Auf der jüngsten Technology-Live-Konferenz in München hat Tintri seine Produktionspläne für seine Storage-Plattform präsentiert. Des Weiteren stellte der dänische Cloud-Storage-Anbieter Keepit seine Lösung vor, und Pure Storage erklärte die Vorteile seiner Flash-basierten Geräte und Services.
Neben Tintri nutzten Keepit und der Speicherriese Pure Storage die Technology-Live-Konferenz in München als Plattform, um ihre Neuheiten und Pläne für die nächste Zukunft zu präsentieren.
Tintri setzt ganz auf AIOps, das heißt die KI-gestützte Automation zahlreicher Abläufe in seiner Storage-Lösung VMstore. Schon seit August 2023 verfügt VMstore über eine globale Kontrollebene (GCP), eine Data Plane, wird im RAM ausgeführt, ist unabhängig von einem bestimmten Hypervisor und lässt sich überall bereitstellen, sei es On-Prem, in einer Hybrid- oder Multi-Cloud. Kurzum: Eine Workload lässt sich auf mehreren Plattformen unabhängig vom jeweiligen Hypervisor bereitstellen und ausführen.
Bildergalerie
Die Tintri-Strategie ist auf eine „Global Workload Control Plane“ fokussiert. Die Sicht auf die einzelnen Ebene war bislang offenbar begrenzt, doch nun sollen einzelne VMs, Datenbanken (SQL) und vDisks erkennbar werden. So sollen die Ursachen für Engpässe und Flaschenhälse sichtbar werden. Die Analysefunktionen finden laut Hersteller die Ursache, die auf dem Dashboard angezeigt wird. Die automatische Engine sorgt dafür, dass Ressourcen entsprechend dem Bedarf in Echtzeit zugewiesen werden. Das ist besonders für den Betrieb und die Nutzung von Large-Language-Models (LLMs) wichtig, auf denen generative KI beruht. Für diesen Zweck führt das Tintri-Filesystem die verschiedenen Workloads nicht nacheinander, sondern parallel aus.
Tintri setzt nun ganz auf seine Cloud Engine (TCE), um die Effizienz von Hardware und Cloud-Services zu maximieren. Die TCE ist für die Bereitstellung bei Cloud-Providern gedacht, so dass sich mit dem Tintri Global Center sowohl Daten im lokalen Rechenzentrum als auch in der Cloud verwalten und schützen lassen. Die Kapazität ist aktuell auf 3,5 PB pro föderierte Umgebung begrenzt, aber diese Grenze soll verschoben werden. Künftig sollen Funktionen für den Betrieb einer Hybrid-Cloud hinzukommen, und Bereitstellungen auf VMC und Azure lassen sich künftig kombinieren, um den I/O pro Workload zu optimieren, erläuterte Senior Vice President Phil Trickovic, der aus den USA gekommen war. Mark Walsh aus dem EMEA-Vertriebsteam sekundierte ihm.
TxOS wird nun als Microservice ausgeführt, was die Bereitstellung in jeder Container-Architektur und als virtuelle Appliance erleichtert. Die Tintri Cloud Platform (TCP), die Tintri selbst betreibt, dient ausschließlich dem Management von VMs und LLMs. Der VMstore lasse sich aber auch in der Public Cloud betreiben, was ja für alle VMware-geschädigten Kunden eine gute Nachricht sei, so Trickovic. Ebenso lässt sich die Kubernetes-basierte Tanzu-App-Plattform weiter ausführen, denn Container werden ja weiterhin unterstützt.
Die VMStore Software Suite umfasst die Funktionen Analytics, SecureVM, SyncVM, Cloud Connector, ReplicateVM und VMScale-Out. Der Technikstapel beinhaltet natürlich auch KI-Funktionen.
All diese Neuerungen befinden sich derzeit in der Beta-Phase, sollen also binnen sechs Monaten allgemein verfügbar werden, so Trickovic. Er stellte zudem neue Modelle der Baureihe 7000 vor: 7040 unterstützt 2.500 VMs und 7.500 vDisks, 7060 bietet die doppelte und 7080 die dreifache Kapazität. Die Performance beginnt bei 300K IOPS, was sich auf 400K IOPS steigern lässt. Der Datendurchsatz lässt sich je nach Modell von 5,2 Gbps auf 5,6 Gbps steigern. Pro Gerät lassen sich 24 NVMe-Slots nutzen, so dass die effektive Speicherkapazität zwischen 53,5 und 645 TB liegen kann.
