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Architekturkonzept Was ist eine Composable Disaggregated Infrastructure (CDI)?

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber / Dr. Jürgen Ehneß

Eine Composable Disaggregated Infrastructure ist ein Architekturkonzept zur Bereitstellung von IT-Ressourcen wie Computing, Storage und Networking. Es basiert auf der Virtualisierung von physischen Ressourcen. Diese werden disaggregiert und in Pools zusammengefasst. Aus diesen Pools lassen sich die jeweils benötigten Ressourcen Software-gesteuert dynamisch den Workloads zuweisen.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Die Abkürzung CDI steht für „Composable Disaggregated Infrastructure“. Es handelt sich um ein noch recht junges Architekturkonzept zur Bereitstellung von IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Storage und Networking. Anstatt die Ressourcen über physische Systeme wie einzelne Server direkt den verschiedenen Anwendungen und Workloads zur Verfügung zu stellen, werden die Systeme virtualisiert und die Ressourcen disaggregiert in logischen Pools zusammengefasst. Aus diesen Pools lassen sich dann die Anwendungen und Workloads bedienen.

Es entsteht eine frei konfigurierbare, Software-gesteuerte Infrastruktur. Sie ist fein skalierbar und stellt die benötigten Leistungen direkt zur Verfügung. Ressourcen lassen sich on demand dynamisch zuweisen oder freigeben, ohne das manuelle Konfigurationen oder Hardware-Arbeiten an den Systemen notwendig sind. Das komplette Rechenzentrum verhält sie wie ein virtueller Server, dessen Leistungen über Pools bereitgestellt sind.

Funktionsweise einer Composable Disaggregated Infrastructure

CDI basiert auf der Technologie der Virtualisierung. Allerdings werden nicht virtuelle Kopien physischer Server in Form von virtuellen Maschinen (VMs) erzeugt, sondern die Rechen-, Speicher- und Networking-Ressourcen der physischen Systeme virtualisiert und in abstrahierten Pools zusammengefasst. Hierbei handelt es sich um den disaggregierten Teil der Infrastruktur.

Aus diesen Pools werden den Anwendungen und Workloads die benötigten Ressourcen Software-gesteuert zugewiesen. Die Zuweisung ist flexibel und kann dynamisch erfolgen. Diese Art der Zuweisung wird durch den Begriff „Composable“ beschrieben. Nicht benötigte Ressourcen lassen sich wieder dem Pool zuweisen und stehen für andere Workloads zur Verfügung.

Vorteile der Composable Disaggregated Infrastructure

CDI bietet zahlreiche Vorteile. Die Infrastruktur verhält sich flexibel und agil. Werden Ressourcen für eine Anwendung oder einen Workload benötigt, müssen keinen neuen physischen Server installiert oder virtuelle Server konfiguriert werden. Die Ressourcen lassen sich quasi in Echtzeit direkt aus den Pools zuweisen. Nicht mehr benötigte Ressourcen lassen sich für andere Workloads verwenden.

Neue Anwendungen können binnen kürzester Zeit mit den benötigten Services bedient und realisiert werden. Die vorhandenen IT-Systeme werden effizient genutzt und Kosten für die Bereitstellung der IT-Ressourcen gesenkt. Durch das Software-gesteuerte Management der IT-Infrastruktur sind viele Aufgaben einfach zu automatisieren.

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