Suchen

Software-Defined Storage auch für Entwickler und Testumgebungen Shared Storage für Hyper-V und ESXi mit StarWind Virtual SAN Free

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Dr. Jürgen Ehneß

Mit „Virtual SAN Free“ stellt der Anbieter StarWind eine Software-basierte Storage-Lösung zur Verfügung, die auch als Shared Storage, zum Beispiel für Cluster, verwendet werden kann. Die Lösung steht auch kostenlos zur Verfügung.

Firmen zum Thema

Mit der SDS-Lösung StarWind Virtual SAN Free können virtuelle Speichersysteme gebildet werden.
Mit der SDS-Lösung StarWind Virtual SAN Free können virtuelle Speichersysteme gebildet werden.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

StarWind Virtual SAN Free ist eine Lösung, mit der physische Laufwerke auf Servern in einem Cluster zu einem virtuellen Gesamtspeicher zusammengefasst werden können. Die Lösung funktioniert ähnlich wie Microsoft Storage Spaces Direct oder VMware vSAN.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 11 Bildern

Der Vorteil von Virtual SAN besteht darin, dass auch die kostenlose Version dazu in der Lage ist, Shared Storage für Cluster zur Verfügung zu stellen, auch in Produktionsumgebungen. Virtual SAN fasst dazu alle Laufwerke der Server zusammen und ermöglicht das Erstellen virtueller Datenspeicher. Dabei kann die Lösung den Zugriff auf die Datenträger durch das zusätzliche Verwenden von SSDs, von Flash und des Arbeitsspeichers als Zwischenspeicher beschleunigen. Die angebundenen Server verbinden sich anschließend mit iSCSI mit diesen Laufwerken. Hier wird auf die Bordmittel von Windows-Servern gesetzt.

Die kostenlose Version von Virtual SAN ist weder bei der Anzahl der Cluster-Knoten noch beim Datenvolumen eingeschränkt. Außerdem kann Virtual SAN auch mit ESXi/Hypervisor und Hyper-V Server 2016/2019 eingesetzt werden, um auch kostenlos hochverfügbare Umgebungen, Cluster und Software-Defined-Storage-Umgebungen darzustellen. Auch die kostenlose Version darf in der Produktion genutzt werden.

Die Verwaltung von Virtual SAN erfolgt in der grafischen Oberfläche. Bei der kostenlosen Version muss aber nach einem Testzeitraum von 30 Tagen auf die PowerShell gesetzt werden. StarWind stellt eine PDF-Datei mit den Unterschieden der kostenpflichtigen und kostenlosen Edition von Virtual SAN zur Verfügung.

Virtual SAN mit Hyper-V einsetzen

Virtual SAN kann auf Hyper-V-Servern installiert werden und auf dieser Basis den Storage auf den beteiligten Knoten zu einer hyperkonvergenten Umgebung zusammenfassen. Auch in konvergenten Umgebungen kann Virtual SAN eingesetzt werden. Die Technik kann auch auf der Standard-Edition von Windows Servern betrieben werden und auf Hyper-V-Server 2016/2019. Im Gegensatz zu Storage Spaces Direct in Windows Server 2016/2019 kann Virtual SAN auch auf mehreren Knoten betrieben werden, wenn die Standard-Edition zum Einsatz kommt. Unternehmen, die auf Windows Server 2016/2019 Datacenter setzen, können natürlich Storage Spaces Direct verwenden, wer aber auf der Suche nach einer Software-Defined-Storage-Lösung ist oder für eine Test- und Entwicklungsumgebung einen Cluster benötigt, ist mit Virtual SAN Free gut bedient. Dazu kommt, dass die Lösung weniger Ansprüche an das Netzwerk und die verbauten Datenträger stellt.

Auf diesem Weg kann zum Beispiel zusammen mit dem kostenlosen Hyper-V-Server 2019 und der kostenlosen Version VSAN Free ein hyperkonvergenter Cluster mit mehreren Knoten aufgebaut werden. Bezüglich Hyper-V besitzt die kostenlose Serverversion Hyper-V Server 2019 alle Funktionen, die auch Windows Server 2019 Datacenter bietet. Ideal ist eine solche Infrastruktur aber auch für Test- und Entwicklungsumgebungen.

Nach der Installation von StarWind erfolgt die Verwaltung des hyperkonvergenten Clusters mit der StarWind Management Console. Hier lassen sich in der grafischen Oberfläche weitere Server hinzufügen, aber auch zusätzlicher Datenspeicher. Die Verwaltung des Clusters erfolgt in der StarWind Management Console. Natürlich lassen sich die Server auch an Active Directory anbinden.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 11 Bildern

Virtual SAN in der Praxis

Nach der Installation von Virtual SAN auf den Knoten im Cluster werden in der Managementkonsole mit „Add Server“ zunächst die einzelnen Server als Knoten zu Virtual SAN hinzugefügt. Anschließend lassen sich in der Managementkonsole die virtuellen Datenträger erstellen. Dazu wird „Add Device advanced“ verwendet. Die Verbindung zu Windows erfolgt später über iSCSI, das iSCSI-Target wird in der Virtual SAN Management Console angelegt. Im Rahmen der Einrichtung eines Datenträgers können auch der Arbeitsspeicher des Servers und Flash-Speicher als Cache genutzt werden. Das funktioniert auch in der kostenlosen Version von Virtual SAN.

Der Datenspeicher wird anschließend in der Verwaltungskonsole angezeigt. Hier lassen sich anschließend die iSCSI-Ziele und Einstellungen definieren. Diese können wiederum mit herkömmlichen Mitteln über den iSCSI-Connector als Laufwerk angebunden werden. Die Verwaltung der Datenträger erfolgt in Windows anschließend über die Bordmittel, also mit der Datenträgerverwaltung und der Verwaltung angebundener iSCSI-Datenträger.

Nachdem die Server angebunden, die virtuellen Festplatten und die iSCSI-Ziele erstellt wurden, lassen sich diese an die Ziel-Server anbinden. Hier kann anschließend mit Bordmitteln die Erstellung von Clustern durchgeführt werden. Auch dazu werden die Bordmittel von Windows-Servern verwendet.

(ID:46579571)

Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist