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Datenspeicherlösung von Nebulon Was ist Cloud-Defined Storage?

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber / Dr. Jürgen Ehneß

Cloud-Defined Storage ist eine Datenspeicherlösung des US-amerikanischen Unternehmens Nebulon. Es handelt sich um ein On-Premises installiertes Speichersystem, das Enterprise-Storage bereitstellt und über die Cloud gemanagt und konfiguriert wird. Wichtige Komponenten des Cloud-Defined Storage sind Services Processing Units (SPUs), die in den Servern installiert sind und an denen die Speichermedien angeschlossen werden.

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Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
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(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Cloud-Defined Storage ist die Bezeichnung einer Datenspeicherlösung des US-amerikanischen Unternehmens Nebulon, Inc. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Kalifornien. Die Lösung stellt On-Premises installierten, serverbasierten Enterprise-Storage zur Verfügung, der sich über die Nebulon-Cloud managen und konfigurieren lässt. Dadurch verknüpft Nebulon den Storage eines lokalen Rechenzentrums mit Cloud-Funktionalitäten. Zur Bereitstellung der Speicherlösung werden in den Servern spezielle PCIe-Karten, die sogenannten Services Processing Units (SPUs), eingebaut. Sie ersetzen die FC- oder RAID-Controller in den Servern und stellen die Verbindung zu Speichermedien wie SSDs her. Einsetzbar ist der Cloud-definierte Speicher von Nebulon für Anwendungen wie NoSQL-Datenbanken, hochverfügbare SQL-Datenbanken, containerisierte Anwendungen, Microservice-basierte Anwendungen oder Umgebungen mit Virtuellen Maschinen (VMs) und anderes.

Funktionsprinzip und Komponenten des Cloud-Defined Storage

Nebulon verbindet mit seiner Speicherlösung den Storage eines lokalen Rechenzentrums mit Cloud-Funktionalität und stellt leistungsfähigen Enterprise-Speicher bereit. Hierfür werden die Server mit speziellen PCI-Express-Karten ausgestattet. Diese Karten bezeichnet Nebulon als „Services Processing Units“ (SPUs). Sie entlasten die Server und übernehmen sämtliche Storage-Aufgaben. Über die SAS-Ports der Karten lassen sich Speichermedien wie SSDs anbinden.

Eine SPU-Karte ist mit eigenem Prozessor, Speicher und Betriebssystem ausgestattet. Der Server selbst muss keine Ressourcen für Aufgaben wie Verschlüsselung, Komprimierung, Datenspiegelung, Deduplizierung oder anderes aufbringen. Über einen Gigabit-Ethernet-Port stellt die SPU die Verbindung zur Cloud her. Mehrere Server können mit SPU-Karten als Cluster zu einem nPod verbunden werden.

Das Management der nPods und des Storage ist komplett in die Cloud ausgelagert. Die SPUs übertragen Informationen über den Storage in die Cloud, wo sie mit Künstlicher Intelligenz (KI) analysiert werden, um beispielsweise Fehler zu erkennen oder den Speicher vorausschauend instand zu halten. Auf den nPods lassen sich über die von Nebulon zur Verfügung gestellten Konfigurationstemplates Anwendungen wie die Container-Orchestrierung mit Kubernetes oder Umgebungen für Virtuelle Maschinen einrichten. Eine API ermöglicht die Automatisierung des Managements.

Einsatzmöglichkeiten des Cloud-Defined Storage

Cloud-Defined Storage bietet zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Unter anderem eignet sich die Speicherlösung für:

  • Anwendungen, bei denen eine Auslagerung der Daten in eine Public Cloud aufgrund gesetzlicher oder anderer Vorgaben nicht möglich ist,
  • Betrieb Coud-nativer, Microservice-basierter Anwendungen in eigenen Data Centern,
  • Betrieb von NoSQL-Datenbanken,
  • Bereitstellung hochverfügbarer SQL-Datenbanken,
  • Betrieb Container-basierter Umgebungen beispielsweise mit Kubernetes,
  • Betrieb virtualisierter Umgebungen beispielsweise mit VMware oder Hyper-V.

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