Keepit
Keepit ist eine dänische Datensicherungsfirma mit einer eigenen, herstellerunabhängigen Cloud. Mit der Keepit-Cloud-Infrastruktur lassen sich eine Reihe von verbreiteten SaaS-Anwendungen wie MS 365 sofort sichern. Da der Ransomware-Schutz auf der Technik des Hash-Baums basiert, soll das Sicherheitsniveau besonders hoch sein.
Mit der Keepit-SaaS-Anwendung lassen sich zahlreiche andere SaaS-Anwendungen sichern: EntraID (vormals Active Directory), Azure DevOps, Dynamics 365, Microsoft 365, Google Workspace, Power BI, Salesforce und Zendesk. Manche dieser Anwendungen legen keine Backups an, so etwa MS 365. Der Nutzer wird vom Dashboard darüber informiert, wann das nächste Backup erstellt wird.
Die erste Stufe der Sicherheit besteht darin, dass zwei Kopien eines Objekts in Rechenzentrum A und zwei in Rechenzentrum B sowie zwei Kopien in der unabhängigen Keepit-Cloud abgelegt werden. Die Cloud verhindert, dass alle Backups gleichzeitig gekapert oder unbefugt kopiert werden können.
„Bei uns gibt es keine Datenbank, sondern Metadaten im RAM, die dafür sorgen, dass alle Daten jederzeit abruf- und auffindbar sind“, erläutert CTO und Mitgründer Jakob Östergard. „Das ermöglicht beispielsweise, dass eine Wiederherstellung sofort möglich und feingranular ist.“ Kompression und Deduplizierung erfolgen automatisch. Durch diese effiziente Speicherung auf Festplatten mit 22 TB Kapazität sei die Datenhaltung nicht nur preisgünstig, sondern mit einer zweiten Ebene von Sicherheit und Hochverfügbarkeit realisierbar: RAID.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Östergard nimmt für Keepit in Anspruch, sein System sowie die Kundendaten seien gegen Ransomware resistent, denn die Objekte seien nicht nur AES-verschlüsselt, sondern auch unveränderlich. „Unsere Anwendung exponiert keine API, mit deren Hilfe Datenobjekte überschrieben werden könnten. Sie verwendet einen Blockchain-Algorithmus, der jeden Manipulationsversuch auf niedriger Ebene vereitelt. Jedes beliebige Datenobjekt ist gegenüber seinem Original unveränderbar.“ Keepit verfügt über eine Löschverzögerung, die für alle konfigurierten Backup-Verbindung gilt und mindestens einen Monat dauert. Sollte es also zu einer Ransomware-Attacke kommen, so sind die Kundendaten dennoch vor Datenverlust geschützt.
Die wiederholte Frage galt einem Thema der DSGVO, nämlich dem „Recht, vergessen zu werden“ oder auf Englisch „The right to be forgotten“ (RTBF). Östergard konnte demonstrieren, dass seine Software auch dafür entsprechende feingranulare Einstellungen aufweist.
Bildergalerie
Pure Storage
Pure Storage hatte nichts Neues zu zeigen, denn die großen Neuheiten kommen Mitte Juni auf der globalen Anwenderkonferenz. Markus Grau hatte dennoch jede Menge Fragen zu beantworten. Er ist Enterprise Architect bei Pure Storage in München und arbeitet für das Amt des jeweiligen CTO.
Die jüngste Marketingbotschaft seitens Pure ist der Aspekt der Nachhaltigkeit. Sie unterstreicht, dass die von Pure verwendeten Direct-Flash-Module (DFMs) eine höhere Speicherdichte aufweisen, so dass sie nicht nur platzsparend, sondern stromsparend arbeiten. Dadurch geben sie zudem weniger Hitze ab, was der Kühlung in einem Rechenzentrum zugutekommt. Es kann nachhaltig arbeiten. Die modularen, durch das Evergreen-Programm gelieferten Komponenten würden zudem die Menge des Elektroschrotts reduzieren.
Aktuelles eBook
Storage-Software als Effizienzbooster
eBook „Storage-Software als Effizienzbooster“
(Bild: Storage-Insider)
Mit der geeigneten Storage-Software kann sich ein Unternehmen einen Effizienzbooster ins Haus holen oder in der Cloud abonnieren. Dieser Booster steigert nicht nur die Performance der geschäftskritischen Anwendungen, sondern optimiert auch die Kosten der bereits installierten Speichersysteme.
Die Themen im Überblick:
Herausforderungen eines modernen Speichersystems
Methoden und Technologien effizienter Speichersysteme
Effizienter Speicher mit Pure Storage, AWS, Cohesity und Dell