschland, wie etwa Preisinformationen. Je nach Branche, Produktkategorie und Kundenwunsch werden diese Erhebungen bedarfsgerecht in Datenbanken aufbereitet. Die Kunden der GKL – meist große Handelsunternehmen – nutzen diese Informationen für strategische Entscheidungen bzw. als Grundlage für Preisprognosen im Einzelhandel.

Die Herausforderung

Jahr für Jahr generiert die GKL gut 50 Millionen Datensätze, die nicht nur sicher auf einem Speichersystem liegen, sondern auch extrem schnell zugänglich sein müssen. Für die Erhebung hat das Marktforschungsunternehmen etwa 200 freie Mitarbeiter im Einsatz, die deutschlandweit mit Barcodescannern Wareninfos sammeln.

Die Einspeisung in die Datenbanken bei der GKL in Berlin erfolgt über UMTS. Pro Markt kommen so gut und gerne 20.000 bis 40.000 Preisdaten zusammen, was sich monatlich auf ein paar Millionen Datensätze summiert. In Puncto Zugriffszeit, Sicherung und Wiederherstellung werden somit höchste Anforderungen an ein Speichersystem gestellt.

„Unser Ziel war es, eine Storage-Umgebung zu finden, die es ermöglicht, Datenbankabfragen über 30 Millionen Datensätze in maximal einer halben Sekunde auszuführen“, verdeutlicht Robert Gallinat, CIO bei der GKL.

Ergänzendes zum Thema
 
Wunschziel: Echtzeit-Computing
 
Das Speichersystem DX600 bei der GKL

Die Lösung

Nach der Beratung durch den Fujitsu-Partner, PROFI Engineering Systems, orderte die GKL das größte Midrange-Modell: Im Rechenzentrum der GKL steht nun ein Eternus DX600 S3 Speichersystem, bestückt mit verschiedenen Plattenvarianten mit insgesamt 321 TByte Kapazität und mit 5,6 TByte Extreme Cache. Die bisherigen Server sind im Rahmen des Projektes ebenfalls abgelöst worden.

Kundenvorteile

Eine wichtige Dienstleistung der GKL ist die „Reinheit“ der ermittelten Daten, denn leider hat die EAN/GTIN-Kennzeichnung ihre Grenzen. „Der Barcode umfasst nur allgemeine Informationen über das Produkt, nicht aber den marktspezifischen Preis“, erklärt Robert Gallinat. „Diesen müssen unsere Mitarbeiter für die Datenerhebung in den Märkten händisch eintippen – und wir überprüfen diesen dann bei uns in der Zentrale.“

Je schneller die Datenbankabfrage läuft, desto schneller lassen sich potentielle Fehler aufspüren und korrigieren. Das Eternus DX600 S3 Speichersystem schafft dies hervorragend. Mit einem voll ausgebauten Extreme Cache über 5,6 TByte und schnellen Solid State Disks (SSDs) liegen die Zugriffszeiten nun bei 0,1 bis 1 Millisekunde.

„Das bedeutet, unser Speichersystem ist bei Datenbankabfragen so schnell, wie ein Mitarbeiter Zahlen in die Tastatur tippen kann bei der Überprüfung der Preisdaten“, so Gallinat. „Somit haben wir mit der Eternus DX600 S3 tatsächlich Rechenleistung in Echtzeit bekommen.“

Schneller Rebuild von zwei Terabyte

Diese überragende Performance schlägt sich auch in einem anderen Bereich positiv nieder. „Unser größter SQL-Server ist in der Vergangenheit einmal abgestürzt“, erinnert sich der CIO. „Dieses System verfügte über 2 Terabyte Daten, die wir komplett wiederherstellen mussten.“

Dies hat beim vorigen kleineren Speichersystem der GKL fünf Tage in Anspruch genommen. „Jetzt haben wir auf der Eternus DX600 S3 dieselbe inzwischen auf 2,4 Terabyte angewachsene Datenbank testweise wiederhergestellt – das dauerte weniger als zwei Stunden.“ Das bedeutet, dass die Eternus DX600 S3 mit 70 Gigabyte pro Minute gearbeitet hat.

Schnelles Backup dank SSD-Cache

„Laut Monitoring war der Controller da nur zu acht Prozent ausgelastet“, ergänzt Gallinat. Auch bei einer Komplettsicherung aller GKL-Daten liefert das neue Fujitsu-System beeindruckende Werte: „Bisher hat eine Vollsicherung bei uns 24 Stunden gedauert“, so der CIO. „Jetzt liegt dieser Vorgang bei drei Stunden und 20 Minuten.“

Insgesamt hat die GKL 24 schnelle 400-GB-SSD-Platten im Einsatz. Für weniger wichtige Daten beherbergt das Midrange-Speichersystem auch noch SAS und Nearline-SAS-Disks. Neben dem Hauptsystem existieren noch vier weitere Platten-Shelves. „Wir haben damit alle verfügbaren Speicherklassen abgedeckt“, berichtet Robert Gallinat. „Allerdings befinden sich 30 bis 40 Prozent der Daten ohnehin im voll ausgebauten Extreme-Cache-Bereich und sind damit im Millisekunden-Bereich abrufbar.“

Fazit

Innovativ ist die GKL übrigens auch in Sachen Energieversorgung. Auf dem Firmendach in Berlin-Pankow befindet sich eine Solarstromanlage, die das Rechenzentrum bzw. die USV-Module mit Eigenstrom versorgen.

Für Robert Gallinat hat sich die Investition in ein neues zentrales und hochperformantes Speichersystem absolut gelohnt: „Die Wiederherstellung von kompletten Datenbanken mit Millionen von Datensätzen ist seit dem Einsatz der Eternus DX600 S3 nur noch ein kurzer operativer Vorgang, über den wir uns keine großartigen Gedanken mehr machen müssen. Das ist ein echter strategischer Vorteil, den wir durch das Fujitsu-System gewonnen haben.“

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