Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

1999 bis 2005 – die Epoche der Multiplattform-Systeme und des Fibre Channel SAN und NAS, Teil 6

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Das DR550-Single-Node-System

  • Das DR550-Single-Node-System besteht aus einem Einbauschrank, in dem eine IBM pSeries p52A, ein SAN Switch 2005-B16, ein Disk System DS4700 und optional ein oder mehrere EXP810 eingebaut und fertig konfiguriert sind. Ein Single-Node-System kann man mit einer Festplatten-Kapazität von acht oder 16 Terabyte bestellen und bis auf 112 Terabyte (brutto) ausbauen.
  • Das DR550-Dual-Node-System besteht aus den gleichen Komponenten wie das Single-Node-System, mit dem Unterschied, dass alle Komponenten redundant (doppelt) ausgelegt sind. Das heißt, in den Einbauschrank sind zwei IBM p52A und zwei SAN Switches 2005-B16 eingebaut und redundant konfiguriert. Ein Dual-Node-System kann man mit einer Festplatten-Kapazität von acht oder 16 Terabyte bestellen und bis auf 112 Terabyte (brutto) ausbauen. Es handelt sich hierbei um ein hochverfügbares System.

Die Informationen werden innerhalb der DR550 auf Festplatten gespeichert – optional auch verschlüsselt – und erlauben schnelle Zugriffzeiten. Die Performance aus Anwendersicht kann mithilfe der Multiobjekt-Transaktion noch gesteigert werden, insbesondere, wenn viele Objekte mit einem Male gelesen oder geschrieben werden. Dabei werden innerhalb einer Transaktion mehrere Objekte gespeichert oder gelesen.

Logische Trennung von Speicherbereichen

Mandantenfähigkeit lässt sich mit SSAM auch realisieren. Das erlaubt die logische Trennung von Speicherbereichen für verschiedene Klienten und auch das Reporting von benutzter Speicherkapazität. Dabei ist sichergestellt, dass ein Klient nur auf die Daten zugreifen kann, die in seiner Partition gespeichert sind.

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Die Anbindung des Archivsystems IBM DR550 an die Anwendung erfolgt über das Tivoli Storage Manager for Data Retention API (Application Programming Interface). Typische Anwendungen, die Daten auf einem DR550-System zu archivieren, sind Dokumenten-Management-Systeme, wie z. B. IBM Content Manager oder Enterprise-Content-Management-Systeme, wie z. B. Opentext Lifelink Enterprise Archive Server. Das TSM API steht dem Anwender frei zur Verfügung. Alle Anwendungen, die das TSM API implementiert haben – gleichgültig auf welcher Plattform diese Anwendung betrieben wird – können Datenobjekte auf der DR550 archivieren und lesen.

File System Gateway für die DR550

Im Mai 2007 kündigte die IBM für die DR550 ein File System Gateway an. Über das DR550 Gateway kann ein Dateisystem aufgebaut werden, in dem die Daten vor dem Überschreiben geschützt sind. Das Gateway wird vorkonfiguriert ausgeliefert. Nach außen wird ein CIFS- oder NFS-Dateisystem ausgegeben. Die Gateways können „geclusteret“ werden, um eine HA-fähige (High Availability) Lösung aufzubauen. Im August 2007 stellte IBM der DR550 750-Gigabyte-SATA-Platten zur Verfügung. Mit diesen neuen großen Platten kann eine DR550 auf bis zu 168 Terabyte Kapazität ausgebaut werden.

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