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Gespeicherte Daten einsetzen – und gesetzliche Vorgaben einhalten So nutzen Unternehmen gespeicherte Kundendaten optimal für ihr Marketing

Von Marian Weiche

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Die Daten potenzieller Neukunden sowie von Bestandskunden sind für Unternehmen eines der wichtigsten Güter. Nicht zuletzt deshalb sammeln vor allem größere Unternehmen Daten in großer Menge. Sie nutzen spezielle Software und Tools, um die Daten der User zu speichern, sie auszuwerten und sie für ihre Marketingaktivitäten zu nutzen. Spezifische Marketingstrategien und Automationen helfen Unternehmen dabei, mit dem geringsten Aufwand die größten Ergebnisse zu erzielen.

Die Daten, die Kunden online hinterlassen, sind für Unternehmen eine wahre Goldgrube an Informationen.
Die Daten, die Kunden online hinterlassen, sind für Unternehmen eine wahre Goldgrube an Informationen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Welche Bedeutung haben Kundendaten für Unternehmen?

Jede Interaktion eines Users mit der Website, dem Online-Shop oder den Social-Media-Profilen liefert dem Unternehmen wichtige Daten. Dabei gibt es Daten, die für Unternehmen besonders wichtig und gehaltvoll sind, und solche, die eine geringere Bedeutung haben. Vor allem Daten zum Kaufverhalten im Bereich E-Commerce oder personenbezogene Daten sind für die Unternehmen wertvoll. Wichtig ist hier, dass User selbst proaktiv Daten hinterlassen und ihr Einverständnis geben, dass das Unternehmen diese sammeln und auswerten darf.

Auch indirekte Informationen wie Lieblingsprodukte, die Kaufhistorie im Online-Shop oder die Zeit, zu der der User regelmäßig auf der Seite ist, sind für Unternehmen wertvoll. Sie zeigen, worauf die User und Kunden Wert legen und wann sich Marketingaktionen besonders lohnen. All diese Daten machen Unternehmen sich zunutze, um ihr Marketing zu optimieren.

Automatisierte Marketingaktivitäten machen sich Datensätze zunutze

Sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich ist es für Online-Shops essenziell, Kundendaten zu nutzen, um das Marketing zu optimieren. Hier sind vor allem indirekte Daten gefragt, anhand derer sich zeigt, welche Produkte beliebt sind und wann viele User im Shop unterwegs sind. Eine E-Commerce-Marketingautomation hilft dabei, Kunden zu gewinnen und zu halten. Das Tool nutzt dabei die bereits genutzte Software, die Daten sammelt und auswertet, um Marketingstrategien zu erstellen und auszuspielen. Dabei gibt es verschiedene Tools und Möglichkeiten:

Newsletter

Ein besonders beliebtes Marketingtool im E-Commerce sind Newsletter. Sie sind autonom von großen Unternehmen die Meta und ermöglichen eine direkte Ansprache von Interessenten und Kunden. Wichtig ist, dass die Empfänger ihr Einverständnis gegeben haben, den Newsletter zu erhalten. Dann ist es möglich, das E-Mail-Marketing so zu optimieren, dass Kunden immer genau die Angebote und Informationen erhalten, die zu ihnen passen. Dafür wird die E-Mail-Adresse mit anderen Kundendaten verbunden. Kunden, die bestimmte Produkte kaufen, erhalten in der Folge Angebote mit passenden und ähnlichen Produkten.

E-Mail-Marketing

Auf Warenkorbabbrüche, Kündigung von Abonnements, Rabattaktionen und mehr können Unternehmen über E-Mail Automationen reagieren und eingehen. Bestimmte Kundengruppen erhalten dann zu vorab festgelegten Zeitpunkten bestimmte E-Mails mit den jeweiligen Informationen. Dafür sind keine manuellen Arbeitsschritte notwendig, wenn die jeweiligen Vorlagen vorab angelegt wurden.

Social-Media-Marketing

Organische Beiträge und bezahlte Anzeigen in den sozialen Medien erreichen dank spezifischer Kundendaten genau die richtige Zielgruppe. Die Auswertung der Daten von Bestandskunden grenzt die Zielgruppe für bestimmte Produktgruppen optimal ein und hilft dabei, Beiträge an die richtigen User auszuspielen. Auch das Timing ist hier entscheidend. Dabei läuft das Veröffentlichen vollautomatisch. Ein gutes Social-Media-Marketing ist heutzutage unabdingbar, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Darüber hinaus haben Unternehmen weitere Möglichkeiten, sich Datensätze für Marketingzwecke zunutze zu machen. Das ist abhängig davon, welche Zielgruppe sie bedienen und wo sie ihre Kunden finden.

