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Schnittstellen auf dem PC-Motherboard Der Flaschenhals zwischen Prozessoren und Backup-Device

| Redakteur: Rainer Graefen

Früher bot nur ein SCSI-Adapter einen flotten Zugang zum Backup-Medium. Heute hat man die Qual der Wahl über welche Schnittstelle man seine Daten exportieren will. Ein kleiner Überblick mit den wichtigsten Interface-Parametern.

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Fast drei Dutzend potentielle Backup-Schnittstellen finden sich auf dem Intel Motherboard DP55KG.
Fast drei Dutzend potentielle Backup-Schnittstellen finden sich auf dem Intel Motherboard DP55KG.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die ersten IBM PCs, die vor annähernd 30 Jahren auf den Schreibtischen landeten, waren mit 16 Kilobyte Speicher und einem Diskettenlaufwerk ausgestattet.

Datensicherung war möglich, wenn der Benutzer seinen Job als Disk-Jockey ordentlich verrichtete. Daraus bildeten sich etwas später die Legende vom DAU respektive dem OSI-Layer 8 auch liebevoll PEBKAC genannt, nach der scih das größte Problem der Computerei zwischen Tastatur und Sitzgelegenheit befindet.

An der grundlegenden Problematik der Datensicherung hat sich eher weniger verändert, an den Schnittstellen der Hauptplatinen jedoch sehr viel. Wie die Daten aus einem Rechner mit i5 respektive i7-Prozessor (LGA-1156-Sockel) auf ein Backup-Device gelangen könnten, zeigen wir anhand des Intel Motherboards DP55KG.

Die originäre Onboard-Festplattenschnittstelle ATA - nun seriell

(Archiv: Vogel Business Media)

SATA-300/Serial ATA 2.0

  • Schnittstellen auf dem Motherboard: 6x SATA via PCH, 2x SATAInterne serielle Punkt zu Punkt Verbindung
  • Brutto/Netto-Bandbreite: 3/2,0 GBit/s
  • Flaschenhals bei: 7,2 GByte/h
  • 7-poliges Kabel
  • Kabellänge bis 8 m

Über den Intel Matrix Storage Manager können die RAID-Level 0, 1, 5, 10 für zwei bis sechs Festplatten erzeugt werden.

Zukünftig:

SATA-600 (seit Mai 2009)

  • Interne serielle Punkt zu Punkt Verbindung
  • Brutto/Netto-Bandbreite: 6/4,8 GBit/s
  • Flaschenhals bei: 7,2 GByte/h
  • Optimierung für NCQ (native command queuing). Hierbei werden die anstehenden Zugriffe abhängig von der Kopfposition optimiert.
  • 7-poliges Kabel
  • Kabellänge bis 8 m

SAS-600/Serial Attached SCSI (seit 2009 auf dem Markt)

  • Interne serielle Punkt zu Punkt Verbindung vollduplex
  • Brutto/Netto-Bandbreite: 600/480 MByte/s
  • Flaschenhals bei: 1,7 TByte/h
  • Dual Channel für Festplatten
  • Kabellänge bis 10 Meter
  • Standard Zoning soll für Kompatibilität sorgen
  • Fehlerkorrektur Decision Feedback Equalizer (DFE) für stabilere Verbindungen
  • Spread Spectrum Clocking, um elektromagnetische Interferenzen zu minimieren
  • selbstkonfigurierende Expander

weiter mit: Externe Schnittstellen für Apple- und Windows-Anwender

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