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Datenmanagement 2020 Quo vadis, Datenmarkt?

| Autor / Redakteur: Dirk Marichal* / Dr. Jürgen Ehneß

In den vergangenen Jahren und Monaten hat das Thema Datenmanagement im Storage-Umfeld immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dirk Marichal, EMEA VP of Sales bei Cohesity, hat drei Prognosen dazu, wie sich der Markt für Datenmanagement im kommenden Jahr entwickeln wird.

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Cohesity-Prognose: Smartphones halten Einzug ins Datenmanagement.
Cohesity-Prognose: Smartphones halten Einzug ins Datenmanagement.
(Bild: ©deagreez - stock.adobe.com)

Consumer-Tech kommt (endlich) auch im Datenmanagement an

Im Jahr 2020 wird das Thema „Consumerization of IT“, das wir seit langer Zeit beobachten, endlich auch im Dateninfrastrukturmanagement zum Alltag werden. Da das Risiko kritischer Datenprobleme weiter steigt, werden IT-Teams zunehmend auf Smartphone-Anwendungen angewiesen sein, um schnell und effektiv zusammenzuarbeiten und auf Probleme zu reagieren.

Sie bekommen mobilen Zugriff auf alle Instanzen von Daten On-Premises und in der Cloud und werden in der Lage sein, jederzeit den vollen Überblick über ihre Infrastruktur zu haben. Dadurch können sie vor allem im Falle eines möglichen Ausfalls oder eines Angriffs im Handumdrehen handeln.

Cloud oder On-Premises? Bis 2022 wird die „Was gehört wohin?“-Debatte beendet sein

Da der Markt für Public Clouds bis 2022 voraussichtlich auf 299,4 Milliarden US-Dollar wachsen wird, bleibt die Cloud definitiv ein zentraler Bestandteil der IT-Ausgaben von Unternehmen. Allerdings verfügen derzeit nur große Unternehmensorganisationen über die Ressourcen, um wirklich zu bestimmen, welche Workloads optimalerweise in der Cloud und welche besser vor Ort organisiert werden sollen.

Diese „Was gehört wohin“-Debatte wird 2020 weiter andauern, aber bis 2022 beendet sein. Nachdem die meisten Unternehmen einige Jahre lang mit einer hybriden Cloud-Strategie gearbeitet haben, sei es durch Datenanalyse oder Trial-by-Error, werden sie wissen, was wo am besten aufgehoben ist, und die überflüssigen Kosten für die Rückführung von Daten in die On-Premises-Infrastruktur nach einem Test in der Cloud eliminieren.

Ebenso werden Unternehmen die mit dem Eigentum von Daten verbundenen Verantwortlichkeiten besser verstehen, unabhängig vom Standort (vor Ort oder in der Public Cloud), und über die Datenschutzanforderungen umfassender Bescheid wissen. Mehr Erkenntnisse von Cloud-Providern und SaaS-Anbietern werden dieses erweiterte Geschäftsverständnis vorantreiben und das Potenzial der digitalen Transformation für Unternehmen jeder Größe wirklich freisetzen.

Der mangelhafte Umgang mit Daten wird 2020 mindestens ein Fortune-500-Unternehmen in die Schlagzeilen bringen

Jeden Tag erzeugen Millionen von Nutzern, Unternehmen und Regierungen eine enorme Datenmenge. Der Großteil dieser Daten stammt aus bisher ungenutzten, teilstrukturierten und unstrukturierten Informationen, die in Cloud- und Edge-Datenspeichern enthalten sind. Die mit Abstand größten Datenmengen werden dabei durch Bilder und Videos erzeugt, die eine große Menge an Informationen enthalten.

Die Daten, die von Maschinen, Datenbanken und Anwendungen erstellt werden, liegen jedoch volumenmäßig nicht weit zurück. Die Verwaltung dieser Datenflut stellt Unternehmen vor enorme Herausforderungen und birgt große Risiken. Beispiele für Bereiche mit einem enormen Gefahrenpotenzial sind etwa mangelnde Datensicherheit, Datenverlust, Ausfälle und Serviceunterbrechungen oder auch Compliance-Verletzungen, von denen wir heute alle wissen, dass sie zu Reputationsschäden und Kundenwut führen.

Dirk Marichal, EMEA VP of Sales bei Cohesity.
Dirk Marichal, EMEA VP of Sales bei Cohesity.
(Bild: Cohesity)

Bis Ende 2020 erwarten wir mindestens einen prominenten Zwischenfall im Zusammenhang mit mangelhaftem Management von Daten, der einen PR-Albtraum für ein Fortune-500-Unternehmen verursachen wird.

*Der Autor: Dirk Marichal, EMEA VP of Sales bei Cohesity

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