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Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

1999 bis 2005 – die Epoche der Multiplattform-Systeme und des Fibre Channel SAN und NAS, Teil 7

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SnapDrive

SnapDrive ist die SW, die es ermöglicht, aus dem Applikationserver heraus Volumes zu verwalten, zu vergrößern, konsistente SnapShots auszulösen und LUNs zu klonen (ohne FlexClone Feature). Müssen in einem klassischen Storage-Subsystem die Volumes für eine Datenbank vergrößert werden, muss der Serveradministrator spätestens dann einen Prozess anstoßen, um mehr Speicherplatz zu beantragen. Mit SnapDrive ist das jetzt sehr einfach: Aus dem GUI der Applicationserver heraus wählt man das entsprechende Volume an und gibt die neue größere Kapazität ein. Im Hintergrund (also unterbrechungsfrei) wird das Volume vergrößert. SnapDrive kommuniziert mit der Nseries, um diese Aktionen durchzuführen. SnapDrive spart Zeit und Kosten und hilft Prozesse zu vereinfachen, da diese via GUI erledigt werden können. Darüber hinaus kann SnapDrive auch neue Drives anlegen und diese „mounten“ (also den Servern zur Verfügung stellen). SnapDrive unterstützt MSCS (Microsoft Cluster) und VSS und sollte für iSCSI und FC immer eingesetzt werden. Mit dieser Funktion werden Microsoft, Windows- sowie Unix/Linux-Derivate unterstützt.

SyncMirror

SyncMirror ist ein Standardfeature, bei dem jeder I/O faktisch auf zwei getrennte Diskpools geschrieben wird. Dies entspricht quasi einem RAID1 innerhalb eines Systems. SyncMirror lässt sich am besten mit dem LVM (Logical Volume Manager) unter AIX vergleichen.

RAID-DP

Herkömmliche Single-Parity RAID-Technologien bieten Schutz beim Ausfall eines Disk-Drives. Es wird erwartet, dass kein anderer Fehler in der Daten-Rekonstruktionszeit auftritt. Sollte dennoch ein Fehler in dieser Phase auftreten, kann es zu Datenverlusten führen. Dies ist besonders im Hinblick auf die immer größer werdenden SATA-Drives der Fall, die inzwischen ein Terabyte Datenvolumen fassen können. RAID DP (Double Parity) sichert den Ausfall von zwei Disk-Drives. RAID DP schreibt 16 Stripes, die vorher kalkuliert werden (Data und Parity), gleichzeitig auf das Disk-Backend. Spares Drives greifen bei Ausfall einer Disk. RAID-DP entspricht also RAID6.

FlexVol

FlexVol ist eine Standard-SW, die für das LUN-Management entwickelt wurde. FlexVol bedient sich dabei aus dem gesamten Disk-Storage-Pool der Nseries, um daraus die einzelnen LUNs zu formen. Es werden dabei alle verfügbaren Spindeln im Backend ausgenutzt, ohne dass I/O-Engpässe durch dedizierte Disk-Zuteilungen entstehen.

FlexShare

FlexShare priorisiert den Service für wichtige Workloads durch Zuordnung von Prioritätsstufen von 1 bis 5 für jedes Volume. So kann z. B. der I/O einer Datenbank gegenüber Fileservices bevorzugt bedient werden. FlexShare ist ein Standardfeature der Nseries.

FlexClone

FlexClone ermöglicht, mehrfache Clones von FlexVols zu erzeugen (z. B. für Testzwecke, QA, DWH etc.). FlexClones verbrauchen zum Zeitpunkt der Erstellung keinen zusätzlichen Speicherplatz. Sie setzen auf SnapShots auf und sind in Sekunden erzeugt und schreibend veränderbar. Sie haben die gleiche Performance wie FlexVols inklusive aller Eigenschaften eines FlexVols (dynamisches Vergrößern und Verkleinern). Eine Einschränkung ist zu berücksichtigen: „Parent FlexVol“ und Base SnapShot können nicht gelöscht werden, solange ein davon abhängiges FlexClone Volume existiert. Über „Split“ kann das FlexClone Volume von seinem „Parent Volume“ getrennt werden und unabhängig weiter existieren. Dafür wird freier Platz im Aggregat benötigt, um die Shared Blocks zu kopieren.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem IBM-System-Storage-Kompendium. Hier finden Sie das vollständige Kompendium in Form eines Whitepapers.

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