Speichersystem Lefthand ist nun um Solid State Disk Tier erweiterbar

Frischer Glanz für HP Lefthand

| Autor / Redakteur: Rainer Graefen / Rainer Graefen

In jedem HP Lefthand-Modell P4900 SSD sind bis zu acht 400 GByte SSDs mit SAS-Schnittstelle installiert.
In jedem HP Lefthand-Modell P4900 SSD sind bis zu acht 400 GByte SSDs mit SAS-Schnittstelle installiert.

Die HP-Lefthand-Produktfamilie wird um das Familienmitglied P4900 SSD erweitert. Das System stellt reinen SSD-Speicher für I/O-intensive Anwendungsumgebungen zur Verfügung.

Hewlett-Packard geht bei seiner iSCSI-Produktfamilie einen Entwicklungsschritt weiter und ermöglicht nun auch auf der Grid-Hardware-Seite neue Infrastrukturkonzepte durch das rein mit Solid State Disks ausgestattete Lefthand-System P4900.

Damit wird der bisher schon erlaubte Einsatz von SSDs in einer P4000 Virtual Storage Appliance (VSA) auf komplexere iSCSI-Umgebungen erweiterbar.

Konfiguration und Ausstattung

Das neue Produkt P4900 ist in zwei Varianten einsetzbar:

  • als 2-Knoten-Cluster mit je zwei aktiv-aktiv Controllern oder
  • als Cache-Erweiterungsbox für bestehende Konfigurationen

Die Erweiterungsbox ist mit acht 400 GByte SSDs ausgestattet und erreicht damit eine Bruttokapazität von 3,2 TByte, der 2-Knoten-Kloster verfügt dementsprechend über die doppelte Kapazität von 6,5 TByte. Als Schnittstelle kommt 6 Gbit/s SAS zum Einsatz. Die maximale Obergrenze ist derzeit bei 102,4 TByte erreicht, wenn 256 SSD-Drives in 32 Geräteeinschüben zum Einsatz kommen. Bei der SSD hat sich Hewlett-Packard für ein Enterprise-Klasse-Modell mit 2 Bit Multi Level Cells entschieden.

Ergänzendes zum Thema
 
Performanceschub bei Lefthand-Produktfamilie

Diese gelten nach Expertenaussagen inzwischen dank neuer Oxid-Materialien als wesentlich langlebiger als früheren Modelle. HP gibt eine Lebensdauer von 4,7 Jahren an oder genauer: 4,5 Petabyte an geschriebenen Daten. Trotzdem dieser Leistungsfähigkeit sollte jedem Anwender klar sein, dass in produktiven Umgebungen immer gespiegelte Systeme zum Einsatz kommen müssen, um auch bei einem Fehler in der Controller-Logik keine Daten zu verlieren. Auf eine Wiederherstellung der Daten durch Datenretter sollte man nicht hoffen.

Das Tor zur Serverwelt

Zum Server hin werden die Daten entweder über 1 GbE oder 10 GbE-Schnittstellen transportiert. Maximal 64 Ports lassen sich in die insgesamt 32 Geräteeinschübe installieren. Auf die Speicherblöcke wird per iSCSI zugegriffen. Dieser lässt sich allerdings auch per NAS-Gateway für die Datenspeicherung von Dateien per NFS und CIFS benutzen. Hier findet sich die aktuelle Strategie von HP wieder. Das Unternehmen will den Weg anderer Hersteller mit Unified Storage nicht mitgehen und setzt deshalb auf leistungsfähige NAS-Appliances.

Wie schon oben erwähnt, lassen sich 32 HP Lefthand P4900 SSD zu einem Scale-Out-System zusammenschließen. Der Datendurchsatz (IOPS) skaliert nach Angaben von HP linear. Die Kosten für so eine Konfiguration liegen allerdings im mittleren einstelligen Millionenbereich. Alternativ, die SSD soll ja dazu beitragen die Speicherkosten zu optimieren, können in einer P4000-Managment-Gruppe auch unterschiedliche Lefthand-Familienmitglieder zusammengeschaltet werden. So erhält der Anwender ein Tiered Storage mit preiswertem MDL-SAS-Massenspeicher, performanten SAS-Festplatten und hochperformanten SSD-Storage.

Preis und Verügbarkeit

Das HP Lefthand P4900 SSD ist weltweit verfügbar ab März 2012. Der Listenpreis für einen 2-Knoten-Cluster mit 6,4 Terabyte Kapazität beträgt 199.000 US-Dollar.

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