Weil die Datenflut weiter exponentiell anschwillt, steigt auch die Zahl der Cloud-Storage-Anbieter an. Das erschwert es dem Interessenten, eine geeignete Auswahl unter den Dienstleistern zu treffen.
Welcher Cloud-Storage-Anbieter der passende ist, hängt von etlichen Kriterien ab. Unternehmen müssen zunächst ihren Bedarf klären.
(Bild: jahidsuniverse - stock.adobe.com)
Dieser Beitrag kann lediglich ein paar Kriterien nennen und nur eine winzige Auswahl an Anbietern nennen, die allerdings den Cloud-Markt weitgehend beherrschen.
Für die Auswahl des passenden Dienstleisters sollte der Interessent seinen Anwendungsfall und die damit verbundenen Workloads definieren. Sollen Block-, Datei- oder Objektspeicher genutzt werden oder alle drei? Jeder Workload entscheidet darüber, welche Dienste oder sogar Dienstleister zur Auswahl stehen. In Teil 2 dieser Artikelserie werden die drei Dienste beschrieben, wie sie bei AWS angeboten werden. Bei MS Azure und Google Cloud Platform sieht die Angebotspalette ähnlich aus. Der Interessent sollte insbesondere auf Backup/DR-Angebote und die damit verbundenen Preise achten. Im Folgenden werden weitere Anbieter vorgestellt.
VAST Data ist ein Storage-Anbieter, dessen Software auf Servern von Partnern wie Dell und in Rechenzentren von Dienstleistern wie HPE (Greenlake) implementiert wird, um bestimmte Workloads zu unterstützen. In den vergangenen zwei Jahren hat sich VAST Data stark auf KI-Workloads fokussiert, denn die Nachfrage ist seit November 2022 erheblich gestiegen, als OpenAI ChatGPT 3.0 allgemein verfügbar wurde. KI-Workloads lassen sich zudem skalierbar in Hybrid-Clouds (als Cloud-Burst-Funktion) und in Multi-Cloud-Umgebungen ausführen. Die Funktion „DataSpace“ aggregiert alle Speicherressourcen virtuell auf der VAST Data Platform (siehe Bild).
Mittlerweile hat VAST Data alle Komponenten seiner Datenplattform generalüberholt und auf KI-Workloads ausgerichtet: DataStore, DataEngine, DataSpace und DataBase.
(Bild: VAST Data)
„Angenommen, wir sprechen von Objektspeicherdiensten, die von und bei einem Cloud-Anbieter gehostet werden“, ist nach Ansicht von Sven Breuner, Field CTO International bei VAST Data Folgendes zu beachten: „Im Vergleich zu einem lokalen All-Flash-NAS wird Cloud-Speicher viel langsamer bereitgestellt – aufgrund der Einschränkungen der Netzwerkverbindungen zwischen dem Kunden und dem Cloud-Anbieter: Entfernung ist gleich Latenz; und manche Kunden können sich mehrere Internetverbindungen mit 100 Gbit/s nicht leisten.“
Aus dieser Aussage lässt sich der Schluss zu ziehen, dass in einer zunehmend vernetzten und digitalisierten Welt gerade diese Latenzzeiten an Bedeutung gewinnen. Für manchen kleineren Kunden empfiehlt sich daher das NAS-Modell, wohingegen sich für große Organisationen positive Skaleneffekte ergeben, wenn sie die passenden Speicherklassen im Cloud-Storage wählen.
Verwaltung eigener globaler Speicherressourcen
Hammerspace orchestriert mit seiner Storage-Software globale Dateitransfers und -ressourcen, was für globale Organisationen wie etwa Konzerne wichtig ist. Der US-Anbieter hat jüngst bei seinen Kunden zudem herausgefunden, dass teurer NVMe-Speicher in Storage-Silos steckt und zu wenig genutzt wird, so etwa in Nvidias DGX- und HGX-GPU-Appliances. „Heutige GPU-Server weisen 60 bis 500 TB Speicher auf, und nächstes Jahr sind 2 PB pro Server möglich“, berichtet Marketingleiterin Molly Preston. „Solche externen Speichersysteme verbrauchen eine Menge Energie und kosten viel, bis sie sich amortisiert haben.“ Man könnte sie daher effizienter nutzen.
Die jüngste Version 5.1 der Hammerspace-Software (vom November 2024) soll diese Mengen ungenutzten Speichers lokalen Nutzern zugänglich machen, so dass sie ihn sich teilen können. Version 5.1 transformiert den NVMe-Storage in sehr schnellen gemeinsamen Storage der Ebene 0, der in Mikrosekunden arbeitet. (Ebene 1 arbeitet mit Millisekunden, Ebene 2 mit Sekunden, ein Archiv mit Minuten.)
