Speicher-Cluster erstrecken sich nun über Chassis-Grenzen hinweg

Netapp bringt Storage-Pools in jede Unternehmens-Cloud

| Redakteur: Ulrike Ostler

Mit "Clustered Dta Ontap" will Netapp zu neuen Ufern aufbrechen, anders als dieser Touristen-Segler, der im Kanal vor dem Convention center in Dublin vor Anker liegt.
Mit "Clustered Dta Ontap" will Netapp zu neuen Ufern aufbrechen, anders als dieser Touristen-Segler, der im Kanal vor dem Convention center in Dublin vor Anker liegt. (Bild: Ostler)

Das Storage-Betriebssystem „Ontap“ von Netapp, das auf jeder firmeneigenen Hardware läuft, erlaubt nun ein Chassis-übergreifendes Pooling – bei derzeit bis zu 30 Petabytes – und Anwendungen wie SAP, Oracle und VMware. Die jüngste Version 8.1.1 von „Clustered Data Ontap“ hat Netapp vergangene Woche in Dublin auf seiner Partnerkonferenz „Insight“ mehr als 2.100 Besuchern vorgestellt.

„Virtualisierung hat die Wahrnehmung von dem, was im Rechenzentrum möglich ist, komplett verändert, sagt Netapp-CTO Jay Kidd. Die gewonnene Flexibilität auf der Server-Seite übertrage Netapp nun mit Clustered Data Ontap auf Storage.

Das erste Release eines „Clustered Data Storage“ mit Hilfe von Ontap gehe auf das Jahr 2009, beziehungsweise Version 8 zurück, erinnert Kidd. Mittlerweile jedoch sei Netapp bei Version 8.1.1 angekommen und nun endlich lasse sich das bisherige Manko beseitigen: Bislang sei die Technik für die Enterprise IT praktisch ausgeschlossen gewesen, da sich die Storage-Cluster weder über Chassis-Grenzen hinweg ausdehnen ließen noch für heterogene Lasten heranziehen.

Vorher war der Einsatz mehr oder minder auf HPC-Computing beschränkt gewesen, jetzt könnten auch die in Unternehmen üblichen ERP, CRM, Warehause-Anwendungen Data-Pools adressieren. Dafür müssten die Anwendungen nicht einmal umgeschrieben werden.

Der Host weiß, wo die Daten liegen

Das File-System könne nun problemlos über das gesamte Cluster verteilt werden, sagt Kidd: „Der Host weiß, wo die Daten liegen und wie sie zu synchronisieren sind.“

Die Cluster-Knoten teilten sich Informationen über den Namensraum, so dass jedes File mit eindeutigem Namen angesprochen werden kann. Die Disks selbst sind alle virtualisiert und adressiert werden nur die in directory trees organisierten, so genannten „junctions“. Diese verweisen auf die entsprechenden Speicher-Volumen.

Das Ansprechen dieser Verbindungen, verlangsame zwar den Datenzugriff ein kleines Bisschen, doch im Vergleich zu den Latenzen beim Disk-Zugriff sie diese Verzögerung geradezu lächerlich.

Storage muss Agilität unterstützen

Laut der Netapp-Manager vor Ort (siehe: Abbildung 2) bedeute das neue Ontap-Release weit mehr als ein paar zusätzliche Features. Vielmehr beseitige diese Version ein paar wesentliche Hindernisse, die die Unternehmen bisher in ihre Agilität, also: ihrer Handlungsspielräume, behindert hätten.

Netapp hat in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne 1.400 Entscheidungsträger (C-Level) in verschiedenen Unternehmen europäischer Länder zu den anstehenden Herausforderungen im Geschäft und in der IT befragt: Österreich, Frankreich, Deutschland, Israel, Italien, Niederlande, Spanien, Schweiz und Großbritannien.

Nahezu 80 Prozent der Antwortgebenden sagten im vergangenen Monat, dass generell Entscheidungen von Jahr zu Jahr schneller zu treffen seien. In immer enger werdenden Spiralen, hätten selbst für die Unternehmen strategische Entscheidungen innerhalb von Tagen zu fallen. Tatsächlich aber warteten die Verantwortlichen Tage und Wochen auf die dafür notwendigen Daten, obwohl unter Umständen Vertragsstrafen und der Verlust von Wettbewerbsvorteilen drohten.

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