NVMe-Speicher für Rechenzentren

Samsung stellt NF1-SSD mit 8 Terabyte Kapazität vor

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Rainer Graefen

Samsung kündigte eine 8-Terabyte-SSD im NF1-Formfaktor an.
Samsung kündigte eine 8-Terabyte-SSD im NF1-Formfaktor an. (Bild: Samsung)

Speziell für Rechenzentren ist Samsungs neue NVMe-SSD mit 8 Terabyte Speicherplatz konzipiert. Der Flash-Speicher nutzt dabei den neuen NF1-Formfaktor und soll sich vor allem für datenintensive Anwendungen eignen.

NF1 ist Samsungs hauseigene Bezeichnung für den Next Generation Small Formfactor (NGSFF), der zudem als M.3 bekannt ist. Diese Bauform entspricht in der Länge dem M.2-Standard, bietet aber durch mehr Breite genug Platz für Speicherchips in zwei Reihen. Auf diese Weise sind kompakte SSDs mit deutlich mehr Speicherkapazität als bisher möglich.

Samsung hat die NF1-SSD vor allem für datenintensive Analytics- und Virtualisierungs-Szenarien optimiert. Mit der Unterstützung des neuen Formfaktors unterstreicht das Unternehmen seine Strategie: „Wir werden weiterhin den Trend zu hochkapazitativen Rechenzentren und Enterprise-Systemen anführen, indem wir Storage-Lösungen mit unerreichter Leistung und Speicherdichte anbieten“, erklärt Sewon Chun, Senior Vice President des Memory Marketings von Samsung.

Technische Details

Die NF1-SSD nutzt 16 NAND-Packages mit je 512 Gigabyte Speicherkapazität. Ein Package besteht aus 16 Schichten, auf denen jeweils ein 3-Bit-V-NAND-Chip mit 256 Gigabit untergebracht ist. Eine Variante mit 512-Gigabit-Chips befindet sich bereits in Entwicklung. Mit gerade einmal elf auf rund drei Zentimeter benötigt der NF1-Speicher nur sehr wenig Platz. Samsung erwartet, dass die NF1-SSDs schnell die bisherigen 2,5-Zoll-NVMe-SSDs ersetzen, da sie rund dreimal so viel Speicherplatz in existierender Serverinfrastruktur ermöglichen.

Samsung setzt auf einen neuen High-Performance-Controller, der aber bislang nicht genauer spezifiziert wurde. Er nutzt 12 Gigabyte LPDDR4-DRAM als Cache und unterstützt NVM 1.3 sowie PCIe 4.0. Laut dem Hersteller werden Lesegeschwindigkeiten von bis zu 3.100 Megabyte pro Sekunde und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 2.000 Megabyte pro Sekunde erreicht. Die IOPS beziffert Samsung mit 500.000 beim wahlfreien Lesen und 50.000 beim Schreiben von Daten. Mit 1,3 DWPD („drive writes per day“) sollen die SSDs auch längerfristigen Einsätzen gewachsen sein.

Zu Preisen und Verfügbarkeit machte das Unternehmen noch keine Angaben.

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