Mobile-Menu

Cloud Services im Enterprise-Umfeld - ein Marktausblick (Teil 1)

Public Cloud für Unternehmen: Darf's auch maßgeschneidert sein?

Seite: 4/4

Anbieter zum Thema

Virtual Private Cloud von IBM

IBM bietet in seinem Programm namens IBM SmartCloud den gewohnten Stapel aus IaaS, PaaS und mandantenfähige SaaS an, setzt aber noch einen drauf: Business Processes as a Service gehört zum Portfolio. Im Angebot sind laut Kurt Rindle, Cloud Portfolio Leader bei IBM Deutschland Geschäftsprozesse für Einkauf, Lohn- und Reisekostenabrechnung uvm.

Die IaaS umfasst System x, System i (AS/400), System z (Mainframe), Power Systems (mit POWER-CPU); hinzukommen jeweils passende Storage- und Netzwerkkomponenten, aber auch ein komplettes Security-Framework.

Die PaaS bietet dem Nutzer Entwicklungswerkzeuge und Auslieferungsplattformen wie Runtimes, Middleware usw. Die SaaS-Ebene schließlich weist die übliche Kernanwendungen wie etwa ERP, CRM und Fibu auf, weshalb die Ebene für BPaaS (Business Process as a Service) industrie- und branchenspezifische Prozesse aufweist.

IBMs SmartCloud-Angebote sind in erster Linie als Private Cloud konzipiert: Private Cloud, Managed Private Cloud (von IBM betrieben) oder Hosted Private Cloud (IBM-Infrastruktur wird von IBM betrieben). Doch es gibt eine weitere Option, die sich nur in einem Punkt von Amazons oder HPs Angeboten unterscheidet: "Die Virtual Private Cloud", erklärt Kurt Rindle, "ist praktisch eine Public Cloud, erfordert aber zusätzlich zur Kreditkartenzahlung noch einen Vertrag zwischen Kunde und IBM."

"Pay as you go"

In dem Vertrag werden dann die SLAs und Details festgehalten. Mit einem Cloud Simulator kann der Kunde vor dem Abschluss herausfinden, wieviel ihn welche Konfiguration kosten würde: Die Kenngrößen lauten "pay as you go" und "user hour". Der Preis liegt bei 0,34 $/User hour. In der Variante der SmartCloud Enterprise+ stehen alle Optionen als Managed Cloud bereit. Da IBM ein eigenes Cloud-Rechenzentrum in Ehningen bei Stuttgart betreibt, kann ein deutscher Nutzer, der verstärkt auf Compliance achten muss, auch eine Datenhaltung auf deutschem Boden nachweisen. Andere Unternehmen wie beispielsweise HP oder Oracle können dies zur Zeit noch nicht.

Public Clouds von Google, Microsoft und Oracle

Der zweite Teil des Beitrags Public Cloud Services mit Tücken und Mucken betrachtet die Angebote von Google, Microsoft und Oracle. Das klingt erst einmal nach wenig, doch ein näherer Blick offenbart, dass es sich hier um sehr umfassende Plattformen handelt.

* Der Autor: Michael Matzer ist Fachjournalist aus Waldenbuch bei Böblingen.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:35260270)