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Erweiterte Storage Services Open Telekom Cloud mit neuem Release

Autor: Florian Karlstetter

Mit dem November-Release der „Open Telekom Cloud“ (OTC) können Kunden erstmals den Scalable File Service „Manila“ nutzen. Der OpenStack-native Dienst ähnelt einem Network Attached Storage und soll ebenso einfach handhabbar sein.

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Ab sofort live geschaltet: das neue Release der Open Telekom Cloud mit zahlreichen Updates.
Ab sofort live geschaltet: das neue Release der Open Telekom Cloud mit zahlreichen Updates.
(Bild: Deutsche Telekom)

Mehr Speicher, mehr Backup, jetzt auch mit dem Scalable File Service Manila. Das November-2017-Release der Open Telekom Cloud legt den Schwerpunkt auf die Storage Services. So war der Elastic Volume Storage (EVS) bislang in drei Leistungsklassen erhältlich: SATA, SAS, SSD.

Für höhere Anforderungen an die Performance gibt es jetzt für SAS und SSD jeweils eine „Boost“-Klasse. Mit den Boosts werden Datendurchsätze von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde, 30.000 IOPS und durchschnittliche Reaktionszeiten von 1 Millisekunde (SSD boosted) erreicht. Die Angebote richten sich an Nutzer, die extreme Anforderungen an Datentransfer-Geschwindigkeiten haben.

Neues gibt es auch beim „Volume Backup Service“: Waren seither nur Backups einzelner Volumes möglich, können über den „Cloud Server Backup Service“ (CSBS) nun komplette Server mit allen verbundenen Festplatten mit einem Klick gespeichert und wiederhergestellt werden.

Netzwerkspeicher Manila

Mit dem Scalable File Service führt die Open Telekom Cloud Manila ein, einen weiteren OpenStack-nativen Dienst. Manila ist ein Netzwerkspeicher, der so flexibel ist wie Object Storage. Er skaliert beispielsweise automatisch mit der eingelagerten Datenmenge, und zwar nicht nur hinsichtlich der Speichermenge - bis zu 10 Petabyte -, sondern auch hinsichtlich der Bandbreite (bis zu 2,5 Gigabit pro Sekunde).

Gleichzeitig soll Manila aber wesentlich performanter als Object Storage sein. Eine „höhere Intelligenz“ erlaube den Zugriff von verschiedenen Servern und ähnelt damit einem Network Attached Storage (NAS).

Updates gibt es auch beim Object Storage: Mit dem November-Release unterstützt der Dienst zwei API: die OpenStack-native „Swift“-API und „S3“.

Erweitertes Bare-Metal-Angebot

Auch im Computing-Segment gibt es eine grundlegende Änderung: So können Basis-Instanzen, „Flavors“, künftig nicht nur auf „Xen“, sondern auch „KVM“ als Hypervisor produziert werden. KVM soll hier deutlich performanter sein. „Advanced Flavors“ werden weiterhin auf Xen produziert.

Leistungshungrige Applikationen können sich auf neue Bare-Metal-Angebote freuen: drei neue Hauptspeicher (RAM)-Größen von 256 Gigabyte, 2 Terabyte und 4 Terabyte sowie 100 Gigabit pro Sekunde zwischen den Bare-Metal-Servern.

Dank Upgrades an der Virtual Private Cloud (VPC) können dort nun auch IPv6-Adressen angesprochen werden, wodurch auch Applikationen, die bereits solche Adressräume nutzen, auf der Open Telekom Cloud betrieben werden können.

Neue Sicherheitsfunktionen und ein Data Warehouse

Eine zusätzliche Sicherheitsschicht auf Hardware-Ebene kommt mit der Einführung von „Intel TPM“-Chips. Zeitlich limitierte Zugänge auf verschlüsselte Daten sind mit dem „Grant Master Key“ möglich. Dank Multi-Project im Identity and Access Management können verschiedene Nutzer beziehungsweise Projekte unterhalb eines Tenant gebündelt werden. Der Vorteil: Die genutzten Ressourcen sind technisch separiert, werden aber einem Vertrag zugeordnet, so dass die einzelnen Projekte als Ganzes zum Beispiel bessere Staffelpreise beim Object Storage erreichen können.

Ein Data Warehouse Service rundet die Palette der neuen Dienste im November-Release der Open Telekom Cloud ab: Über den Service können Daten aus verschiedenen Quellen gebündelt und so Auswertungen über Datensilos ermöglicht werden. Dabei werden die Originaldaten in eine Datenbank kopiert und in einem Datenmodell konsolidiert.

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Über den Autor

 Florian Karlstetter

Florian Karlstetter

Chefredakteur, CloudComputing-Insider