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Security-Pakete für Synology DSM VPN-Server mit Synology NAS

| Autor / Redakteur: Moritz Jäger / Peter Schmitz

Einen VPN-Server einrichten und administrieren gilt als kompliziert – Besitzer einer Synology-NAS können PPTP, L2TP, IPSec oder OpenVPN mit wenigen Klicks aufsetzen, konfigurieren und für ihre Nutzer anbieten.

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Mit einem VPN-Server auf dem eigenen Synology-NAS lassen sich Verbindungen aus öffentlichen Hotspots oder fremden Netzwerken vor Lauschern schützen.
Mit einem VPN-Server auf dem eigenen Synology-NAS lassen sich Verbindungen aus öffentlichen Hotspots oder fremden Netzwerken vor Lauschern schützen.
(Bild: Synology)

VPN-Verbindungen sind ein guter Schutz gegen Lauscher und ideal, um übertragene Daten in öffentlichen WLANs gegen Schnüffler zu schützen. Synology Netzwerkspeicher bieten den idealen Endpunkt, mit dem sich VPN-Server einfach einrichten und betreiben lassen. Die Installation erfolgt über das Paketzentrum von Synology.

Das Einrichten des VPN-Servers hat Synology dankenswert einfach gestaltet: Über die Einstellungen kann man die drei verschiedenen VPN-Typen PPTP, OpenVPN und L2TP/IPSec einrichten, wobei der Einsatz von PPTP aufgrund von Sicherheitslücken nicht mehr zu empfehlen ist. Die Konfigurationen der jeweiligen Typen sind simpel: Der Server muss aktiviert werden, Sie legen die dynamischen IP-Adressen, die Identitätsprüfungen, Verschlüsselung und etwaige geheime Schlüssel fest. Wichtig: Im Menüpunkt „Privileg“ legen Sie fest, welcher Nutzer welche VPN-Funktionen verwenden darf.

Der wichtigste Schritt folgt danach: Sie müssen im Router die Ports weiterleiten. Das Synology Betriebssystem bietet zwar mit EZ-Internet einen automatisierten Weg, im Test funktionierte die Automatisierung aber in Kombination mit einer FritzBox von AVM nicht. Der Synology-Server informiert sie genau, welche Ports die jeweiligen VPN-Systeme benötigen. Zudem empfiehlt es sich, eine feste IP zu nutzen – sollte Ihre IP wechseln, dann sollten sie einen dynamischen DNS-Anbieter verwenden. Der Eintrag muss im Router erfolgen, nicht auf der Synology-NAS.

Sobald der Server läuft, können Sie sich mit Notebooks, Desktops, Smartphones und Tablets auf den Server aufschalten. Sie benötigen dazu nicht zwingend alle drei VPN-Dienste. Um die Angriffsfläche zu minimieren, sollten Sie lediglich die Dienste aktivieren, die Sie auch nutzen. Im Test konnten wir erfolgreich mit Android 6.0.1 und Windows 10 auf den Server zugreifen und unsere Verbindung über den eigenen Server ins Web routen und Ressourcen im LAN nutzen.

Synology hat seinen VPN-Server für die aktuellste Version des DSM aktualisiert und dabei zugleich eine Reihe von Problemen behoben. Dazu gehörte etwa ein Verbindungsabbruch, wenn sich Android 6.0 Geräte mit dem System verbanden. Zudem kam es häufiger vor, dass DDNS-Adressen nicht korrekt aufgelöst wurden, wenn diese nach einem täglichen Update neu verbunden wurden. Anwender sollten den Server auf dem aktuellsten Stand halten, schließlich ist das System zwangsläufig von außen erreichbar und damit ein potentielles Angriffsziel.

Wie man den VPN-Server für Synology DiskStation Manager installiert, konfiguriert und optimal nutzt, sehen Sie in der untenstehenden Bilderstrecke.

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 Moritz Jäger

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IT Journalist