Praxis: Netapp StorageGRID stellt Content-Archiv

ProSiebenSat.1 wechselt von File- auf Objektspeicher

| Redakteur: Tina Billo

Mit dem Wechsel auf Netapp StorageGRID Webscale Appliances betreibt die ProSiebenSat.1 Produktions GmbH heute einen standortunabhängig nutzbares, skalierbares und performantes Speichersystem.
Mit dem Wechsel auf Netapp StorageGRID Webscale Appliances betreibt die ProSiebenSat.1 Produktions GmbH heute einen standortunabhängig nutzbares, skalierbares und performantes Speichersystem. (Bild: © ProSiebenSat1. Media AG)

Die ProSiebenSat.1 Produktion GmbH setzte für die Archivierung von Content in der Vergangenheit auf klassische Bandspeicherlösungen. Diese konnten jedoch mit den an Skalierbarkeit, Hochverfügbarkeit und schnelle Zugriffszeiten gestellten Anforderungen nicht länger Schritt halten. Daher entschied sich das Produktions- und Medientechnikunternehmen dafür, auf ein Object-Storage-System von Netapp zu wechseln.

Technische Innovationen und kreative Ideen für die Herstellung, Archivierung und multimediale Verbreitung von TV-Inhalten sind der Auftrag der ProSiebenSat.1 Produktion GmbH. Neben ihren Production, Content und Playout Services stellt sie zusätzlich die gesamte technische Infrastruktur für die ProSieben-Sat.1 Group zur Verfügung. Um den wachsenden

Für die Langzeitarchivierung der Inhalte benötigte dass Produktions- und Medientechnikunternehmen einen ortsunabhängig nutzbaren und performanten Storage. Dieser sollte darüber hinaus die Optimierung von Geschäftsprozessen rund um die Content-Logistik unterstützen können.

Datenaufkommen überfordert bandbasierte HSM-Lösung

Die Umsetzung von Digitalisierungsinitiativen und die ungebrochene Flut an zu bewältigenden Daten stellt fast alle Unternehmen derzeit vor große Herausforderungen, doch die Medienbranche ist hiervon mit am stärksten betroffen. Dies gilt auch für die ProSiebenSat.1 Produktion GmbH und gab den Ausschlag für die Entscheidung, das bestehende Content-System auf eine moderne, zukunftssichere Lösung zu migrieren.

Diese sollte das für die Speicherung von digitalen Inhalten genutzte bandbasierte HSM-System ablösen, dass aufgrund der zunehmenden Menge an Daten an seine Grenzen geriet. So entsprechen beispielsweise die Zugriffszeiten auf archivierte Daten nicht mehr den Vorstellungen, ebenso gestaltete sich der Managementaufwand immer komplexer und langwieriger.

Über NetApp Object Storage können die Mitarbeiter der ProSiebenSat.1 Produktion GmbH schnell sämtliche gespeicherten Inhalte abrufen.
Über NetApp Object Storage können die Mitarbeiter der ProSiebenSat.1 Produktion GmbH schnell sämtliche gespeicherten Inhalte abrufen. (Bild: © ProSiebenSat1. Media AG / Kalle Singer)

Ergänzendes zum Thema
 
Durch den Wechsel erzielte Vorteile

"Wir waren daher auf der Suche nach einer zukunftsfähigen Architektur für unser Content-Archiv", erklärt Lars Grenner, Solution Architect bei der ProSiebenSat.1 Produktion GmbH. "Die Entscheidung fiel schnell auf die Object-Storage-Technologie, aufgrund der zahlreichen Vorteile bei Performance, Skalierbarkeit und Kostenoptimierung. So erhöht sich zum Beispiel die Effizienz mit jedem zusätzlich angebundenen Rechenzentrum."

Neuland Objektspeicher-Technologie

Nach einem RFI-, PoC- und RFP- Prozess unter Teilnahme mehrerer Anbieter entschied sich das Unternehmen für die Netapp StorageGRID Webscale Appliance, da diese in der umfassenden Bewertungsmatrix am besten abschnitt. Gemäß Christian Humbold, Strategischer Einkäufer IT bei der ProSiebenSat.1 Media SE, fiel die Wahl jedoch nicht nur in Folge der technischen Funktionen auf die Lösung des Storage-Spezialisten. Sondern auch aufgrund des angebotenen Lizenzmodells und des verhandelten Preises.

