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Cloud Services im Enterprise-Umfeld - ein Marktausblick (Teil 1)

Public Cloud für Unternehmen: Darf's auch maßgeschneidert sein?

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Public Cloud von HP

Mit HP Cloud Compute, HP Cloud Object Storage und HP Cloud Content Delivery Network (CDN) stehen seit Mai 2012 die ersten Public-Cloud-Dienste von HP in einer Betaversion zur Verfügung; Rechenkapazität, Block Storage, Datenbank (MySQL) und die Bereitstellung von Inhalten (siehe Partnerliste für die einzelnen Services weiter unten).

Zum Start unterstützen bereits fast 40 Unternehmen die neuen HP Cloud Services. Dazu zählen Platform-as-a-Service-Partner sowie Anbieter von Speicher-, Management- und Datenbanken-Lösungen.

Auffällig dabei die Untersützung der Open-Stack Architektur für quelloffene Software. Dadurch will es HP seinen Cloud-Nutzern ermöglichen, zwischen verschiedenen HP-Services zu wechseln, etwa von der Private Cloud zur Public Cloud. Zudem sind die Kunden dann vom jeweiligen Anbieter unabhängig (kein Vendor-Lock-in), denn sie erwerben keine Lizenzen. HP plant offenbar einen Marktplatz für solche Partner-Services.

Ergänzendes zum Thema
Die verschiedenen Formen der Cloud

Ein Unternehmer, der seine IT standardisiert und konsolidiert hat, erlangt durch deren Virtualisierung bereits eine Private Cloud, also einen Ressourcenpool, der sich als Cloud Service bereitstellen lässt. Um zusätzliche Rechen- oder Speicherkapazitäten bei saisonaler Beanspruchung zu erhalten, kann er externe Services aus der Public Cloud für seine Infrastruktur anmieten und später wieder abkündigen. Diese Infrastructure as a Service (IaaS) ist der grundlegende Baustein der Service-Architektur einer Cloud. Storage und Computer sind die allgemein angebotenen Kapazitäten, die vor allem Entwickler, Testern und Hoster nutzen.

Platform as a Service (PaaS)

Die nächsthöhere Stufe im Cloud Stack bildet eine Platform as a Service (PaaS). "Eine PaaS", erklärt der renommierte Unternehmensberater Wolfgang Martin, "bietet eine auf die Cloud zugeschnittene Entwicklungsumgebung. Damit lassen sich Cloud-Services schnell und flexibel entwickeln." Beispiel hierfür wären Microsoft Windows Azure oder Google App Engine.

Software as a Service (SaaS)

Die oberste Stufe im Service-Stapel schließlich bildet Software as a Service (SaaS), wobei vorgefertigte Software-Services in der Cloud genutzt und abgerufen wird. Ein bekanntes Beispiel dafür sind Microsoft Office 365 oder Salesforce.com.

Public oder Private Cloud

Jeder Mittelständler muss für sich herausfinden, welche Kombination von Services aus diesen drei Schichten für ihn das richtige Leistungspaket darstellt. Wer auf Flexibilität in Funktionsbreite und Finanzierung setzt, ist mit der Public Cloud besser bedient als mit dem Aufbau einer individuellen private Cloud.

Die HP Cloud Services sind Teil des Converged-Cloud-Portfolios von HP. Abgerechnet werden die Public-Cloud-Services pro Stunde Nutzungsdauer. Der Kunde bezahlt eine Nutzungsgebühr, die je nach Ausstattung zwischen 0,04 und 1,28 US Dollar pro Stunde variiert.

Der Dienst "Cloud Compute" beispielsweise kostet den Nutzer in der Minimal-Konfiguration "Standard Extra Small" mit 1 GB RAM, einem virtuellen Kern und 30 GB lokalem Speicher exakt 4 US-Cent/h. Der Tarif "Standard Double Extra Large" mit 32 GB Arbeitsspeicher und acht virtuellen Kernen bei 960 GB Plattenspeicher schlägt mit 1,28 US-Dollar/h zu Buche. Object Storage ist extra zu bezahlen.

Folgende Unternehmen unterstützen bereits heute HPs Public-Cloud-Dienste:

  • Applikationen: Otopy, PXL, SendGrid
  • Datenbanken: CloudOpt, EnterpriseDB, Xeround
  • Entwicklung und Tests (R&D): SOASTA, Spirent
  • Verwaltung: BitNami, CloudSoft, enStratus, Kaavo, RightScale, ScaleXtreme, Smartscale Systems, Standing Cloud
  • Mobile: FeedHenry, Kinvey
  • Monitoring: New Relic
  • Platform as a Service: ActiveState, CloudBees, Corent Technology, CumuLogic, Engine Yard, Gigaspaces
  • Sicherheit: Dome9, SecludIT
  • Speicher: CloudBerry Lab, Gladinet, Panzura, Riverbed Technology, SMEStorage, StorSimple, TwinStrata, Zmanda
  • Technologie: Opscode, Zuora

Die Daten werden derzeit noch in US-amerikanischen Cloud-Rechenzentren von HP gespeichert. Künftig sollen die Cloud-Dienste aber weltweit ausgerollt werden und auch in europäischen und asiatischen Data Centers zur Verfügung stehen. Nach Abschluss der Betaphase sollen dann auch Dienstgütevereinbarungen (SLAs) vorliegen.

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