Object-Storage-System mit hohem Tempo Dell launcht neues All-Flash-System mit NVMe oF

Redakteur: Dr. Jürgen Ehneß

Mit der neuen All-Flash-Appliance Dell EMC ECS EXF900 will Dell Unternehmen aus Branchen bedienen, in denen es bei der Speicherung großer Datenmengen auf Geschwindigkeit ankommt.

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Die neue All-Flash-Appliance EXF900 von Dell Technologies.
Die neue All-Flash-Appliance EXF900 von Dell Technologies.
(Bild: Dell Technologies)

Dell bringt ein neues All-Flash-System zur Objektspeicherung auf den Markt: Als mögliche Einsatzszenarien für die Enterprise-Appliance ECS EXF900 sieht der Hersteller unter anderen „Künstliche Intelligenz, Machine Learning, IoT, Analytics und Cloud-native Anwendungen“.

Durch den Einsatz von NVMe over Fabrics spielen die verbauten SSDs ihren Geschwindigkeitsvorteil erst richtig aus. Als Ergebnis interner Tests hält der Hersteller fest, dass die neue Appliance mit einer maximalen Bandbreite von 511 Megabyte pro Sekunde (MB/s) bei 10-KB-Schreibvorgängen gegenüber der EX300-Serie (maximal 24 MB/s) aus demselben Hause 21-mal mehr Leistung bringe. Zudem würden ebenfalls bei 10-KB-Schreibvorgängen 19-mal so viele Transaktionen pro Sekunde erzielt: 49.915 Files pro Sekunde (ECS EXF900) beziehungsweise 2.551 Files/s (ECS EX300). Für den Realbetrieb mag dies angezweifelt werden, doch die Relation wird dadurch deutlich.

Parallel zur Hardware hat Dell die zugehörige ECS-Software überarbeitet und listet als wichtigste Neuerungen:

  • Die Implementierung einer Fan-Out-API-Spezifikation erlaube ein extrem schnelles Klonen von Objekten und Fan-Out-Schreibvorgängen: In einem Prozess könnten Tausende Kopien auf dem Backend erstellt werden, wodurch die Rechenlast auf der Hardware und im Netzwerk reduziert werde. Dell betont dabei den praktischen Nutzen etwa für die Medien- und Unterhaltungsbranche.
  • Die Implementierung eines Features zur Zuweisung spezifischer Rechte und Privilegien für Administratoren mit Fokus auf Datensicherheit sorge für einen optimierten Datenschutz.
  • Eine neue Sicherheits-API ermögliche eine Automatisierung der Security-Einstellungen des Systems. Unternehmen könnten mit Hilfe dieser Programmierschnittstelle bereits bestehende Monitoring- und Backup-Software integrieren.

„Die Workloads mit höchsten Anforderungen an die Geschwindigkeit haben sich vervielfacht – beispielsweise in der Medien- und Unterhaltungsbranche“, erläutert Tim Pfaelzer, Head of Sales Unstructured Data Solutions, Dell Technologies Deutschland. „Unsere neue All-Flash-Plattform EXF900 wird dieser Entwicklung gerecht, indem sie alle Objektdaten in noch nie dagewesener Geschwindigkeit reibungslos verarbeitet. Damit ermöglicht sie Unternehmen schnellere Innovationen, eine erfolgreiche Differenzierung vom Wettbewerb und eine deutlich schnellere Marktreife ihrer Produkte.“

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