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SDS im Unternehmenseinsatz, Teil 5 Software-definierter Speicher mit Cohesity

Von Michael Matzer 4 min Lesedauer

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Cohesity verbindet Storage und Security in seiner Data Cloud. Die Lösung bietet flexible Einsatzoptionen: On-Premises, in der Cloud oder als SaaS. Mit skalierbarem Speicher, bedarfsgerechter Abrechnung und reduziertem TCO optimiert sie Kosten. Unveränderliche Dateien und unterbrechungsfreie Upgrades sollen hohe Verfügbarkeit und Datensicherheit gewährleisten.

Cohesitys Data Cloud vereint Speicher und Schutz in einer flexiblen Lösung. Ob vor Ort, in der Wolke oder als Service – das System soll mitwachsen, Kosten sparen und Daten stets verfügbar halten.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Cohesitys Data Cloud vereint Speicher und Schutz in einer flexiblen Lösung. Ob vor Ort, in der Wolke oder als Service – das System soll mitwachsen, Kosten sparen und Daten stets verfügbar halten.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Einer der führenden Storage-Software-Anbieter, der Storage mit Security fusioniert hat, ist Cohesity. Die verteilte Architektur der Cohesity Data Cloud vereint alle Dienste und lässt sich sowohl On-Premises und in der Cloud als auch als SaaS-Lösung (Software-as-a-Service) einsetzen, was die Betriebskosten (TCO) beträchtlich reduziert. Die CDP unterstützt das Scale-Out-Modell für Speicher und Pay-as-you-grow bei der Bezahlung. Um die Verfügbarkeit zu maximieren, unterstützt das verteilte Dateisystem (für Files und Objects) Resilienz durch unveränderliche Files sowie Konsistenz, während es zugleich störende Unterbrechungen bei Upgrades eliminiert.

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Einer der vielen Dienste, die auf der CDP aufsetzen, ist SmartFiles. Dieses Leistungsmerkmal vereint Lifecycle-Management, Ransomware-Schutz und Analytik unter einem Dach. Die Software-definierte Multi-Protokoll-Lösung für Files und Objekte ist auf die Konsolidierung von Datensilos, die Reduktion des Speicherplatzbedarfs (etwa durch Kompression und Deduplikation) und die Verwaltung unstrukturierter Inhalte (wie Audio-/Video-Files) und Daten von Applikationen ausgelegt, insbesondere in hybriden Umgebungen aus On-Premises- und Cloud-Ressourcen.

Angriffsfläche verkleinern

Integrierte Datenservices, Marketplace-Anwendung von Drittanbietern sowie Machine-Learning-gestütztes Datenmanagement, erweiterte Bedrohungsbekämpfung und vereinfachte Bedienung zeichnen SmartFiles aus.

Leistungsstarke Funktionen der CDP für den Datenlebenszyklus sollen die Angriffsfläche für Datenexfiltrationen verkleinern. Sie regeln beispielsweise, dass Daten nicht länger als nötig aufbewahrt werden. Zudem tragen benutzerdefinierte Sicherheitsrichtlinien dazu bei, unstrukturierte Daten vor unbefugtem Zugriff und Angriffen zu schützen. Daten werden durch Unveränderlichkeit (WORM, Object-Lock) geschützt.

SmartFiles bieten in der CDP eine einheitliche Lösung für Datei- und Objekt-Workloads mit nativer Unterstützung für NFS, SMB und S3, die eine breite Kompatibilität für Benutzer und Anwendungen gewährleistet, ob lokal oder in der Cloud. So etwa werden die dort gespeicherten Files komprimiert und dedupliziert, was 93 Prozent der Speicherkapazität freimachen soll, wie ein Analystenreport belegt. Zudem werden Dateien verschlüsselt und überwacht. Sowohl für Files als auch Objects kann Cohesity weitere Kriterien anlegen. Diese Attribute steuern das Verhalten des jeweiligen Datenobjekts hinsichtlich des Schutzes, der Auffindung (Detect) und der Wiederherstellung.

Mit der Version 7 der Cohesity Data Cloud wurden neue Funktionen zur Analyse und Visualisierung der Daten auf NAS-Systemen von Drittanbietern eingeführt. Diese Einblicke sollen Unternehmen dabei helfen, Daten in SmartFiles zu verlagern, um eine sichere Langzeitaufbewahrung und Unveränderbarkeit der Daten zu gewährleisten. Gleichzeitig sollen sie Kunden bei der Optimierung von Kosten und der Skalierung und Leistung der wichtigsten Anwendungen unterstützen.