Die Einsparungen sind in einem Rechenzentrum schnell spürbar: GPU-Nutzung, Amortisation, Kapazität, Energie, Platz, Zusatz-Hardware – alles ist betroffen. Weitere Verbesserungen in v5.1 betreffen die Nutzung von GPUDirect, die S3-API-Nutzung sowie die Protokolle SMB und NFS, die nun austauschbar genutzt werden können, um Files- und Objektspeicher zu unterstützen.
Die Supercloud
Der jüngste Trend in Sachen Cloud Storage sind Storage-Cloud-Sites, die sich bei mehreren Anbietern befinden, die sich aber mithilfe einer Datenmanagement-Plattform wie etwa von Vawlt zusammenfassen und nutzen lassen, als befänden sie sich im eigenen Haus. Knackpunkte sind Sicherheit, Datenschutz und Latenzzeit.
Stand: 08.12.2025
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Der portugiesische Multi-Cloud-Storage-Anbieter Vawlt verwaltet DSGVO-konform lediglich die Kontrollschicht auf seinen eigenen Servern, während Kundendaten und Metadaten auf die Kapazitäten zahlreicher anderer Cloud-Storage-Anbieter gespeichert werden. Die Liste dieser Anbieter umfasst die üblichen Verdächtigen wie etwa AWS, IBM Cloud, GCP, Oracle, OVHCloud, Microsoft Azure, Backblaze und Wasabi. Diese Liste ist kürzlich in Version 3.1 um Tencent und IDrive erweitert worden.
Vawlt bietet „Supercloud“-Storage, das öffentliche und private Clouds sowie On-Prem-Speicher umfassen kann. Die logische Aggregation von Speicher führt zu mehreren Vorteilen, wie etwa Datenmanagement, Ausfallsicherheit sowie Unabhängigkeit auf Cloud-Ebene, Datenhoheit, Sicherheit und vor allem Kostenkontrolle: Vawlt wählt jeweils immer den kostengünstigsten Speicher für die laufende Arbeitslast. CEO Ricardo Mendes sieht die Stärke seiner Lösung im Bereich der Langzeitspeicherung, da hier die Vorteile der Lösung „am stärksten zum Tragen kommen“.
„Pure Storage Evergreen//One bringt mit einem einzigen Abonnement für Innovation die betriebliche Agilität der Cloud zu lokalen Anwendungen und dieselbe Sicherheit und Ausfallsicherheit wie bei Bare Metal in die Public Cloud“, erläutert der Hersteller.
Evergreen//One bietet ein einziges Abonnement für alle Datei-, Objekt- und Block-Storage-Anforderungen (einschließlich Wartung und Upgrades) lokal, in einer Colocation-Einrichtung, an einem MSP/GSI-Standort und in der Public Cloud mit Pure Cloud Block Store für AWS und Azure.
Evergreen//One ist optimiert für OPEX1-All-Flash-STaaS für E/A-intensive Anwendungen – Nutzer erhalten die physischen (!) Flash-Arrays, zahlen aber nur für den tatsächlich genutzten Storage. Das Programm bietet AIOps-gesteuertes Management, vorausschauende Analysen, Erkenntnisse und proaktive Maßnahmen sowie Bewertungen für Energieeffizienz und Datenschutz mit Pure1.
einen Kundenerfolgsmanager, der von der Logistik und Installation bis hin zu Schulung, fortlaufender Funktionseinführung und Wertrealisierung für eine erstklassige Kundenerfahrung sorgt,
Premium-Support einschließlich proaktivem Support mit vorausschauenden Analysen, einer Rund-um-die-Uhr-Hotline und 15-minütiger Reaktionszeit
und schließlich automatisierten Datenschutz durch Snapshots, Hochverfügbarkeits-Clustering und Disaster Recovery.
„Pure Storage ist der einzige Anbieter auf dem Markt, der gleichzeitig SLAs für Performance, Betriebszeit, keinen Datenverlust, Pufferkapazität, keine geplanten Ausfallzeiten, keine Datenmigration, Energieeffizienz und die Wiederherstellung nach Ransomware garantiert“, so der Hersteller auf seiner Webseite. „Unsere SLAs werden durch echte Verpflichtungen gestützt, einschließlich Servicegutschriften bei Verstößen und erforderlichen Abhilfemaßnahmen.“
Aktuelles eBook
NAS oder Cloud-Storage?
eBook „NAS oder Cloud-Storage?“
(Bild: Storage-Insider)
Eine der zentralen Fragen für nahezu alle Unternehmen lautet: Wohin mit den großen Datenmengen? Unser neues eBook vergleicht Vor- und Nachteile von NAS-Geräten und Cloud-Speicherlösungen. Diese unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht, sei es bei der Skalierbarkeit, Daten- und Zugriffssicherheit und Compliance – doch der Nutzer sollte sich stets die Frage stellen: „Für welche Anwendung benötige ich diesen oder jenen Speichertyp?“