Hyper-V und VMware

Virtuelle Festplatten reparieren

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Tina Billo

In Microsoft TechNet finden Administratoren Tools, mit denen sich virtuelle Festplatten reparieren lassen.
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In Microsoft TechNet finden Administratoren Tools, mit denen sich virtuelle Festplatten reparieren lassen. (Bild: Thomas Joos)

Wenn die Dateien von virtuellen Festplatten nicht mehr funktionieren, sind natürlich auch die virtuellen Server beeinträchtigt. Hier sind Programme und Tools gefragt, mit denen sich diese bei Problemen schnell und möglichst einfach reparieren lassen.

Administratoren, die virtuelle Festplatten in Hyper-V reparieren müssen, setzen am besten auf den Hyper-V-Manager oder konvertieren die virtuelle Festplatte in ein anderes Format. Bei diesem Vorgang werden eventuell vorhandene Fehler bereinigt. Wer virtuelle Festplatten auf Basis von VMware reparieren muss, kann auch auf das kostenlose Microsoft TechNet-Tool "Recover VMDK Data from VMware File" zurückgreifen.

Größe der virtuellen Festplatte anpassen

Ein Möglichkeit virtuelle Festplatten zu reparieren, besteht darin, ihre Größe anzupassen. Bei diesem Vorgang überprüfen VMware und Hyper-V die Struktur der virtuellen Festplatte und können diese teilweise wiederherstellen. Generell ist es jedoch vor jeglichen Reparaturversuchen ratsam, die virtuelle Festplatte in ein Verzeichnis zu sichern.

Reparatur in der PowerShell

Mit dem in erster Linie für die Reparatur von Storage Spaces entwickelten Tool CMDlet Repair-VirtualDisk lassen sich ebenfalls virtuelle Festplatten reparieren.

Das CMDlet steht aber nur in Windows Server 2012 R2 und Windows 8.1 zur Verfügung. Auch hier sollte vor dem Reparaturvorgang der virtuelle Server mit der defekten Festplatte heruntergefahren und die Systemdateien des virtuellen Servers, inklusive der defekten virtuellen Festplatte, darauffolgend gesichert werden.

Anschließend können Administratoren mit einer Kopie der virtuellen Festplatte und dem Tool CMDlet Repair-VirtualDisk einen Reparaturversuch starten. Die Syntax des Befehls ist:

Repair-VirtualDisk [-FriendlyName] <String[]> [-AsJob] [-CimSession <CimSession[]> ] [-PassThru] [-ThrottleLimit <Int32> ] [-Confirm] [-WhatIf] [ <CommonParameters>].

Konvertieren kann helfen

Mit dem kostenlosen Tool Starwind V2V Converter bietet Starwind Software ein Werkzeug an, mit dem sich virtuelle Festplatten in verschiedene Formate konvertieren lassen. Ist eine Festplatte defekt oder eine Datei korrupt, stehen die Chancen gut, das Problem zu beheben. Allerdings ist das nicht immer der Fall.

Grundsätzlich ist es vor Reparaturversuchen immer empfehlenswert, zunächst die originale Festplattendatei zu sichern. Denn ist eine Festplattendatei defekt, funktioniert möglicherweise auch das Konvertieren nicht. Generell besteht sogar die Möglichkeit, dass die Festplattendatei vollends zerstört wird.

Recover VMDK Data from VMware File

Müssen defekte VMware-Festplatten repariert werden, kann das Microsoft TechNet-Tool "Recover VMDK Data from VMware File" Hilfestellung leisten. Im ersten Schritt sollten Administratoren auch hier die virtuelle Festplatte sichern. Danach kann die Festplattendatei auf einen Windows-Rechner heruntergeladen werden.

Um VMware-Festplatten zu reparieren, müssen Administratoren das TechNet-Tool auf Ihrem Windows-Rechner installieren. Dieser Vorgang ist in wenigen Sekunden abgeschlossen. Um eine virtuelle Festplatte zu reparieren, wird die entsprechende Datei am besten mit dem vSphere-Client auf den Windows-Rechner heruntergeladen.

In der TechNet steht allerdings nur die Demo-Version zur Verfügung. Kann die virtuelle Festplatte mit dem Tool repariert werden, können Administratoren die Vollversion direkt aus der Anwendung heraus kaufen. Der Preis beträgt 99 US-Dollar.

SysTools Hyper-V Recovery

Die Entwickler des Tools zum Reparieren von virtuellen VMware-Festplatten, stellen mit SysTools Hyper-V Recovery auch eine Lösung zur Verfügung, mit der Administratoren virtuelle Festplatten auf Basis von Hyper-V reparieren können. Allerdings unterstützt das Werkzeug nur VHD-Dateien.

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