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Backup, Restore und Speichervirtualisierung „Grundlage muss ein solides Konzept sein“

Redakteur: Nico Litzel

Storage-Insider.de sprach mit Detlef Lieb, Product Manager Storage bei Fujitsu Siemens Computers, über Datensicherung und Virtualisierung in kleinen und mittelständischen Unternehmen.

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Detlef Lieb, Product Manager Storage bei Fujitsu Siemens Computers
Detlef Lieb, Product Manager Storage bei Fujitsu Siemens Computers
( Archiv: Vogel Business Media )

Welche grundlegenden Backup-Strategien sollten Kleinunternehmen umsetzen?

Lieb: Die wichtigste Grundregel lautet: Keine Experimente! Denn heutige Fehler bei der Datensicherung wirken sich oft erst sehr viel später aus. Jedoch bedeutet das nicht, dass kleine und mittelständische Unternehmen von modernen Storage-Methoden die Finger lassen sollen. Beispielsweise können sie die Effizienz der klassischen Bandsicherung wirkungsvoll mithilfe der Snapshot-Technologie erhöhen. Datenkompression und sinnvoll ausgewählte Technologien der Deduplizierung eignen sich ebenso für den Einsatz in kleinen und mittleren Unternehmen.

Grundlage muss allerdings immer ein solides Konzept sein. Das beginnt mit dem Datensicherungsplan, der zeigt, wann, wie, wie oft und wohin zu sichern ist. Erst anschließend erfolgt die Auswahl der geeigneten Werkzeuge und Methoden, also Backup-to-Disk, Backup-to-Tape oder Backup-to-Disk-to-Tape. Darüber hinaus ist stets der zeitliche Aufwand für die Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft zu berücksichtigen. Virtualisierte Systeme, Speicher, Netzwerke und Anwendungen bedürfen bezüglich Backup und Recovery besonderer Aufmerksamkeit.

Spiegelung, komprimiertes Backup, Sicherung mehrerer Dateigenerationen oder serverbasierende Lösungen: Welche Sicherungsmethoden eignen sich am besten für welche Anwendungsfälle?

Lieb: Für kleine Umgebungen ist in der Regel die Bandsicherung alleine oder kombiniert mit Snapshot-Technologie bereits ausreichend. Zur Automatisierung empfiehlt sich ein Tape-Wechsler.

Ebenfalls ein Klassiker ist die Sicherung in drei Sicherungsgenerationen. Diese Vorgehensweise ist Grundlage für die meisten Umgebungen. Dabei wird das Sicherungsmedium durch weitere ergänzt, da beim Schreiben auf eine vorhandene Sicherung diese unbrauchbar wird und damit im Fehlerfall und immer während des Sicherungslaufes ein unsicherer Zeitraum entstünde. Der dritte Satz dient der Absicherung von Medienfehlern und sonstigen Einflüssen. Da das die sicherste Methode ist, ist sie für alle Anwendungsfälle empfehlenswert.

Weiter mit: Storage-Konzept und Zieldefinition bestimmen Methoden

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