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Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

1999 bis 2005 – die Epoche der Multiplattform-Systeme und des Fibre Channel SAN und NAS, Teil 7

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MetroCluster

Erweitert man die Cluster-Failover-Funktion (CFO) über Gebäudegrenzen hinweg, erhält man den MetroCluster. Der MetroCluster repliziert die Daten vom Controller 1 des primären RZs zum Controller 2 des sekundären RZs und garantiert Datenkonsistenz und deren Verfügbarkeit. Fällt die primäre Site aus, erlaubt MetroCluster einen Failover mit einem einzigen Befehl des Administrators. MetroCluster ist im Gegensatz zu SnapMirror keine DR-, sondern eine Business-Continuity-Lösung. Basierend auf dem Design, in dem die Daten bereits auf beiden Seiten synchron und im sofortigen Zugriff liegen, ist eine sofortige Weiterführung der Geschäftsprozesse möglich. Diese Übernahme ist soweit automatisiert, dass der Administrator nur noch einen einzigen Befehl absetzen muss. Stretch MetroCluster bietet einen Schutz von bis zu 300 Metern zwischen zwei Nseries-Systemen. Fabric MetroCluster bietet darüber hinaus einen Schutz von bis zu 100 Kilometern mit SAN-Switchen.

A-SIS (Advanced Single Instance Storage)

Um die gespeicherte Datenmenge auf einem Backup- oder Archivsystem zu reduzieren, kann Data-Deduplication eingesetzt werden. Bei Nseries heißt diese Funktion A-SIS (Advanced Single Instance Storage Deduplication). Identische Daten werden nur einmal gespeichert, was bei bestimmten Applikationen bis zu 70 Prozent Ersparnis in der Speicherkapazität ausmachen kann. Auf Systemebene analysiert die Nseries identische Blöcke im Hintergrund (für die Applikation transparent) und speichert diese nur einmal ab. A-SIS ist ideal für Archive oder Backup-Systeme.

SMBR (Single Mailbox Recovery für Exchange)

Im Gegensatz zu Lotus Domino, bei dem jede Mailbox separat als eigene Datenbank gespeichert wird (und damit eine einfach wiederherstellbare Einheit darstellt), legt Exchange verschiedene Mailboxen zusammen und in .edb- und .stm-Files ab. Diese Files werden im Laufe der Zeit sehr groß. Das erschwert das Restoring, weil man mit sehr großen .edb- und .stm-Files arbeiten muss, wenn eine einzelne Mailbox wiederhergestellt werden muss. Die Lösung hierfür ist SMBR, eine SW, die diese großen Files durchsucht, um die gewünschte Mailbox (inklusive Anhängen, Foldern etc.) wiederherzustellen. SMBR setzt auf den SnapShots auf und muss nicht auf dem Produktionsserver laufen. Eine Content-Analyse ist eine Option der SMBR: mit ihr kann der Inhalt von E-Mails, Anhängen etc. analysiert und protokolliert werden.

Weiter mit: SnapDrive

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