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Kommentar von Roland Hamann, Keynectis-OpenTrust

Managed File Transfer – Wege aus der Vertrauenskrise

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Für den Anwender ist das einfache User-Interface eine fundamentale Voraussetzung. Moderne MFT-Lösungen ermöglichen den Versand von Files jeder Art und Größe, bieten Autovervollständigung für Kontaktadressen durch Integration in Adressbücher, eine integrierte Verschlüsselung (AES 256) sowie elektronische Signaturen für PDF-Dokumente. Daneben sind Funktionen nützlich wie das Management von Download-Zeiten, Weiterleiten von Nachrichten an neue Empfänger, Suchfunktionen, Tracking von Ereignissen oder ein Passwort-Handling.

Für IT-Administratoren kommt es im Wesentlichen auf eine leichte Integration in die Unternehmens-IT an. Abhängig davon, ob das Produkt vor Ort installiert ist oder als Software-as-a-Service genutzt wird, kann diese Integration sich unterschiedlich darstellen. Unverzichtbar sind Funktionen wie die automatische Erzeugung von User-Accounts und eine Synchronisierung über das Unternehmens-Directory. Auch ein Gateway zu MS-Exchange für das Senden großer Dateien aus Outlook ist in vielen Fällen unerlässlich.

Weitere Funktionsmerkmale ausgereifter MFT-Lösungen sind etwa die einfache Kontrolle aller Konfigurationsparameter, die Konfiguration von Policies, die Delegation der Administration von User-Gruppen, die Personalisierung des User-Interface etc. Und schließlich sollte die MFT-Lösung auch mobile Endgeräte in den File Transfer einbeziehen können.

Keynectis-OpenTrust hat mit MFT 3.1 vor kurzem eine neue Version der bewährten File-Transfer-Lösung vorgestellt. Vor allem die Integration von Mobilgeräte und die vereinfachten Anwendung stand im Vordergrund bei der Entwicklung der neuen Version. Ein dedizierter MFT-Client ist nun kostenlos im Apple-Store erhältlich. Anwender können nun in wenigen Schritten von unterwegs Dokumente sicher senden, empfangen, entschlüsseln und betrachten. Zusätzlich gibt es eine neue Funktion zur Rücksendung erhaltener Nachrichten.

Große Aufmerksamkeit wurde der Integration der MFT-Software in die Unternehmens-IT gewidmet. User müssen nun nicht mehr explizit verwaltet werden. Sie werden nun automatisch mittels Synchronisationsmechanismen via On-the-Fly-Queries zum zentralen AD-/LDAP-Directory generiert. Dank des MFT/Exchange Messaging Gateways können große Anhänge direkt mit dem Outlook-E-Mail-Client gesendet werden. Plug-ins sind nicht erforderlich. Der OpenTrust MFT Connector unterstützt vollständig das RET-Protokoll, was eine einfache Integration mit Geschäftsanwendungen sicherstellt.

Langzeitspeicherung inklusive der Metadaten

Inhalte, die via MFT übertragen wurden, können mit der neuen Version nun ebenso wie die zugehörigen Metadaten automatisch zum Zwecke der Langzeitspeicherung erneuert werden. Für Unternehmen, die den User-Access über einen Identity-Provider ermöglichen, bietet OpenTrust MFT nun ein Plug-in für die Authentifizierung, das mit dem SAML-2.0-Standard übereinstimmt.

Alles in allem stellt sich der Managed File Transfer mehr und mehr als komfortable und sichere Alternative für den Datenaustausch dar. Die Sicherheitslage auf der einen Seite sowie Ease-of-Use und Funktionsvielfalt auf der anderen zeigen hier ihre Wirkung.

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