Im Fokus: Backup – Datensicherung für jeden Bedarf

Datensicherung wichtiger denn je, aber Umdenken erforderlich

| Autor / Redakteur: Güner Aksoy* / Dr. Jürgen Ehneß

Im Fokus: Backup – Datensicherung für jeden Bedarf.
Im Fokus: Backup – Datensicherung für jeden Bedarf. (Bild: © dizain - stock.adobe.com)

Am 31. März war „World Backup Day“. Wir nehmen diesen Tag als Auftakt für einen umfassenden Themenschwerpunkt: Jede Woche finden Sie an dieser Stelle neue Artikel unter der Flagge Im Fokus: Backup – Datensicherung für jeden Bedarf. Im heutigen Beitrag schreibt Güner Aksoy von Pure Storage über Restore-Geschwindigkeiten und den Nutzwert von Backups.

Unternehmen häufen jeden Tag immer mehr Daten an, deren Wert ständig steigt. Die regelmäßige Sicherung dieser Daten ist unverzichtbar für den Schutz der Daten als Vermögenswert. Ebenso wichtig ist der Datenschutz, wenn es um persönliche Daten oder vertrauliche Geschäftsinformationen und geistiges Eigentum geht. Strengere Compliance-Anforderungen wie die im letzten Jahr in Kraft getretene DSGVO und NIS-Richtlinie machen Datensicherung und Datenschutz wichtiger denn je.

Es geht aber auch um die Fähigkeit, ein zufälliges oder bösartiges Ereignis zu überstehen. Im Rahmen einer aktuellen globalen Studie von IDC zum Thema IT-Resilienz schätzten jedoch nur sieben Prozent der 500 IT- und Management-Fachkräfte, die teilgenommen haben, ihre Infrastruktur als ausreichend widerstandsfähig ein. Die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass sich ihr Unternehmen von einem Katastrophenereignis nicht wieder erholen könnte und den Geschäftsbetrieb einstellen müsste.

Überlebenswichtig: schnelle Restores

Schnelle Restores sind daher für Unternehmen heute überlebenswichtig, damit etwa bei einem Ransomware-Angriff die Geschäftskontinuität gewährleistet ist. Das herkömmliche Backup-Modell Disk-to-Disk-to-Tape (D2D2T) wird den Anforderungen jedoch nicht mehr gerecht – insbesondere, wenn es auf schnelle Datenwiederherstellung ankommt. Die primäre Festplatte erstellt hierbei ein lokales Backup auf der sekundären Backup-Festplatte oder auf einer Backup-Appliance.

Zum Schluss erfolgt in der Regel die Sicherung auf Bandmedien, die außerhalb des Unternehmens gelagert werden, oder die Replikation auf eine Backup-Appliance an einem externen Standort für Disaster-Recovery-Zwecke. Dies führt zu mehreren Backup-Silos und einer teuren dedizierten Infrastruktur nur für Backup-Zwecke. Die darin vorgehaltenen Daten können keinen zusätzlichen Wert liefern, bis sie im Bedarfsfall abgerufen werden.

Dieser Ansatz erweist sich mittlerweile als unflexibel und ineffizient. Das gravierendste Problem ist jedoch die schlechte Wiederherstellungsperformance aufgrund fragmentierter Daten. So werden Snapshots der Produktionsanwendungen und Datenbanken oft zusätzlich auf separaten Speichersystemen gesichert, um bei Bedarf eine schnellere Wiederherstellung zu ermöglichen, was aber die Dateninfrastruktur noch komplexer macht.

Flash statt Platte und Band

In der heutigen datengesteuerten Welt muss die gesamte Dateninfrastruktur schlanker, effizienter und schneller werden, was auch für Backup und Recovery gilt. Immer häufiger ersetzen daher Flash-Arrays herkömmliche Festplatten und Bandspeicher. Im Vergleich zum traditionellen Ansatz ermöglicht Flash-to-Flash-to-Cloud (F2F2C) als neues Backup-Modell eine schnellere Wiederherstellung und vereinfacht den IT-Betrieb. Das primäre Flash-Speichersystem, auf dem ein VM-Hypervisor und eine Datenbank laufen, sichert Daten auf einem sekundären Flash-Speicher für schnelle Wiederherstellungen.

eco Verband: 42 Prozent der Deutschen haben bereits Daten verloren

Im Fokus: Backup – Datensicherung für jeden Bedarf

eco Verband: 42 Prozent der Deutschen haben bereits Daten verloren

03.04.19 - Am 31. März war „World Backup Day“ – ein willkommener Anlass, sich die Bedeutung des gern verdrängten Themas Datensicherung einmal mehr vor Augen zu führen. In den kommenden Wochen finden Sie regelmäßig neue Artikel in unserem Schwerpunkt Im Fokus: Backup – Datensicherung für jeden Bedarf. lesen

Anschließend erfolgt ein Transfer der Backup-Daten in die Public Cloud. Dieser Ansatz ermöglicht schnellere Restores, flexiblere Wiederherstellungen, eine sichere langfristige Archivierung und eine einfachere Handhabung der Daten. Die schnelle Wiederherstellung findet vollständig in der lokalen Umgebung statt. Sollten die lokalen Daten aus irgendeinem Grund nicht verfügbar sein, wird die Wiederherstellung aus der Public Cloud heraus eingeleitet.

Erforderlich: Performance

Als zeitgemäße Backup-Lösung bietet sich ein Scale-Out-Speichersystem an, das von Haus aus für unstrukturierte Daten entwickelt wurde und die erforderliche Performance für moderne Workloads liefert. Schnelle Backups und Wiederherstellungen, aber auch moderne Anwendungsfälle wie KI und Analytik können auf einem Data-Hub konsolidiert werden, nahtlos eingebunden in einer einheitlichen Hybrid-Cloud-Umgebung.

Güner Aksoy, Regional Sales Director Central Europe bei Pure Storage.
Güner Aksoy, Regional Sales Director Central Europe bei Pure Storage. (Bild: Pure Storage)

Die Speicherplattform muss hierfür konsistente Speicherdienste, Ausfallsicherheit und APIs für On-Premises-Umgebungen liefern und verschiedene Cloud-Modelle unterstützen. Dies ermöglicht uneingeschränkte Anwendungsmobilität und erhöht den Nutzwert von Backups durch eine zuverlässige und schnelle Wiederherstellung im Fall der Fälle.

*Der Autor: Güner Aksoy, Regional Sales Director Central Europe bei Pure Storage

Lesen Sie hier auch unsere weiteren Beiträge zu unserem Schwerpunktthema Im Fokus: Backup – Datensicherung für jeden Bedarf.

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