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Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

1999 bis 2005 – die Epoche der Multiplattform-Systeme und des Fibre Channel SAN und NAS, Teil 7

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SnapRestore

SnapRestore nutzt die zeitnahen SnapShot-Kopien, um einen File, ein File-System oder eine LUN wiederherzustellen. Sind SnapShots nur lesbare Kopien und müssen für die Wiederherstellung der Daten in das aktive Filesystem kopiert werden, kann mit SnapRestore sehr leicht das aktive Filesystem auf eine SnapShot-Kopie aufgesetzt werden. Dies bedeutet, dass für eine Datenwiederherstellung keine Daten umherkopiert werden. Ein solches Restoring geht mit einem einzelnen Kommando sehr schnell vonstatten! Eine 300 Gigabyte große Datenbank kann mit dieser Technik in circa zwei bis drei Minuten wiederhergestellt werden.

SnapManager

SnapManager wurde speziell für Datenbanken (Oracle und MS SQL) und Mail-Applikationen (MS Exchange) entwickelt. Basierend auf SnapRestore bietet der SnapManager ein hochintegratives SW-Paket für den Systemadministrator. Statt aufwendiger Scripts kann er hiermit per GUI einfache Backup-Tasks aufsetzen, Restoring-Prozesse anstoßen oder per „Klick“ Datenbank-Clones für Testzwecke erzeugen. Es besteht sogar die Möglichkeit, einzelne Mailboxen (mit Kalendereinträgen, Kontakten, Attachments) für das MS Exchange-Umfeld nach einem Fehlerfall einfach wiederherzustellen.

SnapMirror

Sind SnapShot und SnapRestore Backup/Recovery-Funktionen, ist mit SnapMirror eine Funktion entwickelt worden, die für die Spiegelung der Daten von einer Nseries auf eine andere Nseries eine D/R-Funktion liefert. SnapMirror spiegelt Daten – vereinfacht gesagt – synchron oder asynchron über SAN oder LAN auf eine Disaster-Recovery Site. Bei Ausfall der Produktiv-Seite stehen die Daten trotz Ausfalls zur Verfügung. Ist die Produktiv-Seite wieder operational, werden die Daten von der DR-Seite wieder zurückkopiert.

SnapVault und SnapLock

SnapVault und SnapLock sind Lösungen für das Backup und die Archivierung von Daten. SnapVault ermöglicht ein Backup einer Nseries auf eine andere (oder von vielen auf eine). Durch den Einsatz von günstigen SATA-Disks kann auf das Backupsystem schnell und kostengünstig gesichert werden. Da ein Restoring von Disk erfolgt, sind die Daten auch schnell wiederherstellbar. SnapLock bietet die Möglichkeit, die gesamte Nseries oder einen Teil der Disks als WORM-Bereich (Write Once Read Many) zu nutzen. Daten, die hier abgelegt werden, können erst nach dem Ablauf des Aufbewahrungsdatums gelöscht und/oder verändert werden.

Open System SnapVault (OSSV)

OSSV verhält sich wie SnapVault mit dem Unterschied, dass die OSSV (Open System SnapVault) Software-Server sichern und wiederherstellen kann. Hierfür muss die OSSV SW auf den Server (Open, das heißt, Unix und Windows) installiert werden. Die Server sichern dann auf eine Nseries als Backupsystem.

Cluster Failover

Cluster Failover (CFO) ist eine Standardkomponente bei jedem Dual-Controller (A20 oder G20) der Nseries. Bei Ausfall eines Controllers übernimmt automatisch der zweite Controller die Server-I/Os und der Datenzugriff bleibt erhalten.

Weiter mit: MetroCluster

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