Doppelt so viel Leistung wie der Vorgänger

NetApp bringt All-Flash-Array EF600

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Dr. Jürgen Ehneß

All-Flash-Array für den Highend-Bereich: NetApp EF600.
All-Flash-Array für den Highend-Bereich: NetApp EF600. (Bild: NetApp)

NetApp hat gerade ein neues All-Flash-Array (AFA) für den Highend-Bereich auf den Markt gebracht. Das EF600 mit seinem End-to-End-NVMe-Speicher soll über doppelt so viel Leistung verfügen wie sein Vorgänger – nämlich zwei Millionen IOPS – und ist für Workloads wie Oracle-Datenbanken, Echtzeitanalysen und Hochleistungsrechnen mit BeeGFS-Paralleldateisystemen (ehemals Fraunhofer GFS) ausgelegt.

Der Vorgänger EF570 von NetApp unterstützte bereits den NVMe-over-Fabrics-Zugriff durch Hostserver, verfügte jedoch nicht über einen NVMe-Pfad zu den Laufwerken. Das bedeutete, dass das EF570 bis zu 21 Gigabyte pro Sekunde (GB/s) ausgeben konnte, während das EF600 bis zu 44 GB/s schaffen soll. Es kann angeblich auch niedrigere Latenzen für mehr IOPS als EF570 unterstützen, insbesondere für zufällige Lesevorgänge.

Das EF600 unterstützt mit seinen 24 Laufwerken im 2HE-Chassis bis zu 360 Terabyte (TB) – da schaffte der im September 2017 vorgestellte Vorgänger EF570 mit bis zu 120 Laufwerken mehr, nämlich bis zu 1,8 Petabyte (PB). Es gibt für das EF600 allerdings keine Beschränkung hinsichtlich der Software-Architektur – wenn größere SSDs integriert werden, erhöht sich auch die maximale Rohkapazität. Das EF600 verfügt auch über weniger IO-Port-Optionen.

Grundsätzlich sind 16-Gbit/s-Fibre-Channel, -SAS sowie 10- und 25-Gbit/s-iSCSI an Bord, wobei der EF600 NVMe over Fabrics (Fibre Channel, InfiniBand oder Ethernet) oder nur 32-Gbit/s-Fibre-Channel unterstützt. Die 100-Gbit/s-Netzwerkcontroller für NVMe auf InfiniBand oder Ethernet (NVMe over ROCE) stammen von Mellanox.

In einem weiteren Hinblick ist das EF600 simpler aufgebaut als das EF570 – und zwar bei der Unterstützung des Host-Betriebssystems. EF570 konnte mit IBM AIX, Centos, Windows Server, Oracle Enterprise Linux und Solaris, VMware ESX und sowohl Red Hat als auch Ubuntu Linux umgehen, EF600 dagegen akzeptiert ausschließlich Hosts mit Suse Linux Enterprise Server.

Das hat einen Grund: SLES 12 SP4 ist das erste Betriebssystem für NVMe oF, das Asymmetric Namespace Access (ANA) kann. ANA ist für E/A-Pfade mit hoher Verfügbarkeit erforderlich. Erst wenn weitere Betriebssysteme das auch können, will NetApp sie ebenfalls unterstützen. Das EF600 bietet zudem SANtricity Snapshot und Volume-Kopie, jedoch nicht SANtricity Thin Provisioning, synchrone und asynchrone Spiegelung oder Cloud Connector, was das EF570 getan hat.

„Unternehmen, die schnell und zuverlässig Daten und Informationen aus Umgebungen mit gemischter Workloads erhalten, können sich von ihren Wettbewerbern abheben und ihre Markteinführungszeiten verkürzen“, so Robin Huber, Vice President und General Manager der E-Series, Netapp. „EF600 hilft Kunden dabei, den Wert ihrer Daten zu erschließen und schnell Erkenntnisse zu erhalten, die bisher für kritische Workloads wie Oracle-Datenbanken, Echtzeitanalysen und Hochleistungsanwendungen auf einem BeeGFS-Paralleldateisystem undenkbar waren.“

Das AFA EF600 kann hier dreidimensional begutachtet werden.

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