Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

1999 bis 2005 – die Epoche der Multiplattform-Systeme und des Fibre Channel SAN und NAS, Teil 6

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Es stehen zwei Modelle zur Verfügung: Die DR1 besteht aus einem 25U-Einheiten großen Rack, ist vorintegriert und eignet sich besonders für mittelständische Kunden. Die DR2 wurde speziell für Großunternehmen entwickelt und ist in einem größeren 36U-Einheiten-Rack untergebracht. Die DR2 bietet Single- oder Dual-Node-Konfigurationsoptionen für höhere Verfügbarkeit und Skalierbarkeit.

Die physikalische Anbindung der DR550 an die Serversysteme erfolgt über Ethernet-Schnittstellen und basiert auf dem TCP/IP-Protokoll. Standardmäßig wird ein Ethernet Interface benutzt. Wahlweise können aber auch zwei oder mehr Ethernet Interfaces angeschlossen werden, was eine Skalierbarkeit des Datendurchsatzes erlaubt.

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Das TSM API im Zusammenwirken mit SSAM bietet der Anwendung verschiedene Möglichkeiten zur Kontrolle der Aufbewahrungszeit. So kann eine Anwendung unter Benutzung der Ereignis-basierenden Aufbewahrungsregel Datenobjekte mittels Event löschen. Natürlich nur unter der Bedingung, dass die konfigurierbare Mindestaufbewahrungszeit für das Datenobjekt bereits abgelaufen ist.

Haltbarkeitsdatum für Files

Mithilfe der chronologischen Aufbewahrungsregel sorgt SSAM für die Löschung der Daten nach Ablauf einer festgelegten Aufbewahrungszeit. Die Aufbewahrungsregeln werden dabei in sogenannten Management-Klassen definiert, die Anwendung weist ein Objekt dann nur noch einer Management-Klasse zu, wodurch dem Objekt die entsprechende Aufbewahrungszeit zugeordnet wird. Mit dem zusätzlichen Löschschutz, einer weiteren Option des TSM API, kann die vordefinierte Aufbewahrungsregel für Objekte außer Kraft gesetzt werden. Damit kann verhindert werden, dass ein Objekt nach Ablauf der normalen Aufbewahrungsfrist gelöscht wird.

Die DR550 bietet auch den Anschluss anderer externer Speichertechnologien wie z. B. WORMTape oder optische Speicher. Generell wird empfohlen, dass ein externes Gerät eine Native-WORM-Funktionalität besitzt, wenn es an ein DR550-System angeschlossen wird. Der Anschluss von Bandlaufwerken an die DR550 erfolgt über das SAN. Die Anbindung von WORM Tape hat zwei entscheidende Vorteile für den Anwender:

  • Kopien der Daten können auf WORM Tape geschrieben werden und in einem anderen Brandabschnitt katastrophensicher aufbewahrt werden.
  • Wenn die Daten auf Festplatte in der DR550 „altern“ und somit die Zugriffe seltener werden, können sie auf WORM Tape ausgelagert werden. Die Tapes benötigen weniger Strom, Wartung und Austausch und sind somit viel kostengünstiger als Festplatten.

Im Herbst 2003 wurde endlich ein neuer Standard, basierend auf dem blauen Laser, auf dem Markt verfügbar. Der neue 1-x-Standard reflektierte eine 30-Gigabyte-Platte in den bisher klassischen Formaten WORM, MO und CCW. Die Firma Plasmon, die auch sehr aktiv in der Standardisierung der neuen Blaue-Laser-Technik mitwirkte, bot als erste Firma im Jahr 2004 Juke-Boxen mit den neuen optischen Platten an.

Weiter mit: OEM-Vertrag zwischen Plasmon und IBM

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