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Open-Source-Dateisystem Was ist OpenZFS?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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OpenZFS ist eine Open-Source-Implementierung des ursprünglich von Sun Microsystems für Solaris entwickelten Zettabyte File Systems (ZFS). Es vereint die Funktionalität eines Dateisystems und Volume-Managers. OpenZFS ist für verschiedene Betriebssysteme wie FreeBSD oder Linux verfügbar und kann sehr große Datenmengen verwalten. Darüber hinaus schützt es Daten vor Datenkorruption und bietet Funktionen wie Komprimierung, Verschlüsselung, Snapshots, Datenreplikation und vieles mehr.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

OpenZFS ist der Name einer Open-Source-Implementierung des Zettabyte File System (ZFS). ZFS wurde ursprünglich von Sun Microsystems für das Betriebssystem Solaris entwickelt. OpenZFS ist aus dessen offengelegten Quellcode zwischen 2006 und 2010 hervorgegangen. 2013 wurde das OpenZFS-Projekt gegründet, dessen Community seither für die Weiterentwicklung des Codes verantwortlich ist.

OpenZFS vereint die Funktionalität eines klassischen Dateisystems und eines Volume-Managers. Die Software steht unter Open-Source-Lizenz CDDL (Common Development and Distribution License) und unterstützt verschiedene Rechnerarchitekturen und Betriebssysteme wie FreeBSD, Linux oder OpenSolaris. Auch einige Betriebssysteme für Network Attached Storage (NAS) wie TrueNAS (ehemals FreeNAS) arbeiten mit der Open-Source-Implementierung von ZFS.

Eingesetzt wird OpenZFS sowohl für professionelle Anwendungen und Server in Rechenzentrumsumgebungen als auch auf Rechnern und Geräten für Privatanwender. Das Dateisystem ermöglicht die Verwaltung großer Datenmengen und bietet Funktionen zur Sicherstellung der Datenintegrität. Die aktuelle Version von OpenZFS ist die im Dezember 2023 veröffentlichte Version 2.2.2.

Merkmale und Eigenschaften von OpenZFS

Die physischen Datenspeichergeräte werden von OpenZFS zu einer logischen Einheit zusammengefasst, abstrahiert und als Speicherpool verwaltet. Der Speicherpool lässt sich einfach managen und unkompliziert mit weiteren Speichergeräten erweitern. Innerhalb eines Pools sind Dateisysteme flexibel erstellbar und können sich über mehrere physische Speichergeräte erstrecken.

OpenZFS ist ein transaktionales Dateisystem. Die transaktionalen Eigenschaften sorgen dafür, dass der Dateisystemstatus auf den Datenträgern konsistent bleibt. Copy-on-Write stellt sicher, dass beim Schreiben neuer Daten die vorhandenen nicht direkt überschrieben werden. Von den zu verändernden Daten erzeugt OpenZFS zunächst Kopien und schreibt erst dann die neuen Daten. Ein Stromausfall oder ein Absturz des Rechners können das Dateisystem nicht beschädigen, und die Integrität der Daten bleibt erhalten. Mithilfe von Prüfsummen und Selbstkorrekturfunktionen werden Datenfehler automatisch erkannt und repariert. Prüfsummen werden über Nutz- und Metadaten gebildet und in speziell dafür eingerichteten Bereichen gespeichert.

Zu den weiteren Merkmalen und Eigenschaften von OpenZFS zählen:

  • Verwaltung großer Datenmengen,
  • Unterstützung riesiger Dateisystem- und Dateigrößen,
  • einfache Skalierbarkeit der Speicherpools,
  • integriertes RAID-Z,
  • integrierte Datenkomprimierung,
  • Unterstützung Hardware-beschleunigter Datenverschlüsselung,
  • integrierte Datendeduplizierung,
  • Copy-on-Write-Snapshots und Cloning,
  • Unterstützung der Remote-Datenreplikation.

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