Die Datensicherung von E-Mail-Anwendungen hat viele Facetten, Teil 2

Marktübersicht Backup-und Archivierungslösungen für E-Mail-Server

12.03.2009 | Autor / Redakteur: Elmar Török / Rainer Graefen

Im Jahr 2007 wurden 1,6 Billionen Textnachrichten verschickt.
Im Jahr 2007 wurden 1,6 Billionen Textnachrichten verschickt.

Während im ersten Teil unser E-Mail-Backup-Übersicht die Produkte von Symantec, CA, Acronis, Send Mail, Postfix, Axigen4 und Zarafa vorgestellt wurden, geht es im zweiten Teil um den Kerio Mailserver, David von Tobit, Lotus Notes, Novell Groupwise, Ipswitch iMail, MS Exchange und Communigate.

Mit Kerio hat der Anwender die Wahl: der Mailserver ist für mehrere Plattformen, darunter Windows ab Version 2000 SP4, Red Hat und SuSE basierende Linux-Distributionen sowie MacOS X erhältlich. Den gleichen Komfort bietet der Hersteller auch beim Backup.

Kerio Mailserver speichert E-Mails in einzelnen Dateien, die Struktur der Verzeichnisse ist auf gängige Filesysteme optimiert. Damit werden keinen kompletten Repositories gesichert, sondern Einzeldateien pro Mailbox.

Backup und Archivierung mit Kerio Mailserver 6

Auch CDP (Continuous Data Protection) wird unterstützt, allerdings laut Kerio nur unter Linux und MacOS X. Eine eigene Backup-Funktion innerhalb des Mailservers übernimmt die Sicherung nach Plan, neben einer vollständigen ist auch die differenzielle Sicherung zu bestimmten Tageszeiten möglich.

Der Speicherort ist frei wählbar und kann auf jedem normal zugänglichem Pfad liegen, also auch auf Netzwerkverzeichnissen. Bei Erfolg oder Misserfolg versendet Kerio E-Mails an den Administrator. Die Software legt Mailboxen und Anlagen im ZIP-Format ab, pro Sicherung eine Datei.

Innerhalb dieser Datei liegen die Postfächer als Ordner und die einzelnen E-Mails als .eml-Dateien vor. Das entspricht der gleichen Struktur wie im Store-Verzeichnis des Kerio Mailservers. Es ist also möglich, nur eine einzige Mail zu restaurieren, oder ein gesamtes Postfach, oder die komplette Datenbank - mit allen Abstufungen dazwischen.

Das Backup kann im laufenden Betrieb passieren, für die Rücksicherung muss der Mailserver angehalten werden. Immerhin kann er danach ohne Neustart einfach weiterlaufen. Für die Archivierung verweist Kerio auf externe Anbieter, denen die Arbeit jedoch erleichtert wird.

Der Mailserver versendet in diesem Fall alle Nachrichten an eine externe E-Mail-Adresse, auf Wunsch auch vor jeder Inhaltsprüfung, also einschließlich Spam. Bei einer Inhouse-Archivlösung werden die Nachrichten aus einem frei wählbaren Verzeichnis geholt, in das Kerio parallel alle Mails ablegt.

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