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Backups als Teil der Bedrohungsanalyse in Microsoft 365 Commvault ergänzt Microsoft-365-Backup um Threat Scan und Data Posture 360

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Commvault erweitert seine Backup-Lösung für Microsoft 365 um Funktionen, die Backups auf verborgene Bedrohungen und sensible Daten untersuchen. IT-Teams sollen damit saubere Wiederherstellungspunkte identifizieren und das Risiko einer erneuten Infektion bei der Recovery senken können.

Threat Detection in Microsoft 365.(Bild:  Microsoft)
Threat Detection in Microsoft 365.
(Bild: Microsoft)

Microsoft 365 zählt nach Angaben von Commvault weltweit mehr als 450 Millionen Lizenzen. Angreifer nehmen demnach häufig E-Mails, Anhänge und geteilte Dateien innerhalb der SaaS-Anwendung ins Visier. Wird ein Angriff erst spät bemerkt, können sich Schadcode oder manipulierte Inhalte auch in den Sicherungen befinden. Wer daraus wiederherstellt, riskiert, die Bedrohung erneut in die Produktivumgebung zu holen.

Hier setzt Commvault mit zwei neuen Funktionen an, die für „Commvault Backup & Recovery für Microsoft 365“ angeboten werden: „Threat Scan“ und „Data Posture 360“. Der Anbieter beschreibt sie unter dem Schlagwort „Discover to Recover“, also als Kette vom Aufspüren von Risiken bis zur kontrollierten Wiederherstellung.

Threat Scan: Suche nach Malware und Anomalien

„Commvault Threat Scan“ durchsucht laut Anbieter die geschützten Daten aus Exchange, OneDrive, SharePoint und Teams. Gesucht wird nach Malware und Ransomware, nach Verschlüsselungsaktivitäten, Datenanomalien und weiteren Anzeichen für Sicherheitsverletzungen (Indicators of Compromise).

Auf Basis der erkannten Bedrohungssignale sollen sich kompromittierte Inhalte isolieren und saubere, vertrauenswürdige Wiederherstellungspunkte finden lassen. So soll sichergestellt werden, dass nur einwandfreie Daten zurückgespielt werden. Nach Angaben von Commvault beschleunigt das zugleich die Recovery von Microsoft-365-Daten.

Zusätzlich soll die Funktion aktuelle Threat-Intelligence-Informationen auf historische Backups anwenden. Das gilt auch für Sicherungen in unveränderbaren Speichern (Immutable Storage). Auf diese Weise sollen sich Gefahren erkennen lassen, die zum Zeitpunkt der ursprünglichen Datensicherung noch unbekannt oder unentdeckt waren.

Data Posture 360: Überblick über sensible Daten

„Commvault Data Posture 360“ ist die neue Bezeichnung für die bisherige Funktion „Risk Analysis“. Sie soll IT-Verantwortlichen zeigen, wo innerhalb von Microsoft 365 sensible Daten liegen, etwa personenbezogene Informationen oder geistiges Eigentum. Außerdem macht sie nach Angaben des Anbieters Expositionsrisiken sichtbar. Das soll helfen, Gegenmaßnahmen zu priorisieren.

Im Zusammenspiel mit Threat Scan lässt sich damit einschätzen, ob bei einem Vorfall sensible Daten betroffen sind. Das ist insbesondere für Compliance-Fragen relevant.

Einordnung durch Anbieter und Analysten

Pranay Ahlawat, Chief Technology and AI Officer bei Commvault, sieht die Resilienz-Gleichung für Microsoft 365 damit um Erkennung, Transparenz und saubere Wiederherstellungen ergänzt. Resilienz und Compliance hingen davon ab, Gefahren schnell zu identifizieren, die Gefährdung sensibler Daten zu verstehen und zu wissen, welche Daten sich sicher wiederherstellen lassen.

Jennifer Glenn, Research Director für Informations- und Datensicherheit bei IDC, verweist auf den Nutzen für die Zusammenarbeit der Teams. Informationen über kompromittierte Daten in Backups helfen demnach sowohl der Cybersicherheit als auch dem Backup-Team. Unternehmen müssten nachweisen können, dass betriebsrelevante Daten wiederherstellbar und vertrauenswürdig sind.

Verfügbarkeit und Lizenzierung

Threat Scan und Data Posture 360 für Microsoft 365 sollen in den kommenden Wochen als Early-Access-Version bereitstehen. Die allgemeine Verfügbarkeit ist für Anfang 2027 geplant. Beide Funktionen werden als kostenpflichtige Zusatzoptionen für „Commvault Backup & Recovery für Microsoft 365“ angeboten und können unabhängig voneinander erworben werden.

Auf der it-sa 2026 vom 27. bis 29. Oktober in Nürnberg stellt Commvault die neuen Lösungen in Halle 6 an Stand 6-125 vor.

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