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Tipp: Neue Pool-Verfügbarkeitsanzeige und schnelleres BlueStore-WAL Ceph Tentacle wechselt auf ISA-L-Erasure-Coding

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Ceph erreicht mit der Generation Tentacle den zwanzigsten stabilen Hauptstand. Für neue Cluster wechselt das Standard-Plug-in beim Erasure-Coding auf ISA-L, das BlueStore-Backend bekommt ein schnelleres Write-Ahead-Log, und eine neue Anzeige bewertet die Pool-Verfügbarkeit. Die Pflegeversion 20.2.2 stammt vom Juni 2026.

Bei Ceph Tentacle wird ISA-L zum Standard beim Erasure-Coding, die Pool-Verfügbarkeit wird transparenter, und ein schnelleres BlueStore-WAL beschleunigt Schreibvorgänge in großen Clustern.(Bild:  KI-generiert)
Bei Ceph Tentacle wird ISA-L zum Standard beim Erasure-Coding, die Pool-Verfügbarkeit wird transparenter, und ein schnelleres BlueStore-WAL beschleunigt Schreibvorgänge in großen Clustern.
(Bild: KI-generiert)

Ceph bündelt Block-, Objekt- und Dateispeicher in einem verteilten Cluster und richtet sich an Administratoren, die Speicher über viele Knoten skalieren. Die Generation Tentacle steht als zwanzigste stabile Ausgabe des Projekts zur Verfügung, die aktuelle Pflegeversion 20.2.2 erschien am 16. Juni 2026. Mehrere Neuerungen der Reihe zielen auf den täglichen Betrieb großer Cluster und betreffen Datensicherung, Leistung und Diagnose gleichermaßen.

ISA-L löst Jerasure beim Erasure-Coding ab

Beim Erasure-Coding setzt Ceph für frisch angelegte Pools nun auf die Bibliothek ISA-L. Der bisherige Standard Jerasure gilt als nicht mehr gepflegt, weshalb das Projekt neue Cluster auf die aktiv betreute Alternative umstellt. Bestehende Cluster behalten ihre bisherige Vorgabe nach einem Upgrade, sodass laufende Pools ihre Kodierung beibehalten. Für Administratoren ergibt sich eine wartbare Grundlage bei der platzsparenden Absicherung großer Datenmengen, ohne dass ein manueller Eingriff in bestehende Pools nötig wird.

Neue Anzeige bewertet die Pool-Verfügbarkeit

Mit dem Befehl „ceph osd pool availability-status“ erhält die Verwaltung eine direkte Sicht auf den Zustand jedes Pools. Ceph stuft einen Pool als nicht verfügbar ein, sobald eine Placement Group den Status „active“ verliert oder Objekte als unauffindbar gelten. Die Funktion steht als technische Vorschau bereit und wird über die Konfiguration aktiviert. In großen Clustern verkürzt die Anzeige die Fehlersuche, da Administratoren betroffene Pools ohne den Umweg über einzelne Placement Groups erkennen. Das BlueStore-Backend ergänzt diese Diagnose mit einer verbesserten Kompression und einem schnelleren Write-Ahead-Log, das Schreibzugriffe zügiger bestätigt.

Mehr Tempo bei RBD, RGW und Crimson

Bei den RADOS Block Devices führt Tentacle einen direkten Import aus einem anderen Ceph-Cluster ein und erlaubt beim Spiegeln eine freie Zuordnung entfernter Namespaces über den Parameter „--remote-namespace“. Das Objekt-Gateway RGW unterstützt die S3-Operation „GetObjectAttributes“ und erledigt einen Großteil des Reshardings, bevor es Schreibzugriffe blockiert. Der experimentelle Objektspeicher SeaStore läuft nun neben Crimson-OSD und eignet sich für erste Tests der kommenden OSD-Architektur. Die Pflegeversion 20.2.2 ergänzt Pakete für Rocky 10 und behebt Fehler an MDS, OSD und dem Objekt-Gateway.

Fazit

Ceph Tentacle richtet den Fokus auf Betrieb und Diagnose großer Cluster. Der Wechsel auf ISA-L sichert das Erasure-Coding langfristig ab, die neue Verfügbarkeitsanzeige verkürzt die Fehlersuche und ein schnelleres BlueStore-WAL hebt den Schreibdurchsatz. Mit der Pflegeversion 20.2.2 steht die zwanzigste Ceph-Generation stabil für den Produktiveinsatz bereit.

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