Kundenbindung, Kundenservice und Produktentwicklung bestmöglich kombinieren

Die Auswertung und Verwendung von Kundendaten hat nicht nur direkt Effekte auf das Marketing. In einem E-Commerce-Unternehmen sind alle Prozesse eng miteinander verzahnt, um den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Das bedeutet, dass das Marketing direkten Einfluss auf viele weitere Unternehmensbereiche hat. Dazu gibt es im Folgenden drei Beispiele:

1. Marketing und Kundenbindung

Die Daten, die Kunden hinterlassen, zeigen auch, welche Marketingstrategien besonders gut funktionieren. Kommen Kunden vor allem über Links in Newslettern oder über Social-Media-Werbung in den Online-Shop? Welche Angebote werden gern genutzt, und wann findet ein Kaufabschluss statt? All diese Informationen zeigen, welche Strategien besonders wirksam sind, um die Kunden langfristig an das Unternehmen zu binden. Im Umkehrschluss zeigt sich allerdings auch, welche Marketing-Aktivitäten die Kunden eher dazu bringen, sich vom Newsletter abzumelden oder nicht mehr im Shop einzukaufen.

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2. Marketing und Kundenservice

Die Zufriedenheit der Bestandskunden ist wichtig, um neue Kunden zu gewinnen (Stichwort Mundpropaganda) und um die bestehenden Kunden zu binden. Ein guter Kundenservice gehört deshalb untrennbar zum Marketing. Wichtig ist dabei, die richtigen Kommunikationskanäle anzubieten und zu nutzen, sodass Kunden und Interessierte das Unternehmen schnell und einfach erreichen können. Die Analyse der häufigsten Anliegen zeigt, welche Informationen das Unternehmen bereitstellen muss, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

3. Marketing und Produktentwicklung

Kundendaten zeigen direkt, welche Produkte besonders beliebt sind und welche nicht. Das ist nicht nur für den Einkauf und die Lagerhaltung essenziell, sondern hilft auch bei Fragen der Produktentwicklung. Hierzu sind Umfragen, beispielsweise per E-Mail, hilfreich, um Kundenwünsche zu erfassen und diese auszuwerten. Neue Produkte ziehen wiederum neue Kaufinteressenten an und helfen dabei, am Markt erfolgreich zu bleiben.

Rechtlich abgesichert – personenbezogene Daten und Co.

Für Unternehmen ist es besonders wichtig, sich stets abzusichern. Vor allem im Umgang mit den Daten ihrer Kunden ist große Vorsicht geboten, da hier schnell Datenschutzregelungen verletzt werden können. Die sogenannten personenbezogenen Daten sind durch die DSGVO besonders geschützt. Zu diesen Daten gehören:

  • Klarnamen und Nicknames sowie Benutzernamen,
  • E-Mail-Adresse,
  • Adresse, Wohnort oder Teile davon,
  • Telefonnummern und
  • Geschlecht.

Sowohl direkte als auch indirekte Informationen, die Rückschlüsse auf die Identität eines Users zulassen, sind personenbezogene Daten. Umso wichtiger ist es, hier die jeweiligen gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Dazu gehört, nur die Informationen zu sammeln, die das Unternehmen wirklich benötigt, und sie nach der gesetzlichen Frist zu löschen. Außerdem muss die Software, die zur Speicherung verwendet wird, die Möglichkeit bieten, dass das Unternehmen die gespeicherten Daten dem User auf Verlangen zugänglich macht.

Ebenfalls zur rechtlichen Verantwortung gehört, dass Kunden einwilligen müssen, dass ihre Daten verwendet werden. Auch bei der Löschung muss das Unternehmen umsichtig vorgehen und sich an die gesetzlichen Fristen halten. In diesem strengen Rahmen ist es dann möglich, Kundendaten zur Marketingautomation zu nutzen.

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Die Anforderungen an die Datensicherung sind so hoch wie nie, und die Anzahl der Fälle, in denen ein Disaster Recovery notwendig ist, nimmt rasant zu. Was also gilt es beim Backup zu beachten?

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(Bild: Storage-Insider)

Die Hauptthemen des Kompendiums sind:

  • Storage Class Memory (SCM)
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  • As-a-Service-Modelle
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  • Business Continuity (BC)
  • Data Governance

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