Werden Daten von Drittsystemen in Cohesity SmartFiles importiert, erfolgt sofort ein automatisches Tiering, um Kosten zu optimieren. Das spart nicht nur den Einsatz von Drittlösungen, sondern unterstützt den Nutzer dabei, File-Daten auf transparente Weise von Tier-1-NAS-Geräten auf SmartFiles („Externe NAS Tiering“) auszulagern. Mithilfe von Richtlinien entscheidet der Nutzer über „kalte“, „warme“ oder „heiße“ Daten, um eine leichte Datenplatzierung auf den passenden Ebenen (Speicherklassen) und Clouds vorzunehmen (siehe auch unten: Stichpunkt „Heatmap“).

Compliance, Governance und Datensicherheit

Mit SmartFiles lassen sich die Anforderungen hinsichtlich Compliance, Governance und Datensicherheit zu erfüllen. Anpassbare Richtlinien schützen wichtige Objektdaten vor unbefugtem Zugriff und Angriffen durch übergreifende Zugriffskontrollen. Erweiterungen für die Objektsperrung erleichtern die Konfiguration der Unveränderbarkeit und der rechtlichen Verwahrung, was für die Vorgaben der DSGVO von Bedeutung ist.

Neu eingeführte Datenauswertungen ermöglichen tiefere Einblicke und Visualisierungen hinsichtlich der Datennutzung durch Anwender und Applikationen. Die Analysen und Visualisierungen zeigen daneben auch die „Datentemperatur“ auf einer Heatmap, Client-Verbindungen, Statistiken zur Datenreduktion (Kompression und Deduplikation) und so weiter.

Die CDP 7 soll eine Verringerung der Angriffsfläche erreichen. Sie tut dies auch durch erweiterte Plattform- und Workload-Unterstützung: Unternehmen können durch die Konsolidierung mehrerer Einzelprodukte ihre Angriffsfläche verkleinern. Entsprechend unterstützt die Version 7.0 nun AWS GovCloud zum Schutz von Zieldaten und Metadaten sowie weitere Speicherziele für die langfristige Aufbewahrung. Zu letzteren zählen Cloud Archive und Cloud Archive Direct. Organisationen, die darüber verfügen, sind dafür qualifiziert, AWS GovCloud als Ziel zu nutzen.

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Cohesity hat massiv in KI und Machine Learning investiert und unter anderem den Suchassistenten Cohesity Gaia vorgestellt. Der soll die plattformübergreifende Suche nach Sekundär- und Primärdaten durch Spracheingabe erleichtern. Das ist auch eine Methode, die Storage-Arbeit für die Kunden effizienter zu gestalten. Da Cohesity zum Jahresende 2024 einen Teil von Veritas übernommen hat, ist mit KI-Funktionen auch für NetBackup zu rechnen.

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Anwendermeinung

Clauger, ein Spezialist für industrielle Kühlung und Luftaufbereitung „hat sein Datenmanagement auf einer zentralen Cohesity-Plattform optimiert, und zwar nicht nur für Backup und Recovery, sondern auch für Dateien, Objekte und die Cloud, mit TCO-Einsparungen von mehr als 25 Prozent“, sagt IT-Manager Olivier Boute von Clauger. „Cohesity bietet uns mehr Geschwindigkeit und Effizienz. Unsere Dateisuchen, die früher bis zu 30 Minuten dauerten, werden jetzt zum Beispiel sofort ausgeführt.“

Analystenstimme

„Mit SmartFiles können Unternehmen ihre voraussichtlichen Gesamtspeicherkosten um bis zu 51 Prozent senken, verglichen mit dem Weiterbetrieb ihrer isolierten Speicherbereitstellungen“, beurteilt die Analystengroup ESG in ihrem oben erwähnten Bericht „Benefits of Managing Unstructured Data with Cohesity SmartFiles“ vom Januar 2023. Seitdem hat sich die CDP wesentlich weiterentwickelt.

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Mit der geeigneten Storage-Software kann sich ein Unternehmen einen Effizienzbooster ins Haus holen oder in der Cloud abonnieren. Dieser Booster steigert nicht nur die Performance der geschäftskritischen Anwendungen, sondern optimiert auch die Kosten der bereits installierten Speichersysteme.

Die Themen im Überblick:

  • Herausforderungen eines modernen Speichersystems
  • Methoden und Technologien effizienter Speichersysteme
  • Effizienter Speicher mit Pure Storage, AWS, Cohesity und Dell

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