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Backup, Restore und Speichervirtualisierung

„Grundlage muss ein solides Konzept sein“

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Wann und in welchem Umfang Pufferung auf Platte, Disk-Libraries oder andere Methoden zum Einsatz kommen, hängt sehr stark von dem im Unternehmen vorherrschenden Storage-Konzept sowie der Zieldefinition ab. Ein mögliches Anwendungsszenario wäre beispielsweise zunächst das Staging, also die Sicherung auf Platte, da das am schnellsten geht und dann anschließend erst Sicherung auf Tape.

In virtualisierten Serverumgebungen spielt subsystembasiertes Spiegeln eine wesentliche Rolle. Der Grund dafür liegt im Ressourcen-Sharing: Viele Betriebssysteme bedienen sich einer Server-Hardware. Wenn diese dann auch noch die Daten aller Betriebssysteme sichern soll, führt das leicht zum Kollaps. Um dem entgegenzuwirken, sollten die zu sichernden Daten auf Subsystemebene gespiegelt werden. Durch geschickte Koordination zwischen den virtuellen Systemen, der Backup-Software und den Subsystemen lässt sich so ein erheblich besserer Datendurchsatz erzielen.

Methoden der permanenten Datenreplikation, also Continuous Data Protection, ermöglichen eine asynchrone, permanente Replikation von Datenbeständen und damit eine schnelle und mit sehr geringen Verlusten behaftete Wiederherstellung. Sie eignet sich vor allem in Anwendungsbereichen, in denen kurze Wiederherstellungszeiten bei geringstmöglichem Datenverlust gefordert sind.

Welche grundsätzlichen Unterschiede sehen Sie bei den Anforderungen an Backup-Software in Kleinunternehmen und beim Mittelstand?

Lieb: Generell besteht beim Backup geschäftskritischer Daten kein Unterschied zwischen kleinen und mittelständischen Unternehmen. In beiden Fällen bedeutet ein Datenverlust erhebliche Einbußen. Auch bei der Dimensionierung adäquater Lösungen dient nicht die Anzahl der Mitarbeiter, sondern vielmehr das Volumen der vorhandenen Wirkdaten in den verschiedenen Kategorien – Datenbanken, Files, Applikationsdaten, Datenstruktur, Zeitfenster etc. – als Maßstab.

Ein typisches Backup-Recovery-Szenario in einem mittelständischen Betrieb mit etwa 100 Mitarbeitern könnte jedoch wie folgt aussehen: In den meisten Fällen wird der Klassiker Tape eingesetzt, zunehmend auch automatisiert mit einem 8- bis 24-Slot-Wechsler. Für die jüngste Sicherung sind wegen der kürzeren Zeitfenster Disk-Systeme zu empfehlen. Bereits die Modelle im Einstiegsbereich verfügen heutzutage über Snapshot-Technologie. Komfortable Lösungen, die ein unterbrechungsfreies Backup und schnelles Restore garantieren, sind somit leicht realisierbar.

Weiter mit: Mindestanforderungen an Backup-Software

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