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D2D-Systeme als Direktzugriffsspeicher
Hier wird kein Bandlaufwerk emuliert. D2D-Systeme arbeiten als Direktzugriffsspeicher und nicht sequenziell – das Gerät kann beispielsweise gleichzeitig mehrere Streams senden und empfangen oder individuelle Dateien wiederherstellen, ohne dass das ganze Backup-Volume durchsucht werden muss.
D2D ist so einfach einzusetzen wie eine Wechselfestplatte anstelle eines Bandes. Der Vorteil ist hier die Backup- und Wiederherstellungsgeschwindigkeit, wobei die Festplattenkassette wie ein Band gelagert oder offsite aufbewahrt werden kann.
Snapshot: Hier wird, in vorab festgelegten Intervallen, eine Kopie der Daten in Form einer Momentaufnahme angefertigt. Jeder Snapshot benötigt den gleichen Speicherplatz wie das Original, es sei denn, die Snapshots erfolgen differenziell (was einem inkrementellen Backup entspricht) oder eine Komprimierungs-, Datenreduzierungs- oder Deduplizierungs-Technik kommt zum Einsatz.
Differenzielle Snapshots sind ideal für Rollback
Differenzielle Snapshots sind ideal für Rollbacks und die Wiederherstellung von Dateien, können aber von einer ursprünglichen Kopie abhängig sein, sodass sie für ein Disaster Recovery weniger gut geeignet sind.
Viele NAS-Anbieter (Network Attached Storage) bieten Tools an, die ein Snapshot von Daten von einem NAS-Server oder Applikationsserver auf einen NAS-Server in einem anderen Wiederherstellungs-Standort ermöglichen.
In den vergangenen Jahren ist das Snapshot-Verfahren zunehmend unabhängiger von der Hardware geworden - ursprünglich war es eine interne Funktion eines Disk-Arrays oder eines NAS-Servers, zwischenzeitlich gibt es aber immer mehr Möglichkeiten, mit Software Snapshots zu erstellen.
CDP (Continuous Data Protection): Diese kontinuierliche Datensicherung wird manchmal auch als Echtzeit-Datensicherung bezeichnet. Sie erfasst und repliziert Änderungen auf Dateiebene zum Zeitpunkt des Geschehens, sodass bei einer einzelnen Datei oder in einem ganzen System die Uhr quasi auf jeden beliebigen Zeitpunkt zurückgedreht werden kann.
Die Änderungen werden auf Byte- oder Blockebene zusammen mit Metadaten gespeichert, die Informationen enthalten, welche Blöcke wie und wann geändert wurden. So ist oft keine Rekonstruierung der Datei für eine Wiederherstellung erforderlich - das CDP-System gibt einfach die Version, die zum jeweiligen Zeitpunkt existierte, zurück. Alle seitdem erfolgten Änderungen müssen auf andere Weise rekonstruiert werden, zum Beispiel über Journaling innerhalb der Anwendung.
Weiter mit: CDP setzt einen Direktzugriff voraus
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