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Tipp: Hotfix gegen vier CVEs in Ceph-Diensten Ceph erzwingt neue CephX-Schlüsselrotation

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

Das Ceph-Projekt liefert zwei Hotfix-Versionen für vier Sicherheits­lücken. Squid 19.2.6 und Tentacle 20.2.4 beheben eine Authentifizierungs­lücke in CephX und drei Fehler in der S3-Schnittstelle. Der Fix bringt einen neuen Schlüsseltyp und verlangt eine Rotation der Cluster-Schlüssel.

Ceph schließt mit zwei Hotfixes vier Sicherheitslücken. Ein neuer Schlüsseltyp behebt einen Fehler in der Authentifizierung; Betreiber müssen dafür die Schlüssel ihres Speicherclusters rotieren.(Bild:  KI-generiert)
Ceph schließt mit zwei Hotfixes vier Sicherheitslücken. Ein neuer Schlüsseltyp behebt einen Fehler in der Authentifizierung; Betreiber müssen dafür die Schlüssel ihres Speicherclusters rotieren.
(Bild: KI-generiert)

Ceph verteilt Daten über viele Knoten und dient zugleich als Objektspeicher, Blockspeicher und Dateisystem. Das Projekt hat die beiden Hotfixes Squid 19.2.6 und Tentacle 20.2.4 veröffentlicht. Beide beheben vier CVEs in mehreren Komponenten und gelten als dringende Aktualisierung. Squid 19.2.6 ist die sechste Backport-Version der Reihe, Tentacle 20.2.4 die vierte. Das Projekt rät allen Betreibern zu einem schnellen Update.

Lücke in der Ceph-Authentifizierung

CVE-2025-30156 hebelt die Authentifizierung in CephX durch einen Fehlgebrauch von AES-CBC aus. Ein Angreifer kann damit die Prüfung der Anmelde­daten umgehen. Der Hotfix führt den neuen Schlüsseltyp aes256k ein und beseitigt die Ursache. Ceph erhält damit zum ersten Mal einen neuen Schlüsseltyp für die Anmeldung. Der Wechsel verlangt ein festes Verfahren zur Rotation der Daemon-Schlüssel. CVE-2026-39944 geht auf dieselbe Ursache zurück und betrifft die STS-Sitzungs­tokens im RADOS Gateway. Die Signatur­prüfung arbeitet dort unzuverlässig.

Fehler in RGW und Monitor

CVE-2026-54330 schwächt die Prüfung der SigV4-Signaturen im RADOS-Gateway. Das Gateway weist nun Sigv4-Anfragen ab, deren host- und x-amz-Header außerhalb des signierten Teils liegen. CVE-2026-50152 sitzt im Monitor, dessen Handler für Abonnements die Berechtigungen unzureichend prüft. Für den Config-Key-Store des Monitors kündigt das Projekt eine Anleitung zur Rotation aller Secrets an. Betreiber von cephadm-Clustern rotieren die betroffenen Schlüssel schon jetzt.

Warnungen bei der Schlüsselrotation

Das Update erzeugt sechs neue Warnungen und Fehler im Cluster-Status, die zum Vorgang gehören. Betreiber arbeiten sie während der Schlüsselrotation nacheinander ab. Mit cephadm läuft die Rotation bis auf die Client-Schlüssel automatisch. Der Vorgang dauert dabei länger als sonst, denn cephadm rotiert die OSD- und MDS-Schlüssel neu. Bei Rook rotieren einige Client-Schlüssel ebenfalls automatisch. Der Kernel-Client unterstützt aes256k ab Version 7.0, mit Backports für CentOS Stream 9 und 10. Vor der Rotation der Kernel-Client-Schlüssel müssen Administratoren die Unterstützung ihrer Distribution prüfen.

Fazit

Das Sicherheits-Update schließt vier Lücken in CephX, RGW und Monitor. Der neue Schlüsseltyp aes256k behebt die Ursache der Authentifizierungs­lücke und ersetzt das anfällige AES-CBC. Der Wechsel verlangt eine geplante Rotation der Cluster-Schlüssel und erzeugt vorüber­gehend neue Warnungen. Administratoren aktualisieren auf Squid 19.2.6 oder Tentacle 20.2.4 und arbeiten die Meldungen anschließend ab.

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