Virtual-Desktop-Infrastrukturen mit Flash

Flash-Storage könnte VDI auf die Sprünge helfen

| Autor / Redakteur: Hartmut Wiehr / Rainer Graefen

Der Desktop-Arbeitsplatz wird virtuell.
Der Desktop-Arbeitsplatz wird virtuell. (Bild: Sergey Nivens - Fotolia.com)

Hybrid- und purer SSD-Storage befinden sich auf dem Vormarsch. Stimmt die Abstimmung zwischen Leistung und Preis, haben sie auch ihren Platz in VDI-Umgebungen. Allerdings ist SSD nicht in jedem Fall die beste Lösung.

Wenn man betrachtet, wie sich heute eine Virtual-Desktop-Infrastruktur (VDI) darstellt, fällt zuerst auf, dass sich in den letzten Jahren gar nicht so viel geändert hat gegenüber früheren Thin-Client-Lösungen. Statt Client-Server mit seinen aufgeblähten und kaum zu kontrollierenden PCs zeugen beide Ansätze von einem entschiedenen „Zurück“ in die Zentrale der IT.

Heute springen viele Unternehmen jedoch zu schnell auf einen Zug wie VDI auf, weil sie die Zentralisierung und Virtualisierung der aus den Fugen geratenen Desktop-Landschaft unbedingt umsetzen wollen. Aber immer wieder wird der Fehler gemacht, zu wenig vorauszudenken. Die Planungsphase kommt in solchen Projekten meistens zu kurz.

Profilbildung und Rollenspiele

Zum Beispiel wird nicht überlegt, welche User-Profile im Unternehmen existieren. Gibt es mehr sogenannte „einfache“ Mitarbeiter, die gelegentlich mal ein Word- oder PDF-Dokument anlegen oder verändern, oder machen die „Power User“ einen größeren Bestandteil aus?

Diese Gruppe benützt häufiger anspruchsvolle CRM- oder ERP-Software, vielleicht sogar etwas exotische Programme wie Photoshop oder andere kreative Software bis hin zu CAD. Eine komplette VDI-Infrastruktur muss alle Ansprüche abdecken, selbst wenn sie vom Normalmaß abweichen. Berücksichtigt die Planung das nicht, hat man plötzlich mit Problemen zu tun, auf die man vorher gar nicht geachtet hatte – wie Performance im Netz oder Lizenzkosten.

Der Forrester-Analyst David Johnson schreibt in seinem Blog: „VDI macht dann Sinn, wenn die IT-Abteilung das Problem der von den Mitarbeitern mitgebrachten Geräte lösen will. Sie gewinnt so die Kontrolle zurück über unsichere Endgeräte und solche, die privates Eigentum von Angestellten sind, aber Eingang ins Firmennetz gefunden haben. Und VDI macht dann Sinn, wenn Unternehmen Engineering- und Design-Programme in weltweitem Maßstab benutzen: Teams haben von überall her Zugriff auf zentrale Instanzen.“ (April 2013)

Wenn der Speicherzugriff über die Leitung geht

Die komplexen VDI-Systeme erfordern eine exakte Strategie, auch im Speicherbereich. Oftmals arbeitet man jedoch mit dem falschen Partner oder Berater zusammen und lässt sich von einer beredten Präsentation beeindrucken, ohne eine zweite Expertise einzuholen. Der Vergleich mit anderen Lösungen wird vernachlässigt. Und schnell ist man in ein Projekt hineingerutscht, das eines der Ziele – Kosten sparen auf der Desktop-Ebene – keinesfalls einhalten kann.

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