Ausschlaggebend war zudem, Software und Hardware aus einer Hand zu erhalten sowie dass das von Netapp für StorageGRID verwendete S3-Protokoll bereits von vielen Anbietern zertifiziert ist. Dadurch lässt sich die Abhängigkeit von einem Anbieter, also ein "Vendor Lock-in", vermeiden.

ProSiebenSat.1 verfügt durch die Umstellung über eine erweiterbare und zukunftsfähige Lösung für die Langzeitarchivierung ihrer Mediainhalte.
ProSiebenSat.1 verfügt durch die Umstellung über eine erweiterbare und zukunftsfähige Lösung für die Langzeitarchivierung ihrer Mediainhalte. (Bild: Netapp)

"Da es sich bei Object Storage zum Zeitpunkt des Auswahl- und Installationsprozesses um eine relativ neue Technologie handelte, führten wir die Implementierung in enger Zusammenarbeit mit Netapp durch“, führt Lars Grenner aus. Dies war in sofern von Vorteil, da dadurch im engen Austausch ein vertiefender Wissenstransfer erfolgte.

Auflösung von Content-Silos

Die neue Archivierungslösung ist Teil der Einführung einer Unfied Content Platform (UCP), die der Archivierung, Logistik sowie Bearbeitung von Inhalten dient und die den kompletten Content Life Cycle begleitet. Zielt des Projekts ist, bisherige Content-Silos aufzulösen. Bislang mussten verschiedene Geschäftsprozesse wie Broadcast-Produktion, TV-Ausstrahlung, Marketing, Online-Bereitstellung oder Materialsichtung auf diverse Archive mit Video-, Audio- oder Bilddateien zugreifen. Diese Dateien waren nur mit begrenzten Informationen versehen, so dass die zusätzlichen Daten wiederum in anderen Dokumentenarchiven lagen.

Die neue Archivierungslösung ist ein Teil des Großprojektes "Unified Content Platform, kurz UPC.
Die neue Archivierungslösung ist ein Teil des Großprojektes "Unified Content Platform, kurz UPC. (Bild: © ProSiebenSat1. Media AG / Kalle Singer)

"Die Daten werden jetzt nicht mehr in Files, sondern als Objekte mit technischen Metadaten gespeichert, auch in verschiedenen Versionen und unveränderbar", erläutert Lars Grenner. "So können alle Unternehmenszweige, künftig auch andere unserer Gruppe zugehörigen Firmen, optimal und ohne zeitaufwändige Übersetzungsprozesse zwischen den Anwendungen auf alle Inhalte zugreifen. Die regelbasierte Replikation in zwei getrennte Rechenzentren gewährleistet höchste Ausfallsicherheit, außerdem ermöglichen die Appliances eine hohe lineare Skalierbarkeit des Grids."

Erweiterbare Architektur bis hin in die Cloud

Durch den Einsatz der S3-Schnittstelle als Quasi-Standard ist auch eine zukünftige Realisierung in der Cloud möglich. Während der Migration des über sechs Petabyte großen Archivs auf über 2.000 Festplatten von NetApp ist die Architektur jederzeit erweiterbar. Dank der Offenheit des Software-Defined-Ansatzes lässt sich auch mit x86-Architekturen und Hypervisor-Anbietern wachsen.Zudem verspricht der Einsatz der Object-Storage-Technologie eine Optimierung bei den Content-Logistik-Prozessen in Hinblick auf Performance und Betrieb.

"Mit NetApp Object Storage profitieren wir von nahezu unbegrenzter Skalierbarkeit, Hochverfügbarkeit, verbesserten Workflows und Business-Prozessen sowie höherer Performance. Zudem besitzen wir durch die Umstellung auf das S3-Protokoll einen zukunftssicheren Zugriff auf das Content Archiv", fasst Lars Grenner abschließend zusammen.

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