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Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

1999 bis 2005 – die Epoche der Multiplattform-Systeme und des Fibre Channel SAN und NAS, Teil 7

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N7000-Series für große Rechenzentrumsbetriebe

Im Februar 2008 kündigte IBM eine neue Generation der Nseries für große Rechenzentrumsbetriebe an. Die nächste Generation der N7000-Series ist sowohl als Appliance als auch als Gateway verfügbar. Die neuen Modelle N7700 und N7900 ermöglichen eine höhere Skalierbarkeit für den Rechenzentrumsbetrieb in großem Maßstab. Die neuen Systeme bieten eine Skalierbarkeit mit bis zu 1.176 Terabyte Kapazitätsunterstützung für speicherintensive Anforderungen in Rechenzentren. Die N7000-Series ermöglicht es IT-Betreibern, SAN- und NAS-Speicheranforderungen auf einem einzigen System zu konsolidieren.

Für die Entry-Systeme stehen neue Plattenlaufwerke zur Verfügung. Für die N3300 und N3600 werden nun auch SATA- oder SAS-Laufwerke im Controller unterstützt. Die N3300 verfügt über eine erweiterte Skalierbarkeit von bis zu 68 Terabyte und die N3600 von bis zu 104 Terabyte. Zusätzlich wurde bei folgenden Modellen die Kapazität aufgestockt: N5300 (von 168 auf 336 Terabyte), N5600 (von 252 auf 504 Terabyte), N7600 (von 420 auf 840 Terabyte) und N7800 (von 504 auf 1.008 Terabyte). Der SnapManager für Office SharePoint-Server von Microsoft ist jetzt auf allen Systemen der Nseries verfügbar.

Im August 2008 kündigt IBM die neuen Nseries-Systeme N6040 und N6070 an. Die N6040 bietet Kapazitäten von bis zu 420 Terabyte und die N6070 von bis zu 840 Terabyte. Die N6000-Reihe wird im Februar 2009 durch das Modell N6060 ergänzt, das eine Kapazität von bis zu 672 Terabyte bietet. Im gleichen Zuge werden im Oktober 2008 mit Wirkung vom Februar 2009 die Systeme N5200, N5300 und N5600 von Marketing zurückgezogen. Im Vergleich zur N5000-Reihe bietet die N6000-Reihe 1,4-fach bis 2-fach höhere Leistungsfähigkeit, weil sie auf moderner Hardware basieren und mehr Cache besitzen. Auch haben die N6000-Systeme die Möglichkeit, mit neueren Betriebssystemständen auf Basis von Data ONTAP zu arbeiten.

RAID Double Parity

Die Nseries unterstützt eine Vielzahl von Servern und Betriebssystemen via FCP, CIFS, NFS und iSCSI. Die angeschlossenen Platten-Arrays können in RAID4 oder RAID-DP (Double Parity), das dem RAID6-Level entspricht, konfiguriert werden. Mit der Nseries-Familie stellt die IBM maßgeschneiderte Plattenspeicherlösungen im Filer- und NAS-Umfeld zur Verfügung. Es stehen für die IBM Nseries zurzeit 40 verschiedene SW-Funktionen zur Verfügung. Im Folgenden sind die wichtigsten beschrieben.

SnapShot

SnapShots sind lesbare, konsistente Sofortkopien (Point-in-Time Copy) eines Datenbestandes, genauer eines Files oder einer LUN. Es können bis zu 255 SnapShots pro File/LUN erzeugt werden. Das Besondere daran ist, dass sie platzsparend sind, das heißt, dass sie beim Erzeugen keinen zusätzlichen Plattenplatz benötigen. Dies geschieht dadurch, dass nur der Verweis auf die Daten (Pointer) gespeichert wird. SnapShots können manuell angestoßen oder auch automatisiert prozessiert werden – so können beispielsweise alle fünf Minuten Point-in-Time-Kopien erzeugt werden. Durch die hohe Anzahl der SnapShots (255) ist damit ein sehr granulares und zeitnahes Backup/Recovery möglich. Da SnapShots in einem speziellen Verzeichnis abgelegt werden, ist es auch für den User selbst sehr einfach, (per Drag&Drop) seine gelöschten Dateien selbst wiederherzustellen.

Weiter mit: SnapRestore

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