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Tipp: Verschlüsselte Datenübertragung zwischen zwei Computern mit Magic Wormhole Wormhole-Codes sichern direkten Dateitransfer

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Magic Wormhole verbindet zwei Rechner über ein kurzes Codewort und schiebt Dateien, Ordner oder Textschnipsel verschlüsselt von einem Ende zum anderen. Das Kommandozeilen-Tool kommt ohne Benutzerkonto, ohne Cloud-Speicher und ohne dauerhafte Infrastruktur aus.

Mit Magic Wormhole lassen sich Dateien und Ordner verschlüsselt zwischen zwei Computern transportieren.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Mit Magic Wormhole lassen sich Dateien und Ordner verschlüsselt zwischen zwei Computern transportieren.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Magic Wormhole stellt eine Programmbibliothek und das Kommandozeilen-Tool „wormhole“ bereit, das beliebig große Dateien und ganze Verzeichnisse zwischen zwei Computern transportiert. Brian Warner präsentierte das Projekt 2016 auf der PyCon; der Code steht unter MIT-Lizenz und zählt rund 22.600 Sterne bei über 80 beteiligten Entwicklern. Die Software läuft ab Python 3.10 und liegt in den Paketquellen zahlreicher Betriebssysteme.

Codewörter aus einer Wortliste

Den Kern bildet ein kurzes Codewort, das die Software auf der sendenden Seite erzeugt und anzeigt. Der Empfänger tippt dieselbe Zeichenfolge ein, eine Tab-Vervollständigung ergänzt die Wörter nach wenigen Anschlägen. Die Codes stammen aus einer phonetisch eindeutigen Wortliste, bleiben dadurch einfach und lassen sich am Telefon oder im Chat weitergeben. Jeder Code gilt nur für eine einzige Übertragung und muss nicht gemerkt werden.

Schlüsselaustausch nach dem SPAKE2-Verfahren

Hinter dem kurzen Codewort arbeitet ein Password-Authenticated Key Exchange (PAKE). Magic Wormhole setzt auf den SPAKE2-Algorithmus und leitet aus dem kurzen Passwort mit geringer Entropie einen starken gemeinsamen Schlüssel ab. Mit diesem Schlüssel verschlüsseln beide Seiten die übertragenen Daten. Das Verfahren tauscht Interaktion gegen den Schutz vor Offline-Angriffen; ein abgefangenes Codewort allein gibt einem Angreifer keinen Zugriff auf den Inhalt.

Mailbox-Server und Transit-Relay

Für den Verbindungsaufbau nutzt das Tool zwei getrennte Server. Über einen Mailbox-Server tauschen die Endpunkte die ersten PAKE-Nachrichten und weitere kleine Steuerdaten aus. Die eigentliche Nutzlast läuft über ein Transit-Objekt, das zunächst eine direkte TCP-Verbindung zwischen Sender und Empfänger aufzubauen versucht. Scheitert der direkte Weg, schalten sich beide Seiten auf ein Transit-Relay, das zwei TCP-Sockets zusammenführt und den Datenstrom durchreicht. Für große Datenmengen und Streams steht das Dilation-Verfahren bereit, auf dem zum Beispiel das Projekt Fowl aufsetzt.

Fazit

Magic Wormhole löst den einmaligen Dateitransfer zwischen zwei Rechnern ohne Konto, Cloud-Ablage oder Vorab-Konfiguration. Die Kombination aus sprechbarem Einmal-Code, SPAKE2-Schlüsselaustausch und direkter TCP-Verbindung mit Relay-Rückfall hält die Übertragung verschlüsselt. Die MIT-Lizenz und die breite Paketverfügbarkeit erleichtern den Einsatz auf Linux, Windows und macOS.

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