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Definition Virtual RAID on CPU Was ist VROC?

| Autor / Redakteur: Walter Schadhauser / Rainer Graefen

Software-RAID war schon früher eine Möglichkeit die teuren Hardware-RAID-Adapter zu umgehen. Nun bietet Intel mit VROC eine Variante an, bis zu 20 SSDs direkt auf der LGA2066-Plattform anzuschließen. Leider funktioniert das `Virtual RAID on CPU`-Konzept nicht mit beliebigen SSDs, sondern nur mit Intel- und ausgewählten Drittanbieter SSDs.

Intel VROC befähigt NVMe-SSDs zum Booten aus einer RAID-Konfiguration.
Intel VROC befähigt NVMe-SSDs zum Booten aus einer RAID-Konfiguration.
(Bild: Intel)

Wer sich einen Intel Prozessor Core i9-7900X mit 10 Kernen leisten kann, der weiß auch, was er mit den 44 PCIe-3.0-Lanes pro CPU anfangen soll. Die Grafikkarte belegt zwar schon 16 Lanes und für die 100 GBit-Netzwerkkarte sind auch 14 Lanes fällig. Trotzdem bleiben neben USB- und SATA-Inferface noch einige Lanes übrig.

Diese eignen sich für den Einsatz eines CPU-nahen RAID-0 NVMe-SSD-Verbunds, so dass auch größere Datenmengen innerhalb von einigen zig Mikrosekunden zur Verarbeitung bereitstehen. Der Trend bei SSDs zeigt inzwischen in Richtung 100 TByte, so dass mit dem virtuellen RAID nicht nur RAID-Controller entfallen können, sondern auch externe All-Flash-Arrays.

Für Anwender, die auf höher verfügbare Datenspeicherung angewiesen sind, ist ein optionaler Hardware-Stecker erforderlich, der als Lizenzschlüssel dafür sorgt, dass sich mit VROC auch RAID-0/1/10 (Standard-Schlüssel) und RAID-0/1/5/10 (Premium-Schlüssel) realisieren lassen.

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