Windows-Server-Sicherung vs. Symantec Backup Exec

Möglichkeiten und Grenzen der Windows-Server-Sicherung

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Rainer Graefen

Ab Windows Server 2008 R2, also auch in Windows Server 2012, beherrscht die Sicherung ebenfalls ein Bare Metal Recovery.
Ab Windows Server 2008 R2, also auch in Windows Server 2012, beherrscht die Sicherung ebenfalls ein Bare Metal Recovery. (Bild: VBM-Archiv)

Wer einen Windows-Server einsetzt, bekommt kostenlos die Windows-Server-Sicherung als Feature dazu. Dennoch setzen viele Unternehmen zusätzlich auf teure Zusatzprodukte, um ihre Server zu sichern. Warum das nicht immer notwendig ist, zeigt dieser Beitrag.

Die Windows-Server-Sicherung in Windows Server 2012 kann komplette Server sichern oder auch einzelne Daten. Auch die Wiederherstellung von einzelnen Dateien ist über die Windows-Server-Sicherung möglich. Parallel dazu können Administratoren und Anwender noch die Schattenkopien von Dateien nutzen. Diese erstellt Windows-Server parallel zur Datensicherung.

Daten mit den Bordmitteln von Windows Server 2012 sichern

Die Sicherung kann auch virtuelle Server sichern sowie die Exchange-Datenbanken. Auch eine komplette Server-Sicherung inklusive der Wiederherstellung kann durchgeführt werden. Die Sicherung kann volle Datensicherungen durchführen, aber auch inkrementelle Sicherungen.

Auch die Active-Directory-Datenbank auf Domänencontrollern lässt sich sichern. Die Wiederherstellung und Sicherung von Servern können Administratoren auch delegieren, indem verschiedene Gruppenmitgliedschaften genutzt werden (Sicherungs-Operatoren). Eine Verwaltung der Sicherung über Befehlszeile und PowerShell ist ebenfalls möglich.

Die Datensicherung in Windows Server 2008 R2/2012 sichert blockbasiert pro Datenträger, keine einzelnen Dateien. Die Windows-Server-Sicherung überwacht automatisch den Speicherplatz auf den Datenträgern, auf denen die Sicherungen abgelegt werden. Steht nicht mehr genügend Plattenplatz zur Verfügung, werden Administratoren entsprechend darüber informiert und die Sicherung wird nicht durchgeführt.

Das kann die Windows-Server-Sicherung nicht

Vieles, was professionelle Sicherungslösungen können, beherrscht die kostenlose Windows-Server-Sicherung nicht. Die interne Windows-Lösung kann zum Beispiel weder Bandlaufwerke noch Bandwechsler ansprechen und verwenden. Auch differenzielle Sicherungen beherrscht die Windows-Server-Sicherung nicht. Außerdem lassen sich einzelne virtuelle Server nicht sichern, sondern immer nur über den Umweg der vollständigen Server-Sicherung. Außerdem kann die interne Windows-Sicherung keine Daten in der Cloud sichern. Hier müssen Unternehmen den Umweg über Windows Azure Online Backup gehen.

Die Windows-Server-Sicherung bietet außerdem keine zentrale Verwaltung aller Server im Netzwerk, sondern Administratoren müssen einzelne Server sichern und jeden Server einzeln überwachen. Eine zentrale Steuerung und Überwachung ist nicht möglich. Mit der Sicherung lassen sich zwar spezielle Serverdienste wie Exchange, SharePoint oder SQL-Server sichern und auch komplett wiederherstellen, allerdings können keine einzelnen Objekte aus diesen Sicherungen wiederhergestellt werden. Auch eine Komprimierung und Verschlüsselung von Sicherungen beherrscht die Windows-Server-Sicherung nicht.

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