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„Saubere“ Daten Was ist Datenhygiene?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Die Datenhygiene umfasst fortlaufend durchgeführte Prozesse und Maßnahmen, um Daten zuverlässig und dauerhaft aktuell, fehlerfrei, vollständig und konsistent zu halten. Typische Maßnahmen der Datenhygiene sind beispielsweise das Bereinigen, Aktualisieren oder Deduplizieren von Daten. Ziel ist es, mithilfe sauberer Daten für effiziente und korrekte Abläufe zu sorgen und die richtigen datenbasierten Entscheidungen zu treffen.

Durch Maßnahmen zur Datenhygiene sollen Daten aktuell, fehlerfrei, vollständig und konsistent gehalten werden.(Bild:  KI-generiert)
Durch Maßnahmen zur Datenhygiene sollen Daten aktuell, fehlerfrei, vollständig und konsistent gehalten werden.
(Bild: KI-generiert)

Datenhygiene ist ein Begriff aus dem Bereich des Datenmanagements. Man versteht darunter die Prozesse und Maßnahmen, mit denen Daten „sauber“, das heißt aktuell, fehlerfrei, vollständig und konsistent gehalten werden. Dabei handelt es sich nicht um eine einmalig durchgeführte Tätigkeit, sondern um einen fortlaufenden Prozess.

„Verschmutzte“ Daten können an unterschiedlichen Stellen der Datenerfassung und Datenhaltung entstehen. Typische Ursachen sind beispielsweise doppelt erfasste Daten, falsche oder unvollständige Dateneingaben, veraltete Daten, fehlende Datenvalidierungen und Datenstandards oder mangelhaft synchronisierte Datenhaltungssysteme. Eine zunehmende Vielfalt an Datenquellen und kontinuierlich wachsende Datenmengen verstärken das Risiko des Auftretens unsauberer Datenbestände.

Der Begriff Datenhygiene wird nicht immer einheitlich verwendet. Oft kommt es zu einer Vermischung mit dem Begriff Datenbereinigung. Eine allgemeingültige Abgrenzung ist nicht möglich, da in der Praxis die Begriffe teilweise synonym oder mit unterschiedlichen Bedeutungsschwerpunkten verwendet werden. Ein wichtiger Unterschied zwischen Datenhygiene und Datenbereinigung besteht darin, dass es sich bei der Datenbereinigung um die konkrete Behebung von Datenfehlern und Ungenauigkeiten handelt, während die Datenhygiene die wiederkehrenden Prozesse und Maßnahmen zum dauerhaften Erhalt der Datenqualität umfasst. Die Datenbereinigung ist folglich eher die konkrete „Reparatur“ von Daten. Datenhygiene beinhaltet auch die dauerhaften Wartungs- und Qualitätsprozesse.

Was sind die Ziele der Datenhygiene?

Wichtigstes Ziel der Datenhygiene ist es, durch saubere Daten für eine hohe Qualität datenbasierter Entscheidungsprozesse zu sorgen und ineffiziente betriebliche Abläufe zu verhindern. Die kontinuierliche Ausführung der Prozesse und Maßnahmen der Datenhygiene verhindert, dass sich Unstimmigkeiten in den Datenbeständen über die Zeit ansammeln oder verstärken können.

Saubere Daten reduzieren das Risiko von Fehlentscheidungen, erleichtern Auswertungen, verbessern die Automatisierung, tragen zur Sicherheit sensibler Daten bei und unterstützen bei der Einhaltung von Datenschutzbestimmungen.

Die konkreten Vorteile einer guten Datenhygiene sind kurz zusammengefasst folgende:

  • genauere Datenanalysen,
  • weniger fehlerbehaftete Ergebnisse,
  • verbesserte datenbasierte Entscheidungsprozesse,
  • effizientere betriebliche Abläufe,
  • höhere Produktivität,
  • besserer Schutz sensibler Daten,
  • einfachere Einhaltung von Datenschutzvorgaben und anderen Vorschriften,
  • Verbesserung des Kundenservice und der Kundenerfahrung.

Was sind typische Maßnahmen der Datenhygiene?

Um die Daten dauerhaft und zuverlässig sauber zu halten, umfasst die Datenhygiene verschiedene Maßnahmen. Zunächst müssen klare Regeln zur Erfassung, Speicherung, Aufbewahrung und Löschung der Daten sowie zu deren Formaten festgelegt werden. Die erfassten Datenbestände werden kontinuierlich geprüft. Bei Unsauberkeiten erfolgen Maßnahmen wie das Beseitigen von Datenredundanzen, zum Beispiel durch das Entfernen doppelter Datensätze, das Ergänzen unvollständiger Daten, das Beseitigen von Dateninkonsistenzen, das Vereinheitlichen von Datenformaten, das Aktualisieren, Archivieren oder Löschen veralteter Daten, das Korrigieren falscher oder ungenauer Angaben oder das datenschutzkonforme Löschen nicht mehr benötigter Daten.

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