Status quo beim Disk-to-Disk Backup Teil 1

Welche Vorteile hat ein festplattenbasierendes Backup gegenüber Tape?

27.07.2009 | Autor / Redakteur: Andrew Brewerton, Technical Director bei Bakbone Software / Nico Litzel

Andrew Brewerton, Technical Director bei Bakbone Software
Andrew Brewerton, Technical Director bei Bakbone Software

Die Backup-Technik ist stetigen und schnellen Änderungen unterworfen. Noch vor nicht allzu langer Zeit wurden bei einem Backup die primären Daten von der Festplatte auf Band kopiert – anfangs auf die beliebten Halbzoll-Bänder, dann auf verschiedene Typen von Magnetbandkassetten und Cartridges. Mittlerweile nutzen immer mehr Unternehmen für ihre Backups Festplatten – ein Prozess, der als Disk-to-Disk Backup oder kurz D2D bezeichnet wird.

Es gibt eine ganze Reihe von Gründen für den Umstieg auf Disk-to-Disk-Backups. Insbesondere sind die Anschaffungskosten von Festplatten dramatisch gefallen, während gleichzeitig die Kapazität schnell zugenommen hat. Auch verfügen Festplatten-Arrays über eine viel bessere Schreib-Lese-Leistung als Bandlaufwerke – was besonders bei Anwendungen wichtig ist, für die ein Backup angehalten oder offline geschaltet werden muss.

Bänder sind unpraktisch

Darüber hinaus ist die Arbeit mit Bändern wirklich unpraktisch, besonders wenn eine Cartridge erst herausgesucht, geladen und vollständig durchsucht werden muss, um nur eine einzige Datei zurückzuspeichern. Zudem können Tapes verloren gehen oder gestohlen werden.

Zwar ist eine Cartridge – obwohl sie häufig in einem klimatisierten Lagerraum aufbewahrt wird – immer noch die kostengünstigste und energiesparendste Möglichkeit für die Langzeitspeicherung von Daten, aber sie eignet sich eher für ein Archiv als für ein Backup.

Festplatten lassen sich hingegen auf vielfältige Art in den Backup-Prozess integrieren, von virtuellen Bibliotheken (VTL), über Snapshots bis hin zu einer kontinuierlichen Datensicherung (CDP). Jede Methode hat ihre Vorteile und eignet sich für bestimmte Anwendungen oder Anwenderanforderungen besonders gut. Es können auch mehrere D2D-Backupverfahren parallel genutzt werden, um unterschiedliche Wiederherstellungsanforderungen zu erfüllen.

Die Festplatte kommt auch in vielen anderen Formen der Datensicherung zum Einsatz, wie der Datenreplizierung und der Spiegelung. Es ist aber wichtig zu verstehen, dass das keine Backups sind. Replizierung und Spiegelung schützen vor einem Hardware-Ausfall oder vor Katastrophen, können allerdings nicht vor Datenverlust schützen, da sie keine Rollback-Möglichkeit bieten.

Weiter mit: Warum braucht man Backups?

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