Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

1999 bis 2005 – die Epoche der Multiplattform-Systeme und des Fibre Channel SAN und NAS, Teil 7

05.03.2010 | Autor / Redakteur: Kurt Gerecke und Klemens Poschke / Nico Litzel

IBM Nseries N5000 und Nseries N7000
IBM Nseries N5000 und Nseries N7000

Das Jahr 2005 war durch eine Überraschung geprägt: Am 4. April 2005 gaben IBM und NetApp eine enge Kooperation bekannt, die es IBM ermöglichte, alle NetApp-Produkte unter IBM-Logo zu vertreiben. Da Big Blue bisher auf dem Gebiet des NAS (Network Attached Storage) nur begrenzt aktiv war, ermöglichte es diese Partnerschaft, IBM auf dem Gebiet des „File-Servings“ ein breites Storage-Lösungsportfolio anzubieten.

Am Anfang waren nur die kleinen NetApp-Geräte unter IBM Logo verfügbar, seit Ende 2005 die Geräte mittlerer Leistungsklasse, seit Juni 2006 entsprechende Gateways und seit August 2006 die Hochleistungsgeräte und damit nahezu die gesamte Produktpalette von NetApp.

Die IBM-Nseries bietet Antworten auf die Fragen der Vereinfachung der Storage-Infrastrukturen und des zentralen Datenmanagements, des Backups der Daten und deren einfachster Wiederherstellung.

Konvergenz der Speicherwelten

IBM läutet mit der Nserie die Konvergenz der Speicherwelten ein. Stand NAS für Einfachheit und Funktionsvielfalt, so wurden beim Thema SAN Argumente wie High Performance, Skalierung und Ausfallsicherheit genannt. Mit der Nseries werden nun diese Unterschiede aufgehoben. Es stehen dabei generell zwei Modelltypen zur Verfügung. Systeme mit internen Diskdrives (Filer) und Systeme, die externe SAN-Disk-Ressourcen verwenden, die sogenannten NAS-Gateways.

Die Skalierung der beiden Systemreihen reicht von Entry- über Midrange- hin zu Enterprise-Storage-Kapazitäten und Anschlussmöglichkeiten. Als herausragendes Merkmal sei erwähnt, dass alle Systeme dasselbe Betriebssystem Data ONTAP nutzen. Die Nseries-Produkte bieten eine große Möglichkeit, Server im Netzwerk mit ihren spezifischen Zugriffsprotokollen anzuschließen. Diese umfassen die NAS-File-I/O-Protokolle (CIFS, NFS) sowie die Block-I/O-Protokolle iSCSI und FCP. Die Nseries bietet eine enorme Flexibilität in Bezug auf die Ausbaustufen und die Möglichkeit, verschiedene Disk-Technologien für die jeweilige Lösung zusammenzustellen. Fiber-Channel-Diskdrives und SATA-Diskdrives können gemischt werden.

Eine Nseries, bestückt mit Fibre-Channel Disks, kann so für ein Mission-Critical-, High-Performance- und transaktionsorientiertes Umfeld eingesetzt werden. Nseries, bestückt mit SATA Diskdrives, kann die ideale Wahl für Kunden sein, die eine Disk-to-Disk-Backup-Möglichkeit suchen oder sich für Archivierung interessieren. Alle Nseries-Systeme nutzen ein einziges Betriebssystem mit einer enormen Vielfalt von weiteren, zusätzlichen SW-Optionen, angefangen vom Storage- und System-Management, über Inbound- und Outbound-Copy-Services bis hin zur kompletten D/R-Lösung mit integrierten Backup-Funktionen.

WORM-Funktionen

Da das Thema gesetzeskonforme Archivierung einen immer wichtigeren Stellenwert einnimmt, bietet die Nseries WORM-Funktionen an. Damit können Daten als nicht lösch-/veränderbar abgespeichert werden, um den entsprechenden Richtlinien Rechnung zu tragen. Es können bestimmte Speicherbereiche im System oder auch die gesamte Nseries einfach als WORM-Bereiche definiert werden. Eine breite Unterstützung der namhaften Application-Management-SW-Hersteller ist gegeben.

Weiter mit: Patentierter RAID-DP-Algorithmus

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