Samsung SSD 860 Pro und 860 EVO

Schnelles SSD-Duo mit SATA-Schnittstelle

| Autor: Klaus Länger

Die beiden neuen SATA-SSDs von Samsung nutzen V-NAND mit 64 Layern als Speicher. Die 860 Pro und die 860 EVO sind mit bis zu vier TB Speicherkapazität verfügbar.
Die beiden neuen SATA-SSDs von Samsung nutzen V-NAND mit 64 Layern als Speicher. Die 860 Pro und die 860 EVO sind mit bis zu vier TB Speicherkapazität verfügbar. (Bild: Samsung)

Für SATA-SSDs gibt es immer noch eine große Nachfrage. Daher bringt Samsung mit der SSD 860 Pro und der 860 EVO zwei neue Modelle auf den Markt, die vor allem ausdauernder und langlebiger sein sollen als ihre direkten Vorgänger.

Bei SATA-SSDs ist inzwischen die Schnittstelle der limitierende Faktor. Das zeigen PCI-Express-SSDs mit NVMe-Interface, die etwa beim sequenziellen Lesen mehr als fünf mal so schnell sind. Aber längst nicht alle Rechner sind mit einer entsprechenden M.2-PCIe-Schnittstelle ausgestattet. Für PCs ohne NVMe oder als zusätzlichen schnellen Datenspeicher bringt Samsung zwei neue SSDs mit SATA 6 GBit/s auf den Markt. Die günstigere 860 EVO ist dabei eher für private Endkunden bestimmt, die 860 Pro auch für den professionellen Einsatz.

V-NAND mit 64 Layern

Bei beiden SSDs verwendet Samsung eine neue Generation des selbst entwickelten und hergestellten V-NAND-Speichers. Er besteht nun aus 64 Schichten. Bei den 850er-SSDs mit V-NAND Gen3 waren es noch 48. Der höher gestapelte Speicher erfordert auch einen neuen Controller. Dieser MJX-Controller soll zusätzlich für eine schnellere Kommunikation zwischen der SSD und dem SATA-Controller auf dem Rechner sorgen. Er kann dabei auf bis zu vier 4 GByte LPDDR4 als DRAM-Cache zugreifen.

Die 860 Pro und die 860 EVO unterscheiden sich in der Art der verwendeten Speicherzellen: Bei der Pro kommt 2-Bit-MLC-Speicher zum Einsatz, bei der EVO TLC-NAND mit drei Bits pro Speicherzelle. Den Geschwindigkeitsnachteil gleicht der Hersteller größtenteils durch die Intelligent Turbowrite-Technologie aus. Sie nutzt – je nach SSD-Kapazität – bis zu 78 GByte als Pseudo-SLC-Cache für eine Beschleunigung der sequenziellen Schreibvorgänge.

Daher gibt Samsung für die 860 EVO hier bis zu 520 MByte/s an. Die 850 Pro ist mit 530 MByte nur wenig schneller. Die Werte für das sequenzielle Lesen liegen 550 MByte/s für die EVO und bei 560 MByte/s für die Pro. Auch die Angaben für Random-Zugriffe unterscheiden sich kaum: Beide Modelle sollen hier etwa 100.000 IOPS beim Lesen und 90.0000 IOPS beim Schreiben liefern. Vor allem die Modelle mit vier TByte Kapazität laufen damit am Limit der SATA-Schnittstelle.

Höhere Haltbarkeit

Der wesentlichere Unterschied zwischen 2-Bit- und 3-Bit-MLC liegt in der höheren Zahl der Total Bytes Written (TBW), also der maximalen Datenmenge, die über die Lebensdauer der SSD hinweg geschrieben werden kann. Bei der 4-TByte-Variante der 860 Pro gibt Samsung einen TBW-Wert von 4.800 TByte an. Bei der 860 EVO liegt er bei 2.400 TByte.

Bei den Modellen mit niedrigerer Kapazität fällt auch der TBW-Wert entsprechend niedriger aus. Er liegt aber selbst bei der EVO noch über dem Vorgängermodell 850 Pro mit gleicher Kapazität. Die Garantiedauer beträgt bei der 860 EVO und der 860 Pro jeweils fünf Jahre. Bei der 850 Pro bekamen die Käufer noch zehn Jahre Garantie.

Verfügbare Modelle

Die SSD 860 Pro bietet Samsung ausschließlich im 2,5-Zoll-Format mit Speicherkapazitäten zwischen 256 GByte und 4 TByte an. Der Startpreis liegt bei 146 Euro (UVP). Die 860 EVO gibt es als als 2,5-Zoll-SSD mit Speichergrößen zwischen 250 GByte und 4 TByte sowie im M.2-Format mit SATA-Schnittstelle und als mSATA-Variante. Bei der M.2-Karte liegt die maximale Kapazität bei 2 TByte, die mSATA-Karte gibt es mit bis zu 1 TByte Speicherplatz. Als Einstandspreis für die 2,5-Zoll-Variante nennt der Hersteller 110 Euro (UVP). Alle Modelle sind ab sofort verfügbar.

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